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Stadtporträt
Görres-Platz
Der Görresplatz wechselte nicht nur häufig sein Gesicht, sondern auch seinen Namen. Mal hieß er "Großer Platz", ein andermal Paradeplatz und die Franzosen nannten ihn "Place verte". In der Gründerzeit hieß er schließlich "Goebenplatz". Den Namen erhielt er zur Ehre des Generals August von Goeben, der von 1870 bis 1880 Kommandierender General des Koblenzer VIII. Armeekorps war. Ihm wurde hier mitten auf dem Platz im Koblenz damals ein Denkmal gesetzt. Die feierliche Einweihung war in Anwesenheit des Kaiserpaares. Ein bekannter Anwohner war der Karl Baedecker, der in Koblenz beerdigt wurde.
Im letzten Weltkrieg wurde der Platz wie andere auch mit einem Luftschutz-Löschteich versehen. Nach 1945 wurde das Standbild des General Goeben demontiert. Der stark vom Krieg zerstörte Teil der Altstadt wurde notdürftig wieder aufgebaut und war lange städtebauliche Problemzone. 1946 wurde der Platz nach dem berühmten Koblenzer Joseph Görres umbenannt. Es eröffneten schließlich etliche attraktive Geschäftshäuser und Gaststätten. Mit dem Bau der zweigeschössigen Tiefgarage schritt auch die Neugestaltung und Wandlung des Platzes zur grünen Spiel- und Ruhezone für die Bürger voran.
Die Gastronomie nutzt heute weite Flächen des Platzbereiches. Mit der zehn Meter hohen Historiensäule, die seit dem Jahr 1992 steht, hat der Platz weiter an Attraktivität gewonnen. Sie wurde der Stadt Koblenz zur 2000-Jahr-Feier von der Landesregierung von Rheinland-Pfalz geschenkt. Vom Görresplatz aus gelangen die Besucher schnell über die Rheinstraße zum Rhein an die Schifffahrtsanlegestellen und Rheinanlagen oder etwa durch die Firmung über den Jesuitenplatz zur Mosel. (I. Alt)
