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Beschränkungen - Öffnungen

Geschäfte - geschlossen und offen


Aktuell geltende Regelungen:


Maßnahmen bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 (gilt ab 12.05.2021)


Unterschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 100 an fünf aufeinander folgenden Werktagen, dann treten an dem übernächsten Tag die Maßnahmen der "Bundesnotbremse"* außer Kraft. Sonn- und Feiertage unterbrechen hierbei nicht die Zählung der maßgeblichen Tage.

*Erklärung "Bundesnotbremse":

Bundestag und Bundesrat haben Ergänzungen des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Festgelegt wurde damit: Überschreitet ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen eine Inzidenz von 100 (es gelten die vom RKI veröffentlichten Inzidenzen), gelten dort ab dem übernächsten Tag zusätzliche bundeseinheitlich festgeschriebene Maßnahmen. Diese sind in § 28b des Infektionsschutzgesetzes geregelt. Die meisten dieser Maßnahmen sind vielen Bürgerinnen und Bürgern bereits bekannt, da sie auch bisher bereits von Bund und Ländern zur Bekämpfung der Corona-Pandemie angewendet wurden.


Die Stadt Koblenz unterschreitet die Inzidenz von 100 seit fünf aufeinanderfolgenden Werktagen, daher gelten ab dem 12.05.2021 nachfolgende Regelungen für das Stadtgebiet Koblenz:


  • Info: Erleichterungen für Geimpfte und Genesene 

    Bundesregierung https://www.bundesregierung.de/breg-de:

    Menschen, die gegen Covid-19 geimpft oder von einer nachgewiesenen Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus genesen sind, sollen bestimmte Erleichterungen erhalten. Bundestag und Bundesrat haben der Verordnung zu Erleichterungen und Ausnahmen im Infektionsschutzgesetz zugestimmt. Die neuen Regelungen gelten seit Sonntag, 9. Mai 2021:

    Insbesondere sieht die Verordnung vor:

    • Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen gelten nicht mehr für Geimpfte und Genesene. Damit werden zum Beispiel bei privaten Zusammenkünften geimpfte und genesene Personen nicht mehr mitgezählt. Auch nächtliche Ausgangsbeschränkungen nach dem Infektionsschutzgesetz entfällt für diese Personengruppen.
    • Bei bestimmten Ausnahmen von den Corona-Schutzmaßnahmen, bei denen ein negativer Test Voraussetzung ist, sollen Geimpfte und Genesene mit negativ Getesteten gleichgestellt werden. Damit müssen sie kein aktuelles negatives Testergebnis vorweisen, um zum Beispiel beim Friseur, in Geschäften oder im Zoo.
    • Die Beschränkungen, dass kontaktloser Individualsport nur allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts möglich ist, sind für Geimpfte und Genesene aufgehoben.
    • Auch Quarantäne-Pflichten gelten nicht für Geimpfte und Genesene – zum Beispiel bei Einreisen aus dem Ausland. Dies gilt allerdings nicht für Reisen aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten. 
    • AHA gilt nach wie vor. Geimpfte, genesene und getestete Personen müssen weiterhin eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und Abstandsgebote einhalten. Hier gibt es keine Erleichterungen.


    Welche Nachweise müssen Geimpfte und Genesene vorlegen?

    • Geimpfte müssen einen Nachweis für einen vollständigen Impfschutz vorlegen – zum Beispiel den gelben Impfpass. Je nach Impfstoff bedarf es ein oder zwei Impfungen für einen vollständigen Schutz. Seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung müssen mindestens 14 Tage vergangen sein. Zusätzlich darf man keine Symptome einer möglichen Covid-19-Infektion aufweisen.
    • Genesene benötigen den Nachweis für einen positiven PCR-Test (oder einen anderen Nukleinsäurenachweis), der mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate zurückliegt. Auch hier gilt zusätzlich, dass die Freiheiten nur für Menschen ohne Covid-19-typische Krankheits-Symptome gelten.
  • 11.05.2021 - Info: 11.05.2021: Land informiert über Perspektivplan Rheinland-Pfalz und Bündnis für sicheres Öffnen

    Die Landesregierung hat heute über die Öffnungsstrategie mit dem bereits erprobten „Bündnis für sicheres Öffnen“ abgesichert durch Testen, Hygieneauflagen und Kontrollen, sowie den Perspektivplan Rheinland-Pfalz mit drei vorsichtigen Schritten, informiert.

