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Das neue Mittelrhein-Museum
Mittelrhein-Museum 2007
Der Neubau des Mittelrhein-Museums vereint die Präsentation der Städtischen Kunstsammlung mit der sinnvollen Unterbringung von Verwaltungsräumen, Werkstätten und Depots. Zudem haben sich die Anforderungen an ein Museum im neuen Jahrtausend grundsätzlich verändert. Museumsshop, Café, Neue Medien, barrierefreie Erschließung und eine adäquate Einbeziehung museumspädagogisch nutzbarer Bereiche sind unabdingbare Bestandteile moderner musealer Präsentation. Hinzu kommen erwünschte Synergieeffekte und fruchtbare Wechselbeziehungen durch die enge Verbindung vor allem zum Tourismusmanagement.
Zum offenen Charakter des neuen Mittelrhein-Museums gehört nicht allein der Besuch der Dauerausstellung, der Themenräume und der Wechselausstellungen, sondern auch die Zugänglichkeit von Bibliothek/ Medien und Grafischer Sammlung für ein interessiertes Publikum. Das Angebot wird ergänzt durch ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm im Museum und/oder in den gemeinsam mit der Koblenz-Touristik genutzten Räumen.
Konkret für den Museumsbetrieb bedeutet dies:
• Präsentation und Vermittlung des Sammlungsbestandes von der Ur- und Frühzeit bis in die Gegenwart auf hohem Niveau, verständlich gemacht für jeden Besucher.
• Präsentation von Wechselausstellungen als Ergänzung zur bestehenden Sammlung mit eigenen und fremden Exponaten nach international gültigen Standards (in einem zusätzlichen, mit der Koblenz- Touristik wechselnd genutzten Ausstellungsbereich auf EG-Ebene, angeschlossen an das Foyer).
• Wissenschaftliche Aufarbeitung der Bestände mittels moderner EDV und für interessierte Nutzer zugänglicher Bibliotheksbestände (derzeit ca. 14.000 Bände).
• Forum für Vorträge, Workshops und Veranstaltungen (z.B. Kammerkonzerte, Kleinkunst etc.).
Selbstverständnis: Betrachtung, Information und Dialog
Das Koblenzer Museum sollte, so der Museumsgründer und Stifter Pastor Lang in seinem Testament 1833, dem »Unterricht« und dem »Vergnügen« des Publikums dienen. Ziel der Museumsgründung war damals Bildung im Sinne der Aufklärung und die Freude an der Kunst.
Von Anfang an hatte die Sammlung einen epochenübergreifenden Charakter und reichte bis zu damals zeitgenössischen Werken – mit Arbeiten der Region des Mittelrheins im Mittelpunkt, stets ergänzt durch überregionale, internationale und europäische Aspekte.
Diese Ansätze gilt es nun in Verbindung mit dem »UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal« für das 21. Jahrhundert in Koblenz auszubauen.
Das Mittelrhein-Museum versteht sich daher als Ort der anregenden Betrachtung, der Information und des Dialogs. Die geplante Nutzfläche liegt bei 3.250 m².
