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Stadtporträt


Kornpfortstraße

Bildcollage Kornpfortstraße - Fotos: I. Alt
Wahrscheinlich weiter zurück als die Römerzeit liegt die Entstehungsgeschichte dieses Koblenzer Altstadtbereiches. Befunde älterer Ausgrabungen haben gezeigt, dass typische Gehöfte oder Häusergruppen an das jeweilige Geländeverhältnis angepaßt wurden. Die alte Landschaft führte tote Flußarme von Rhein und Mosel. Zwischen diesen Deltas war das erhöhte Gelände von frühen Siedlern bebaut. Ursprünglich war wohl der halbkreisförmige Straßenzug Altengraben - Entenpfuhl - Kornpfortstraße ein Seitenarm der Mosel. Die Römer hatten diese Siedlungsgewohnheiten übernommen.

Noch heute stehen in der Kornpfortstraße Häuserbauten aus verschiedenen baugeschichtlichen Epochen. Je nach Größe des Baugrundstücks und der Finanzlage des jeweiligen Besitzers entstanden standestypische Raumaufteilungen. Ein Beispiel mittelalterlich-frühzeitlicher Bauweise ist das aus dem 16. Jahrhundert stammende Bürgerhaus Kornpfortstraße 2. Es steht auf einem Grundstück mit einer Breite von gerade einmal 4,70 Metern.

Für den Stil der frühen Barockarchitektur steht der Eltz Rübenacher Hof des Ratsherrn Johann Wilhelm Hausschild an der Ecke Kornpfortstraße / Danne, die weiter zum höher gelegenen Florinsmarkt mit der evangelischen Florinskirche führt. Preußens König Friedrich Wilhelm III. verhinderte eine Zweckentfremdung der Kirche durch eine Schenkung an die Blauköpp, wie die Protestanten Anfang des 19. Jahrhunderts genannt wurden. An diesem großen Eckhaus, das sogenannte Dreikönigenhaus, fällt besonders der in Fenster aufgelöste, schmucke Erker an der Seite der Kornpfortstraße auf. Heute wird das Gebäude als städtische Bibliothek genutzt. Die Kornpfortstraße verläuft weiter bis zum an der Moselseite gelegenen Peter-Altmeier-Ufer. (I.Alt)
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