    Christi Himmelfahrt: Stufe 1 für Handel, kontaktarmen Urlaub und mehr Sport

    In Kreisen und kreisfreien Städten, die fünf Tage in Folge eine Inzidenz von unter 100 aufweisen und in denen die Bundesnotbremse nicht greift, kann der gesamte Handel von Mittwoch, 12. Mai an wieder öffnen. Es gelten die gleichen Bedingungen wie aktuell in Lebensmittelgeschäften. Zudem wird kontaktarmer Urlaub möglich. Übernachtungen in Ferienwohnungen und in Wohnmobilen und Wohnwagen mit eigenen sanitären Anlagen sind dann wieder erlaubt.  Übernachtungen in Hotels sind auch „kontaktarm“ möglich, wenn zum Beispiel Frühstück auf dem Zimmer und ein eigenes Bad angeboten wird. Für den Aufenthalt ist eine Testung bei Anreise und danach alle 48 Stunden notwendig. Auch im Sport ist die kontaktfreie Sportausübung wieder möglich, das gilt auch für Bereiche des Fußballtrainings, bei dem Abstand gehalten werden kann. Hallensport ist im Rahmen der Kontaktbeschränkung möglich, wenn Abstand eingehalten und die Personenbegrenzung von einer Person auf 40qm nicht überschritten wird. Außerdem ist für maximal 20 Kinder Sport auch ohne Abstand möglich.

    Pfingsten: Stufe 2 für Hotelübernachtungen und Kultur

    Rechtzeitig zu Pfingsten sind ab dem 21. Mai auch kulturelle Veranstaltungen und Zuschauer beim Sport jeweils im Freien mit Test erlaubt. Hier liegt die Obergrenze bei 100 Personen, die feste Sitzplätze haben müssen. Bei den Sitzplätzen müssen die Abstandsregeln eingehalten werden. Gruppensport kann außen auch wieder mit maximal fünf Personen aus maximal fünf Haushalten mit Abstand auch unter Anleitung eines Trainers betrieben werden. Bei einer Inzidenz von unter 50 sind Innengastronomie und Kultur innen wieder möglich mit Abstand, Test und Maske.

    Fronleichnam: Stufe 3 für Freibäder, Kultur und Gastro Innen

    Die dritte Stufe des Perspektivplans sieht zu Fronleichnam ab dem 2. Juni die Öffnung der Hotels insgesamt mit Test und von Freibädern vor. Auch Innengastronomie und kulturelle Angebote im Innenbereich wie Theater, Opernhäuser, Kinos und Museen sind mit negativem Testergebnis wieder überall dort geöffnet, wo die Bundesnotbremse nicht greift. Außerdem können Hotels dann auch wieder gastronomische Angebote vorsehen. Ganz wichtig für die jungen Menschen: Auch Jugendfreizeiten mit Übernachtung können wieder durchgeführt werden. Für Sportvereine und Fitnesscenter ist Sporttraining innen und außen für eine Person je 20 Quadratmeter wieder möglich. Erwachsenengruppen können auch innen mit fünf Personen auf Abstand Sport treiben. Bei einer Inzidenz unter 50 ist Gruppensport draußen auch mit maximal 20 Erwachsenen auf Abstand möglich.

    Modellprojekte für Breitensport, Laienmusik, Theater und Veranstaltungen

    Das Konzept der Modellkommunen hat sich durch die o.a. Öffnungsstufen erübrigt. Das Land arbeitet nun an Modellprojekten mit wissenschaftlicher Begleitung im Bereich Breitensport in Trier, Laienmusik und Chorgesang in Abstimmung mit den Kommunalen Spitzenverbänden, Theaterbetrieb in Mainz oder Veranstaltungen mit Zuschauern im Freien am Nürburgring. Details werden in den kommenden Tagen mit den örtlichen Landkreisen und kreisfreien Städten besprochen.

    Die Öffnungsstufen gelten nur in Landkreisen und Städten mit einer 7-Tagesinzidenz unter 100. Wo diese Zahl überschritten wird, greift die Bundesnotbremse.

Kontaktbeschränkung

Kontaktbeschränkungen für private Treffen in eigener Wohnung/eigenen Räumlichkeiten: Es sollen sich nur Personen eines Haustandes mit denen eines weiteren Hausstandes treffen, aber maximal fünf Personen. Kinder bis 14 Jahre zählen nicht mit.

Kontaktbeschränkungen für private Treffen im öffentlichen Raum: Es dürfen sich nur Personen eines Haustandes mit denen eines weiteren Hausstandes treffen, aber maximal fünf Personen. Kinder bis 14 Jahre zählen nicht mit.


Öffnungen von Geschäften

Geöffnet sind der Lebensmittelhandel einschließlich der Direktvermarktung, Getränkemärkte, Drogerien, Babyfachmärkte, Verkaufsstände auf Wochenmärkten, Apotheken, Sanitätshäuser, Reformhäuser, Tankstellen, Banken, Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Optiker, Hörakustiker, Zeitungs-/Zeitschriftenverkauf, Buchhandlungen, Baumärkte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, Großhandel, Blumenfachgeschäfte und Gartenmärkte.

