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Hier haben Sie einen Überblick die Organe der EU und deren Webseiten

Überblick über die Organe der EU
Europäisches Parlament
Das Europäische Parlament  
 
Das Europäische Parlament ist das größte multinationale Parlament der Welt und das einzige direkt gewählte Organ der Europäischen Union. Das Europäische Parlament verabschiedet gemeinsam mit dem Ministerrat, der die Mitgliedstaaten vertritt, in vielen Politikbereichen die Beschlüsse über neue europäische Rechtsvorschriften. Das Parlament spielt eine aktive Rolle bei der Ausarbeitung von Rechtsvorschriften, die Auswirkungen auf den Lebensalltag der Bürger haben, beispielsweise in den Bereichen Umweltschutz, Verbraucherrechte, Gleichberechtigung, Verkehr sowie Freizügigkeit von Arbeitnehmern, Kapital, Waren und Dienstleistungen. Ebenso ist das Parlament gemeinsam mit dem Rat für den Jahreshaushalt der Europäischen Union zuständig.
 
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Der Europäische Rat  
 
Mehrmals im Jahr treffen sich alle Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten und der Präsident der Europäischen Kommission. Gemeinsam bilden sie den Europäischen Rat. Die Treffen des Europäischen Rates werden häufig auch als EU-Gipfel bezeichnet. Der Europäische Rat kümmert sich um die großen Fragen, die für die Zukunft der Union wichtig sind. Er formuliert die allgemeinen politischen Zielvorstellungen für das Fortkommen der EU und gilt daher als Schrittmacher für die weitere Entwicklung der EU. Er formuliert die allgemeinen Leitlinien der europäischen Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik.
Aus den vom Europäischen Rat formulierten Impulsen für die Fortentwicklung der Europäischen Union entstehen Strategieprogramme, die für viele Jahre gelten. Diese sind wiederum die Grundlage für die tägliche Arbeit des Ministerrates. Bis 2009 rotierte die Ratspräsidentschaft des Europäischen Rates halbjährlich zwischen den Mitgliedstaaten. Sie wurde jeweils von dem Land übernommen, das auch den Präsidenten des Ministerrats stellte.
 
Vorsitzender ist seit dem 01.01.2010 der für zweieinhalb Jahre gewählte EU-Ratspräsident. Möglich ist dies geworden durch den Lissabon-Vertrag, der auch darauf abzielt, die Rolle der EU in der Welt zu stärken und ihren Entscheidungsprozess zu vereinfachen. Zu dem neuen Amt des EU-Ratspräsidenten wurde auch das Amt der "hohen Vetreterin der EU" ( sog. Außenministerin) neu geschaffen. 
 
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Der Ministerrat der Europäischen Union
Der Ministerrat der Europäischen Union
 
Im Rat der Europäischen Union sind die Regierungen der Mitgliedsstaaten vertreten. Er wird Ministerrat genannt, weil sich Minister aus den 28 EU-Ländern in Brüssel oder Luxemburg versammeln. Die Hauptaufgabe des Rates ist es, europäische Rechtsvorschriften zu verabschieden, was in den meisten Fällen gemeinsam mit dem Europäischen Parlament geschieht. Darüber hinaus ist der Rat im Bereich der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik sowie bei der polizeilichen und justiziellen Zusammenarbeit in Strafsachen das wichtigste Entscheidungsorgan.
 
Europäische Kommission
Die Europäische Kommission
 
Die Europäische Kommission ist der Motor des institutionellen Systems der Union. Sie verkörpert und vertritt das allgemeine Interesse der Union. Ihre Hauptaufgaben bestehen darin, Parlament und Rat Vorschläge für Rechtsvorschriften vorzulegen, die Politik der Union zu verwalten und durchzuführen, das Unionsrecht (gemeinsam mit dem Gerichtshof) zu vollziehen und internationale Vereinbarungen, insbesondere in den Bereichen Handel und Zusammenarbeit, auszuhandeln.
 
Im institutionellen Dreieck der EU (Kommission, Rat, Parlament)  wird die Kommission häufig als Exekutive bezeichnet. Das Aufgabenprofil der Kommission ist aber sehr vielfältig und lässt sich nicht mit dem einer nationalen Regierung vergleichen.
Die Aufgaben: Motor der europäischen Einigung  -  Die Verwaltungszentrale -  Der europäische Kassenwart  -  Hüterin der Europa-Verträge  -  Stimme Europas in der Welt
 
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Der Europäische Gerichtshof (EuGH)
Der Europäische Gerichtshof (EuGH)
 
