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Clemens Wenzeslaus Brentano
| Dichter und Schriftsteller |
| * 09.09.1778 (Ehrenbreitstein) |
| + 28.07.1842 (Aschaffenburg) |
Zur Person:
Brentano stammte aus einer Kaufmannsfamilie. Sein Taufpate war der Kurfürst Clemens Wenzeslaus. Großeltern waren Georg Michael Frank von Laroche, der Kanzler des Kurfürsten, und Sophie von Laroche, die als erste deutsche Frau einen Frauenroman „Die Geschichte des Fräuleins von Sternheim“ schrieb und veröffentlichte. Nach Abschluss einer kaufmännischen Lehre besuchte er verschiedene Universitäten in Bonn, Halle, Jena und Göttingen und studierte dort Bergwissenschaft, Medizin und Philosophie.
Werken und Wirken:
Brentanos literarisches Schaffen lässt sich in die Zeit der Romantik einordnen. In Deutschland ist dies der Zeitraum von 1798 bis 1835.
Mit seinem Freund und Schwager Achim von Armin, der Ehemann seiner Schwester Bettina, gab er des „Knaben Wunderhorn“ heraus. Goethe sagte von dieser dreibändigen Sammlung von Volks- und Kinderliedern, dass es das schönste Buch der Romantik sei, und in jedem Haus zu finden sein müsse. Dort stehen bekannte Volkslieder wie „Guten Abend, gute Nacht“,
„O Tannenbaum“, „Schlaf, Kindlein, schlaf“ und andere.
Briefe und Gedichte zeugen von der leidenschaftlichen und frommen Liebe zwischen Brentano und der religiösen Schriftstellerin Louise Hensel, die Dichterin des Liedes „Müde bin ich, geh’ zur Ruh’“. Als sie in Koblenz lebte, half sie als „Schwester in Zivil“ im Bürgerhospital, kranken und betagten Menschen. In jener notleidenden Zeit war inzwischen aus beider Liebe eine tiefe Freundschaft gewachsen. Brentano beschrieb in seinem Buch „Die Barmherzigen Schwestern“ deren unermüdliche Nächstenhilfe.
Bretanos Religionsauffassung wandelte sich rigoros, als er damals die Pfarrerstochter Hensel in Berlin kennenlernte. Schließlich konvertierte er zum Katholizismus. Zudem suchte er sich neue literarische Aufgaben. Sein erfolgreichstes Buch war wohl die Lebensgeschichte, der ehemaligen Augustiner-Nonne Katharina Emmerick. Hierin schrieb er die Visionen der Pflegebedürftigen auf. (I.Alt)
In Koblenz:
