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Offentliches Interessenbekundungsverfahren

Schöffenhaus

Schöffenhaus- Ansicht vom Florinsmarkt
Schöffenhaus- Ansicht vom Florinsmarkt
Die Stadt Koblenz als Eigentümer der Liegenschaft „Schöffenhaus“ beabsichtigt, dieses zu veräußern und es einer dem Gebäude angemessenen nachhaltigen Nutzung zu zu führen. Die nachfolgenden Ausführungen sind Grundinformationen zum Objekt.
 
GRUNDSTÜCKSLAGE UND ERSCHLIESSUNG
Das Objekt liegt in der Koblenzer Altstadt an der nördlichen Seite des Florinsmarktes. Die Nordseite des Objektes, mit Blick auf die Mosel, grenzt unmittelbar an die Moseluferstraße.

Koblenz, eine Stadt mit über 100.000 Einwohnern, zählt zu den ältesten Städten Deutschlands und liegt am „Deutschen Eck“, der Mündung der Mosel in den Rhein.
Im Westen der Stadt führt die A 61 Ludwigshafen-Mönchengladbach vorbei, im Norden die A 48, welche die A 1 Saarbrücken-Köln mit der A 3 Frankfurt-Köln verbindet. Weiterhin führen die Bundesstraßen 9, 42, 49, 416, 258 und 327 durch das Stadtgebiet.
Die Zuwegung zum Grundstück erfolgt über den Florinsmarkt und über das Peter-Altmeier-Ufer. Das Grundstück selbst ist ortsüblich erschlossen.
 
HISTORISCHER EXKURS
Erzbischof Richard von Greiffenclau erbaute in den Jahren 1528-1530 neben dem damaligen Kaufhaus das Koblenzer Schöffenhaus. 1688 wurde das Gebäude zerstört und um 1724 wieder neu aufgebaut. Nach wechselnder Nutzung ging das Gebäude 1897 in den Besitz der Stadt über. Die Schäden des 2. Weltkrieges wurden bei dem Umbau für die Räumlichkeiten des Mittelrheinmuseums zwischen 1962-1965 beseitigt.
 
GEBÄUDEBESCHREIBUNG UND NUTZUNG
Das Schöffenhaus wurde ab 1528 im spätgotischen Stil erbaut. An den Ecken der zweiachsigen Fronten befinden sich vier achteckige, zweistöckige Ecktürmchen mit Glockendächern. In der Südwestecke zum Florinsmarkt gelegen befindet sich ein breiterer Turm, welcher den Treppenturm umschließt. Der moselseitig gelegene Rechteckerker wurde nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg rekonstruiert. In den mittleren Feldern des Erkers befinden sich das Wappen des Trierer Kurfürsten Richard von Greiffenklau zu Vollrads und die Schöffenrose, im oberen Bereich steht die Jahreszahl 1530. Die Fenster des Obergeschosses sind Kreuzstockfenster mit Basaltrahmen und Bleiverglasung.
Im tonnengewölbten Keller sind Reste der ehemaligen Zufahrt und der Holzpforte erhalten geblieben. Da das Gebäude 1944 bis auf die Mauern zerstört wurde,wurde im Zuge des Wiederaufbaus auch das Sterngewölbe des Erdgeschosses im Stil der Spätgotik nachgebildet. Die Räume darüber haben,entsprechend der musealen Nutzung, modernen Zuschnitt.
 
BRI ca. 1900m³
 
Schöffenhaus- Ansicht Moselseite
Schöffenhaus- Ansicht Moselseite
UMGEBUNG
Das alte Schöffenhaus liegt am Florinsmarkt in Mitten der Altstadt von Koblenz. Nebenan befindet sich das „Kauf- und Danzhaus“. Dieses wurde 1419 im gotischen Stil erbaut und im 17./18. Jahrhundert umgebaut. Dabei erhielt es barocke Elemente. Kaufleute, deren Schiffe am Moselufer lagen, boten hier im Keller ihre Waren an.
Weiterhin befindet sich in der unmittelbaren Nachbarschaft der Bürresheimer Hof. Dieser wurde 1659/60 nach Plänen des Kapuzinerpaters Bonitius aus Linz für den kurtrierischen Amtmann Lothar Ferdinand von der Leyen-Nickenich erbaut. Heute sind dort die Jugendbücherei und Teile des Mittelrhein Museums untergebracht.
Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich die um 1100 errichtete Florinskirche. Die Nordseite des Geländes grenzt an das Peter-Altmeier-Ufer. Die zentrale Lage bietet idealen Zugang zur Koblenzer Alt- und Innenstadt sowie zu den Moselanlagen.
 
TECHNIK
Das Gebäude besitzt keine eigene Wärmeversorgung und keine Lüftungsanlagen. Das Trinkwassernetz besteht aus verzinktem Stahlrohr.
Abwasserleitungen -je nach Einbauzeitraum- aus Blei- oder Kunststoffrohr. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Elektroinstallation nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht.


Schöffenhaus-Innenansicht Erdgeschoss
Schöffenhaus-Innenansicht Erdgeschoss
Schöffenhaus-der Erker
Schöffenhaus-der Erker