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Leitbild - Arbeitskreise
Arbeitskreis Soziales, Umwelt, Gesundheit
Vorsitzender: Dr. med. Jürgen Otten
Ltd. Medizinaldirektor Gesundheitsamt Mayen-Koblenz
Mitgliederzahl: 33
Lebensqualität für alle
Koblenz - die soziale Stadt
Auf diesen Stärken bauen wir auf:
Gegen großstädtische Anonymität haben sich in den sehr verschiedenen Stadtteilen überschaubare Strukturen erhalten und weiterentwickelt.
Gemeinsam mit kommunalen Einrichtungen und Gremien stellt sich eine Vielfalt kirchlicher und freier Verbände, Institutionen und Initiativen der Verantwortung für ein sozialgerechtes Miteinander aller Bürgerinnen und Bürger der Stadt.
Regionale und themenbezogene "runde Tische" sind fast überall in der sozialen Arbeit zu einer selbstverständlichen Tradition geworden.
Koblenz verfügt über differenzierte Beratungsmöglichkeiten - auch in Selbsthilfegruppen - und eine hohe Dichte von Betreuungsangeboten, insbesondere bei Kindertagesstätten und in der Altenhilfe.
Es besteht eine Vielzahl von Kinder- und Jugendgruppen und -verbänden, die nach den Prinzipien der Ehrenamtlichkeit, Freiwilligkeit und Selbstorganisation arbeiten. Eine fundierte innovative Jugendhilfeplanung unterstreicht die Notwendigkeit vielfältiger Angebote und Formen der Jugendarbeit. Auf umfangreiche Beteiligungsformen in der Jugendhilfe wird besonderer Wert gelegt. Mit Jugendrat und Projekten zur Stadtteilerkundung bestehen Partizipationsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen an kommunalpolitischen Entscheidungen.
Koblenz ist zur Heimat ausländischer Bürgerinnen und Bürger geworden. Sie tragen wesentlich zum interkulturellen Leben der Stadt bei und sind Teil der Zukunft unserer Stadt.
Diese Ziele setzen wir uns:
Wir wollen Koblenz als sozialgerechte Stadt weiterentwickeln und soziale Benachteiligungen abbauen.
Wir wünschen uns, dass im Miteinander von Sozialem, Ökologie und Ökonomie sozialer Ausgleich und soziale Gerechtigkeit gelebt werden. Dem dient eine gestaltende Sozialpolitik im Umgang mit Armut. Dazu gehört eine arbeitsmarktstützende, sozial- und umweltverträgliche Wirtschaftsförderung ebenso wie eine gemeinschaftsfördernde Wohnungspolitik.
Auf dem Weg zu einer sozialgerechten Stadt erstellt Koblenz regelmäßig Armutsberichte, die Lebenslagen und Bedürfnisse insbesondere von kinderreichen Familien, arbeitslosen Jugendlichen, Alleinerziehenden, Sozialhilfeempfängern und Obdachlosen erfassen.
Mit aktiver Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik begegnen wir dem Schlüsselproblem Arbeitslosigkeit.
Wir wollen optimale Entwicklungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Dazu müssen Lebensräume für sie erhalten und geschaffen werden. An ihrer Gestaltung werden Kinder und Jugendliche beteiligt.
Die Belange von Mädchen und Frauen müssen besonders berücksichtigt werden.
Wir wollen Bildung und Ausbildungsmöglichkeiten allen zugänglich machen. Dazu gehört ein ausreichendes Angebot, um Ausbildungsabschlüsse erreichen zu können.
Die Bedürfnisse von Behinderten verdienen einen hohen Stellenwert und müssen besonders sensibel berücksichtigt werden.
Wir wünschen uns Lebensqualität für alle sozialen Gruppen und alle Stadtteile. Interkulturelles Leben wird gefördert. Wir mischen uns ein.
Koblenz - mehr als eine Stadt im Grünen
Auf diesen Stärken bauen wir auf:
Am Zusammenfluß von Rhein und Mosel gelegen, umgeben von den waldreichen Mittelgebirgslandschaften, bietet unsere Stadt eine einmalige Verbindung von Naturlandschaft und Kulturraum.
Koblenz besitzt ein typisches Stadt- und Landschaftsbild, das vor allem auch geprägt ist von Besonderheiten, wie der harmonischen Einheit von Fels und Festung, markanten Hangkanten und den einmaligen Uferpromenaden der Rheinanlagen.
Wir streben an, dass unsere Region, der Mittelrhein, zum Welterbe gehören soll, und wollen diese gewachsenen Strukturen und Lebensräume erhalten und entwickeln (Anm. d. Redaktion: Aufnahme in das UNESCO-Weltkulturerbe erfolgte im Juni 2002).
Diese Ziele setzen wir uns:
Koblenz, weiter auf dem Weg zu einer grünen Stadt
Wer bei uns lebt oder arbeitet, und wer uns besucht, der soll sich auch erholen können. Wir werden daher die Durchgrünung unserer Stadt fördern, klimawirksame Freiflächen möglichst von Bebauung freihalten und im Innenstadtbereich Ruhe- und Rückzugsräume für Mensch und Tier schaffen. Für die Erhaltung einer intakten Tier- und Pflanzenwelt werden wir dabei die einzelnen Biotope miteinander vernetzen.
