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Ihr Standort: Verwaltung & Politik > Stadtverwaltung
Leitstelle für Integration
Förderung der interkulturellen Kompetenz
Die interkulturelle Öffnung der Stadtverwaltung Koblenz ist ein Themengebiet, mit dem die Leitstelle für Integration sich perspektivisch auseinander setzen muss. Diesbezüglich hat die Statistikstelle der Stadt Koblenz zunächst als Ausgangsgrundlage die Beschäftigten mit Migrationshintergrund in der Stadtverwaltung Koblenz ermittelt (Stand: 31.12.2008). Die Auswertung wird nunmehr im jährlichen Turnus aktualisiert, um entsprechende Veränderungen feststellen zu können.
Die Steuerungsgruppe Integration sprach sich dagegen aus, dass von Seiten der Stadtverwaltung eine Quotierung festgelegt wird, die den Anteil der Beschäftigten mit Migrationshintergrund regelt. Diese Vorgehensweise würde u.a. gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verstoßen. Gleichzeitig wurde aber darauf hingewiesen, dass auch die Bediensteten der Stadtverwaltung Koblenz ein Spiegel der Gesellschaft in Koblenz darstellen sollten. Insofern soll von Seiten der Leitstelle für Integration in Verbindung mit dem Haupt- und Personalamt überlegt werden, wie mehr Personen mit Migrationshintergrund zu einer Bewerbung bei der Stadtverwaltung bewegt werden können. Stellenausschreibungen werden nunmehr mit folgendem Passus versehen: "Die Stadt Koblenz möchte die Anzahl der Beschäftigten mit ausländischer Herkunft steigern. Wir würden uns daher freuen, wenn sich auch Menschen mit Migrationshintergrund von unserem Stellenangebot angesprochen fühlen".
Interkulturelle Schulungen der Mitarbeiter/-innen der Stadtverwaltung Koblenz sind eine wichtige Personalmaßnahme, um einen besseren Kundenservice für die nicht unerhebliche Anzahl von Bürgern/-innen mit Migrationshintergrund (ca. 25% der Gesamtbevölkerung von Koblenz) anbieten zu können. Gleichzeitig bietet sich für die Mitarbeiter/-innen aber auch die Chance, sich den Berufsalltag zu erleichtern. Gerade die Entwicklung der persönlichen und sozialen Kompetenzen mit der Ausrichtung, mit Menschen anderer Kulturkreise erfolgreich zu kommunizieren und zu agieren, ist das Ziel des Seminars. Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (FHöV) in Mayen hat im Jahr 2008 speziell für die Stadtverwaltung Koblenz ein entsprechendes Schulungsprogramm erarbeitet. Insgesamt werden jeweils fünf Seminartage, aufgeteilt in einen Block von drei Tagen und einen Block von zwei Tagen, durchgeführt.
Zielsetzung des ersten Blockes ist es, die grundlegenden persönlichen und sozialen Kompetenzen mit Blickrichtung auf die Themenbereiche "Migration und Integration" zu erweitern. Die Inhalte sind u.a. Kultur - ihre Entstehung und Wirkung allgemein, Vorurteile und Wahrnehmung, Kommunikationstraining und Konfliktmanagement.
Darauf aufbauend wird im zweiten Block die spezifische interkulturelle Kompetenz ausgebaut. Die Inhalte sind u.a. die Vielfalt der Migranten, exemplarische Beleuchtung anderer Kulturen und der sich daraus ergebenden "typischen" Verhaltensweisen. Weiterhin wird ein spezielles Training zum Thema "Verständigung und Umgang mit Migranten" durchgeführt.
Diese Seminarreihe richtet sich zum einen an die Sachbearbeiter der publikumsrelevanten Ämter und zum anderen an die Nachwuckskräfte der Stadtverwaltung Koblenz.
Um messen zu können, ob die Schulungsmaßnahme den Bedürfnissen der Teilnehmer/-innen entspricht, hat die Statistikstelle der Stadt Koblenz das Seminar 2008 evaluiert. Die Ergebnisse dieser Evaluation sind am 03.11.2008 der Steuerungsgruppe Integration vorgestellt worden und waren positiv. So schätzen sich viele Teilnehmer/-innen nach dessen Besuch als kulturell sensibler ein und betrachten die Informationen über andere Kulturen als nützlich für das Tagesgeschäft.
Vom damaligen Oberbürgermeister Dr. Schulte-Wissermann wurde in der Steuerungsgruppensitzung am 03.11.2008 die Wichtigkeit dieser Schulungsmaßnahme hervorgehoben. Weiterhin legte die Steuerunggruppe fest, dass die Schulungen fortzuführen und permanent weiterzuentwickeln sind, um dem Wandel von Organisation und Umwelt Rechnung zu tragen.
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