Die Europäische Union beruht auf Verträgen, die Staaten freiwillig untereinander geschlossen  haben. Sie erlauben es der EU, Gesetze zu erlassen, die in allen Mitgliedsstaaten gelten und umgesetzt werden müssen: das Europarecht. Es hat Vorrang vor dem nationalen Recht der Mitgliedsstaaten. Das europäische Gemeinschaftsrecht zu schützen, ist Aufgabe des Europäischen Gerichtshofes (auch EuGH genannt).
Der Gerichtshof, der seinen Sitz in Luxemburg hat, besteht aus 28 Mitgliedern, je einem aus jedem EU-Land. Die Aufgabe des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften besteht seit seiner Errichtung im Jahr 1952 darin, "die Wahrung des Rechts bei der Auslegung und Anwendung" der Verträge zu sichern. Der Gerichtshof entscheidet beispielsweise aufgrund einer Klage (eines Mitgliedsstaates, eines EU-Organs, im zweiten Rechtszug auch eines Unternehmens oder eines Bürgers), ob in einem Einzelfall gegen EU-Recht verstoßen wurde ("Anwendung der Verträge"). Er entscheidet aber auch endgültig, wie strittige Texte in den Verträgen zu verstehen sind ("Auslegung der Verträge").
 
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Die Europäische Zentralbank (EZB)
Die Europäische Zentralbank (EZB)
 
Die Europäische Zentralbank  mit Sitz in Frankfurt am Main ist für die Europäische  Währungspolitik verantwortlich. Hauptziel der Bank ist es, die Preisstabilität in Europa zu gewährleisten. Die Bank kann zu diesem Zwecke die umlaufende Geldmenge reduzieren oder erhöhen. Dies geschieht in der Regel durch Änderungen der Zinssätze. Die Zentralbank hat durch die Steuerung der Geldmenge und das Setzen der Zinssätze einen erheblichen Einfluss auf die Wirtschaft. Sie ist aber völlig unabhängig und darf auch von der Politik nicht beeinflusst werden.
 
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Der Europäische Rechnungshof
Der Europäische Rechnungshof
 
Anwalt der Steuerzahler - Der Rechnungshof prüft, ob alle Einnahmen und Ausgaben der  Gemeinschaft und der von ihr geschaffenen Institutionen rechtmäßig sind (also auf Rechtsakten der Union beruhen) und ob sie ordnungsgemäß erfolgen (also mit Zahlungsermächtigungen übereinstimmen).
Der Rechnungshof sorgt außerdem für eine sparsame und effiziente Haushaltsführung. Der in Luxemburg ansässige Rechnungshof kann alle Organisationen, Gremien oder Unternehmen, die EU-Finanzmittel verwenden, überprüfen. Das Ergebnis seiner Prüfung legt der Rechnungshof dem Europäischen Parlament und dem Ministerrat vor. Der Bericht ist Grundlage der weiteren Haushaltsprüfung durch das Europäische Parlament, das der Kommission für jedes Haushaltsjahr Entlastung erteilt - oder aber auch verweigern kann.
 
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Der Ausschuss der Regionen
Der Ausschuss der Regionen  
 
Der AdR wurde 1994 aus zwei Erwägungen heraus errichtet. Zunächst einmal erschien es sinnvoll, dass die Vertreter der Gemeinden, Städte und Regionen bei der Konzipierung neuer EU-Vorschriften ein Wort mitzureden haben; denn drei Viertel der EU-Rechtsvorschriften werden auf lokaler oder regionaler Ebene umgesetzt. Zum zweiten wurde befürchtet, dass die Union ihre Bürger auf ihrem Weg in die Zukunft nicht mitnimmt. Anders als die Mitglieder des Parlaments tagen die Mitglieder des Ausschusses der Regionen nicht ständig in Brüssel. Sie alle haben Verpflichtungen auf regionaler oder kommunaler Ebene. Sie bleiben daher in ihrer Region tätig und treten lediglich zu Plenartagungen des Ausschusses oder Sitzungen der Fachkommissionen zusammen.
Der Ausschuss setzt sich aus 344 Mitgliedern und einer gleichen Anzahl von Stellvertretern zusammen. Aus Deutschland kommen 24 Mitglieder. Sie alle werden auf Vorschlag ihres jeweiligen Mitgliedsstaats vom Rat auf vier Jahre ernannt. Durch weitere Beitritte kann die Anzahl der Mitglieder auf höchstenst 350 steigen.
 
Der Wirtschafts- und Sozialausschuss
Der Wirtschafts- und Sozialausschuss  
 
Der Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) wurde 1957 eingerichtet und ist eine beratende Institution der Europäischen Union, die den zentralen EU-Organen (Europäische Kommission, Rat, Europäisches Parlament) mit ihrem Sachverstand zur Seite steht. Zu diesem Zweck erarbeitet der Ausschuss Stellungnahmen zu EU-Legislativvorschlägen und behandelt in Initiativ­stellungnahmen weitere Themen, die seiner Meinung nach aufgegriffen werden sollten .
 
Er setzt sich aus 344 Mitgliedern zusammen, die u.a. Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Landwirte, kleine und mittlere Unternehmen, Handel und Handwerk, Genossenschaften und Vereinigungen auf Gegenseitigkeit, freie Berufe, Verbraucher, Umweltschützer, Familien, Vereine und Nichtregierungsorganisationen (NGO) mit sozialer Ausrichtung vertreten. Aus Deutschland kommen 24 Mitglieder.
 
