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Wirtschaftsförderung

Neue Zentrale für Koblenzer Steuerungsspezialisten

KSV hat Kapazitäten erheblich erweitert und Gebäude im Industriegebiet an der A 61 eröffnet - Minister lobt Mittelständler
 
Die KSV - Koblenzer Steuerungs- und Verteilungsbau hat in diesen Tagen gleich doppelten Grund zum Feiern: Zum einen besteht das Unternehmen seit genau 30 Jahren, zum anderen wurde der neue Firmensitz im Industriegebiet an der A 61 pünktlich fertig. Das alte Gebäude in der Ernst-Sachs-Straße reichte für den Bedarf der expandierenden und international agierenden Firma schon lange nicht mehr aus.
 
Der Umzug an den neuen Standort sei eine Investition für die nächste Generation, so Jochen Kortmann, der seit 19 Jahren als Geschäftsführer verantwortlich zeichnet. In dieser Zeit hat sich in dem Unternehmen eine Menge getan: Die Koblenzer sind sogar im technologieorientierten Asien gefragt. Gelten sie doch als führende Spezialisten für die Gebäudetechnik, das Energiemanagement und die Industrieautomation. Einsatzgebiete für die Soft- und Hardware aus Koblenz sind zum Beispiel Banken, Krankenhäuser und Produktionsanlagen.
 
Seit einiger Zeit ist KSV in der Lage, für den gesamten elektrotechnischen Bereich als Generalübernehmer aufzutreten. Als eine der Hauptstärken des Unternehmens hob der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering die Tatsache hervor, dass sich KSV nie auf eine bestimmte Branche fokussiert habe und dadurch breit aufgestellt sei. Sowohl der Minister als auch die KSV-Spitze mit Jochen Kortmann und Thomas Frink erinnerten bei der Eröffnungszeremonie an die Kooperation des Unternehmens mit der Fachhochschule Koblenz, die reiche Früchte trägt. Gut 25 Diplomarbeiten sind im Rahmen der Zusammenarbeit von FH und KSV entstanden. Außerdem beteiligt sich das Unternehmen an den neuen Dualen Studiengängen, in denen die Studenten nicht nur einen Studienabschluss, sondern auch eine Berufsausbildung erwerben. Und so mancher, der als Werksstudent oder als Praktikant bei der KSV angefangen hat, empfahl sich später als Kandidat für das hoch qualifizierte Mitarbeiterteam, das inzwischen auf 100 Spezialisten gewachsen ist.
 
Aus dem kleinen fünfköpfigen Handwerksbetrieb, der 1979 aus der Firma Elektro-Thomas ausgegliedert wurde, ist ein solider Mittelständler geworden, der 1997 von den beiden Geschäftsführern Frink und Kortmann übernommen wurde und erfolgreich weitergeführt wird. Die Zeichen stehen auch im Krisenjahr auf moderates Wachstum - weitere Einstellungen sind nicht ausgeschlossen, wobei die Geschäftsführung betont, dass man darüber hinaus besonderen Wert auf die Weiterqualifizierung des Mitarbeiterstamms legt. In jedem Jahr wird ein hoher sechsstelliger Betrag für die Aus- und Weiterbildung ausgegeben.
 
Und auch die Abmessungen des neuen Firmenareals mit stolzen 10 000 Quadratmetern lassen vermuten, dass man sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen will - lässt das Gelände doch Erweiterungen zu. Doch zunächst will die Firma mit 1300 Quadratmetern Bürofläche und 1700 Quadratmetern Fertigungsfläche auskommen.
 
(Rhein-Zeitung, 25.03.09)