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Stadtporträt
An der Liebfrauenkirche
Erstmals wurde die Liebfrauenkirche im 14. Jahrhundert als die Oberpfarrkirche bezeichnet. Um drei Seiten des Kirchengebäudes befand sich der alte Friedhof der Stadt. Die städtische Verwaltung befand sich unter der Regierung des Kurfürsten Balduin im Bürgerhof "Monreal", der an dem oberen Ende der Braugasse gelegen war. Diese führt vom Kirchplatz zum Plan herunter. Ungefähr in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts begann die Aufhebung der alten Kirchfriedhöfe in der Innenstadt. Alte Grabsteine in der Eingangshalle der Liebfrauenkirche erinnern noch heutzutage an das alte Koblenzer Rittergeschlecht der "von dem Burgdor", die im Laufe des 16. Jahrhunderts hier ihre Ruhestätte fanden. An der Hauptfront der Kirche entstand durch bauliche Veränderungen Anfang des 18. Jahrhunderts die Nische mit der Muttergottesfigur auf der Weltkugel. Beiderseits befinden sich in den Blattornamenten die Monogramme von Christi und Mariae. Die gekrönte Himmelskönigin steht mit ihrem Fuß auf Schlange und Mond, die beide Sinnbilder in der christlichen Kunst darstellen.
Gerade hier im Bereich Florins- und Liebfrauenkirche liegt das Herz der Altstadt. Dies haben sich wohl gerade die Stadtväter in den 70er Jahren zu Herzen genommen, und eine umfangreiche Altstadtsanierung gestartet. Seitdem ist der Koblenzer Altstadtkern ein anziehendes Schmuckstück. (I.Alt)
