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Max von Laue

Max von Laue

Physiker und Nobelpreisträger
* 09.10.1879 (Pfaffendorf)
+ 24.04.1960 (Berlin)

Zur Person:
Max von Laue kam in der Emser Straße in Pfaffendorf zur Welt.
Sein Vater war ein hoher Zivilbeamter der kaiserlichen Militärverwaltung, der häufig versetzt wurde. Als Laue zwei Jahre alt war, zog die Familie aus Koblenz fort. So besuchte Laue Gymnasien in Posen, Berlin und zuletzt in Straßburg, wo er sein Abitur machte. Wie wichtig diese gesamte Straßburger Zeit für seinen physikalischen Werdegang war, beschrieb er in einer späteren Selbstdarstellung. Daneben prägten Laue besonders die Familientraditionen, die ihn sein ganzes Leben begleiteten – insbesondere in schwierigen und politischen Situationen -.
Das waren so preußisch protestantische Tugenden wie Strenge gegen sich selbst, aufrichtiges und lauteres Denken, sowie Bescheidenheit. Seit sein Vater für seine Verdienste in den erblichen Adelsstand erhoben wurde, trug auch Laue diesen Titel.

Werken und Wirken:
Max von Laues beruflicher Werdegang verlief geradlinig zu seinem Erfolg. Zunächst studierte er in Straßburg, Göttingen und München die Fächer Physik, Mathematik und Chemie. An der Universität Göttingen, erkannte er seine Bestimmung: Theoretische Physik. In Berlin promovierte er mit 24 Jahren "magna cum laude" mit einer Arbeit über die Theorie der Interferenzerscheinungen an planparallelen Platten bei Max Planck.

Nach viersemestrigen Studien in Göttingen, nahm Laue Plancks angebotene Stelle als Assistent am Institut für theoretische Physik an. Es folgten drei für seinen weiteren Lebensweg entscheidende Jahre. Laue gelang der erfolgreiche Nachweis für die Wellenstruktur der Röntgenstrahlen – die von Conrad Wilhelm Röntgen entdeckten Strahlen – und für die Raumgitterstruktur der Kristalle. Und schon im Jahre 1912 wurde er zum Professor für Physik an die Universität von Zürich berufen.Nach zwei Jahren wechselte Laue an die neugegründete Goethe-Universität in Frankfurt / am Main.

1914 wurde Max von Laue wegen der von ihm begründeteten Röntgen-Strukturanalyse in Kristallen und anderer Arbeiten über den Aufbau der Atome der Nobelpreis für Physik verliehen. Ab 1919 war er stellvertretender Direktor des heutigen Max-Planck-Instituts in Berlin-Dahlem. Der damalige Direktor war Albert Einstein. Dessen „jüdische Physik“ verteidigte Laue gegenüber dem NS-Regime, und nahm somit Konflikte in Kauf.

Laue geriet nach Kriegsende in britische Gefangenschaft. In Cambridge interniert, schrieb er eine Geschichte der Physik.
1945 kehrte er wieder nach Deutschland zurück. Fortan wirkte er an Universitäten in Göttingen und in Braunschweig. Bis zu seinem Tode leitete er das heutige Fritz-Haber Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin. 1952 verlieh Theodor Heuss ihm die Friedensklasse des Ordens Pour le Mérite. In West-Berlin verstarb Laue an den Folgen eines Autounfalls. (I.Alt)

In Koblenz:

Max-von-Laue-Gymnasium

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