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Henriette Sontag
| Sopranistin / Sängerin von Weltruf |
| * 03.01.1806 (Koblenz) |
| + 17.06.1854 (Mexiko) |
Zur Person:
Henriette Sontag war die Tochter eines Schauspielerehepaares. Erstmals trat sie schon im Alter von sechs Jahren in Kinderrollen auf. In Prag studierte sie sodann mit 13 Jahren am Konservatorium Gesang für die Oper.
Werken und Wirken:
Henriette Sontag trat in fast allen europäischen Großstädten auf. In Wien hob allein sie in der Titelrolle die Leistung von Carl Maria von Webers romantischer Oper „Euryanthe“. Triumphierende solistische Erfolge feierte sie in den Premieren von Beethovens 9. Symphonie und von Missa Solemnis.
In Nordamerika wurde die Sopranistin mit ihrer Gesangsstimme als „europäische Nachtigall“ berühmt. Für ihr musikalisches Können wurde sie in Deutschland honoriert und zur Königlichen Hof- und Kammersängerin ernannt.
Nach der Heirat mit dem sardinischen Gesandten, dem Grafen Carlo Rossi, unterbrach sie ihre künstlerische Laufbahn auf dem Höhepunkt ihres Erfolges. Sie begleitete ihren Mann auf seinen Auslandsaufenthalten in verschiedenen Großstädten Europas.
Ab dem Jahre 1848 nahm sie ihre Karriere wieder auf. Henriette Sontag tourte zunächst wieder durch Europa. Mit großem Beifall wurde sie von dem Publikum in England, Frankreich und Deutschland aufgenommen. Noch im Jahre 1854 sang sie auch schon auf internationalen Bühnen. Ihre letzte Tour führte sie in die Vereinigten Staaten und nach Mexiko. Dort starb sie an der Cholera. (I.Alt)
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