Wir in Koblenz wollen, dass wieder mehr Menschen die Vorteile städtischen Wohnens wahrnehmen. Dazu gehört nicht nur unsere Aufgabe, die historische Bausubstanz unserer Stadt zu schützen; unsere Verpflichtung ist es darüber hinaus, für mehr sozial und ökologisch verträgliches Wohnen in Koblenz zu sorgen. In diesem Sinne wollen wir zum Beispiel die Chancen der militärischen Konversion nutzen und freiwerdende innerstädtische Flächen für ökologisch sinnvolle und familienfreundliche Wohnangebote bereitstellen.
Wir wollen das unverwechselbare Bild, geprägt durch die Landschaft des rheinischen Schiefergebirges, den Zusammenfluß von Rhein und Mosel, die harmonischen Einheiten von Fels und Festung, die einzigartigen Rheinanlagen sowie die historisch gewachsenen Siedlungsbereiche erhalten und weiterentwickeln.
Koblenz, die Stadt mit "Nahverkehr statt viel Verkehr"
Wir in Koblenz wollen die Straßen unserer Stadt als Erlebnis- und Begegnungsräume für uns und unsere Gäste zurückgewinnen. Dazu werden wir alle Anstrengungen unternehmen, Fußgängerinnen und Fußgängern, Radfahrerinnen und Radfahrern mehr Spielräume zu geben und den ÖPNV zu stärken. In der Verbindung zum Umland setzen wir dabei auf einen starken Verkehrsverbund.
Koblenz denkt global und handelt lokal
Klimaschutz, wie wir ihn für Koblenz erreichen wollen, wird nicht nur spürbare Verbesserungen unserer eigenen Lebensbedingungen bringen, er bedeutet auch einen Beitrag zum Erhalt der Erdatmosphäre. Koblenz verpflichtet sich in diesem Zusammenhang, die Ziele der Agenda 21 auf lokaler Ebene umzusetzen.
Um diese Ziele zu erreichen, werden wir:
Die Umsetzung solcher Ziele verlangt mehr Bürgerbeteiligung und eine breite Wissensvermittlung für mehr Umweltbewußtsein vor Ort.
Koblenz, eine Stadt mit Zukunft
Wir in Koblenz wissen, dass Ökologie und Ökonomie keine Gegensätze sind. Wer Energie spart und Abfall vermeidet, das Stadtklima schont und für mehr Grün in der Stadt sorgt, der verbessert die Wohn- und Lebensqualität, macht damit unsere Stadt attraktiver für ihre Menschen und Gäste, aber auch für Investoren.
Er wird Menschen anziehen, die ihr Wissen und ihre finanziellen Mittel für ökonomisch und ökologisch sinnvolle Ziele einsetzen wollen und in Koblenz bleiben werden.
Daher wollen wir alle Anstrengungen unternehmen, Koblenz als Standort umweltbewußter Wirtschaftsunternehmen und Betriebe zu entwickeln und entsprechende Ausbildungsstätten für umweltrelevante Forschung und Entwicklung zu fördern.
Koblenz - die gesunde Stadt
Auf diesen Stärken bauen wir auf:
Koblenz ist das mittelrheinische Oberzentrum in Sachen Gesundheit. Unsere ausgezeichnete ambulante medizinische Versorgung mit niedergelassenen Fachärzten und Spezialisten wird von fünf modernen und leistungsfähigen Krankenhäusern ergänzt. Das Städtische Klinikum Kemperhof beheimatet als akademisches Lehrkrankenhaus die wichtigen medizinischen Disziplinen mit überregionalem Versorgungsschwerpunkt.
Der straff organisierte Rettungsdienst garantiert im Notfall schnelle medizinische Hilfe.
Diese hohe Qualität der medizinischen Versorgung hat ihre Tradition in einer gesundheitsbewußten Bürgerschaft.
Koblenzer Bürgerinnen und Bürger engagieren sich vielfach ehrenamtlich in Selbsthilfegruppen für gesundheitliche Belange.
Diese Ziele setzen wir uns:
Wir wollen Koblenz zu einer Stadt der vernetzten medizinischen Versorgung weiterentwickeln. Hierzu wünschen wir uns eine verbesserte Kooperation aller ambulanter medizinischer Angebote mit der stationären Krankenhausversorgung.
Bei der Entwicklung interdisziplinärer Behandlungs- und Rehabilitationskonzepte für Diabetes-, Schmerz-, Tumor-, oder AIDS-Patienten gibt es hoffnungsvolle Ansätze. Koblenz soll auch als Stadt mit Hospiz ein menschliches Miteinander bewahren.
Wir wollen Koblenz zu einem Zentrum der Gesundheitsförderung aufbauen. Neue Konzepte zur Verhinderung von Krankheit, der Krankheitsfrüherkennung und zur Rehabilitation sollen zu einem selbstbestimmtem und gesundheitsbewußtem Verhalten motivieren. Die verkehrsbedingten, gesundheitlichen Belastungen in unserer Stadt wollen wir verringern.
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