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Weitere Institutionen der EU

Die Europäische Investitionsbank
Die Europäische Investitionsbank
 
Die Europäische Investitionsbank (EIB) mit Sitz in Luxemburg ist die Finanzierungsbank der EU. Ihr Eigenkapital wird von den Mitgliedsstaaten der EU gestellt. Die Bank gewährt Darlehen und Bürgschaften zum Beispiel für Investitionen, die weniger entwickelte Gebiete im Binnenmarkt erschließen und neue Arbeitsplätze durch Modernisierung oder Anpassung von Unternehmen schaffen, aber auch zur Finanzierung transeuropäischer Netze oder von Anpassungsmaßnahmen in Beitrittsländern.  
 
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Statistisches Amt der Europäischen Gemeinschaften
Statistisches Amt der Europäischen Gemeinschaften
 
Lassen sich in Deutschland mehr Paare scheiden als in anderen europäischen Staaten? Wie viele Verkehrstote gab es im letzten Jahr in Portugal? Und in welchem Land rauchen die Leute am wenigsten? Wer Antworten auf diese und andere Fragen zum Leben in der Europäischen Union sucht, ist bei Eurostat an der richtigen Adresse. Das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften fasst Daten aus den Statistischen Landesämtern der EU-Mitglieder zusammen und bereinigt sie, wo nötig. Auch Daten von Partnerländern der EU sind hier kostenlos erhältlich.
 
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EUR-Lex: Zugang zum EU-Recht
EUR-Lex: Zugang zum EU-Recht 
 
EUR-Lex bietet einen unmittelbaren und kostenlosen Zugang zu den Rechtsvorschriften der Europäischen Union. Über das System können das Amtsblatt der Europäischen Union sowie insbesondere die Verträge, die Rechtsetzungsakte, die Rechtsprechung und die vorbereitenden Rechtsakte konsultiert werden. Die Suchfunktionen sind vielfältig
 
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Der Europäische Bürgerbeauftragte
Der Europäische Bürgerbeauftragte    
 
Der Europäische Bürgerbeauftragte untersucht Beschwerden über Missstände in den Organen und Einrichtungen der Europäischen Union.
Wenn Sie ein Bürger eines Mitgliedstaats der Europäischen Union sind oder Ihren Wohnsitz in einem dieser Länder haben, können Sie eine Beschwerde beim Europäischen Bürgerbeauftragten einreichen. Auch Unternehmen, Vereinigungen oder sonstige Einrichtungen, die ihren Sitz in der Europäischen Union haben, können eine Beschwerde beim Bürgerbeauftragten einreichen. Lediglich der Europäische Gerichtshof und das Gericht erster Instanz in deren Rechtsprechungstätigkeit fallen nicht in sein Mandat. Der Bürgerbeauftragte führt gewöhnlich Untersuchungen auf der Basis von Beschwerden durch, kann sie allerdings auch aus eigener Initiative einleiten. Er übt sein Amt in völliger Unabhängigkeit aus und darf von keiner Stelle Anweisungen anfordern oder entgegennehmen.
 
 
Der Europäische Datenschutzbeauftragte
Der Europäische Datenschutzbeauftragte
 
Der Datenschutzbeauftragte hat dafür zu sorgen, dass die Organe und Einrichtungen der  Gemeinschaft bei der Verarbeitung personenbezogener Daten den Schutz der Privatsphäre gewährleisten. Maßgeblich ist dabei nicht zuletzt das Grundrecht auf den Schutz personenbezogener Daten, wie es in der Grundrechtecharta der Europäischen Union verankert ist.
 
Der Datenschutzbeauftragte und der stellvertretende Datenschutzbeauftragte werden vom Europäischen Parlament und vom Rat der Europäischen Union für fünf Jahre mit der Option auf Verlängerung ernannt. Der Datenschutzbeauftragte ist bei seiner Tätigkeit völlig unabhängig und darf keinerlei Weisungen einholen oder entgegennehmen.
Deutsches Informationsbüro des Europäischen Parlaments
Deutsches Informationsbüro des Europäischen Parlaments
 
Das Europäische Parlament unterhält in allen Mitgliedsstaaten der EU Informationsbüros. Die Informationsbüros sind das Bindeglied zwischen dem Europäischen Parlament und den Bürgerinnen und Bürgern. In jeder Hauptstadt finden Sie ein solches Büro, das als Anlaufstelle und Informationszentrum für das jeweilige Land arbeitet. Daneben gibt es in den großen Mitgliedsstaaten (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien) noch je ein Regionalbüro.
 
In Deutschland finden Sie die Informationsbüros in Berlin und München.
 
Zur Webseite des deutschen Informationsbüros des Europäischen Parlaments