In allen Fällen bleiben natürlich die Beachtung entsprechender Hygienekonzepte und die Maskenpflicht Voraussetzung.

Bei allen weiteren Geschäften ist es möglich, mit Termin einzukaufen (die Testpflicht wie bei einer Inzidenz über 100 entfällt).

Abhol-, Liefer- und Bringdienste gewerblicher Einrichtungen sind nach vorheriger Bestellung zulässig.


Körpernahe Dienstleistungen

Zulässig ist die Erbringung körpernaher Dienstleistungen aus medizinischen und hygienischen Gründen, wie insbesondere solche von Optikerinnen und Optikern, Hörakustikerinnen und Hörakustikern, Friseurinnen und Friseuren, bei der Fußpflege, bei der Podologie, Logopädie, Physio- und Ergotherapie, beim Rehabilitationssport und Funktionstraining im Sinne des SGB IX oder Ähnliches.

Zulässig sind zudem Dienstleistungen im Bereich der Körperpflege zulässig, wie beispielsweise in Nagelstudios, Kosmetiksalons, Massagesalons,
Tattoostudios, Piercingstudios und ähnlichen Einrichtungen.

Es gilt Maskenpflicht.


Freizeiteinrichtungen

Zoologische Gärten, Tierparks, botanische Gärten und ähnliche Einrichtungen sind für den Publikumsverkehr geöffnet. Zur Steuerung des Zutritts gilt eine Vorausbuchungspflicht.

Auf Spielplätzen ist möglichst das Abstandsgebot zu beachten. Für anwesende Erwachsene gilt die Maskenpflicht.

Die Öffnung von Freizeiteinrichtungen wie insbesondere Freizeitparks, Indoorspielplätzen, von Einrichtungen wie Badeanstalten, Spaßbädern, Hotelschwimmbädern, Thermen und Wellnesszentren sowie Saunen, von Einrichtungen wie insbesondere Diskotheken, Clubs, Spielhallen, Spielbanken, Wettvermittlungsstellen, Prostitutionsstätten und Bordellbetrieben, touristischen Bahn- und Busverkehren und Flusskreuzfahrten, ist untersagt.


Sport

Berufssportler sowie Leistungssportler der Bundes- und Landeskader können weiterhin trainieren und auch Wettkämpfe austragen - wie gehabt ohne Zuschauer und unter Beachtung von Schutz- und Hygienekonzepten.

Für alle anderen gilt: Sport ja, aber maximal mit Mitgliedern des eigenen Hausstandes und eines weiteren Hausstandes - nicht mehr als fünf Personen (Kinder bis 14 Jahre zählen nicht mit).

Auch möglich: Kontaktloses Training im Freien und auf allen öffentlichen und privaten Sportanlagen im Freien, wenn das Training angeleitet wird und in Gruppen von bis zu 20 Kindern bis einschließlich 14 Jahre zuzüglich einer Trainerin oder eines Trainers erfolgt.

Die Öffnung von Fitnessstudios, Tanzschulen und ähnlichen Einrichtungen ist unter bestimmten Voraussetzungen zulässig (z.B. Abstandsregeln, Kontaktregeln).


Gastronomie und Hotellerie

Gastronomie und Hotellerie sind geschlossen.
Auslieferung von Speisen und Getränken sowie deren Abverkauf zum Mitnehmen sind möglich. Erworbene Speisen und Getränke zum Mitnehmen dürfen nicht am Ort des Erwerbs oder in seiner näheren Umgebung verzehrt werden.

Kultureinrichtungen

Kinos (mit Ausnahme von Autokinos), Theater, Konzerthäuser, Kleinkunstbühnen und ähnliche Einrichtungen, Zirkusse und ähnliche Einrichtungen
sind geschlossen.

Der Probenbetrieb der Breiten- und Laienkultur ist unter Wahrung der Kontaktbeschränkung zulässig. In geschlossenen Räumen gilt die Testpflicht.

Im Musikbereich gilt das Hygienekonzept Musik.

Auftritte der Breiten- und Laienkultur sind untersagt.


Ausgangsbeschränkungen

Ausgangsbeschränkungen sind aufgehoben.


Schulen

Es gilt eine Testpflicht für alle Schülerinnen und Schüler (2 Tests in der Woche).

Es findet Wechselunterricht statt.

In allen Klassen- und Jahrgangsstufen, die in diesem und dem kommenden Jahr ihren Abschluss machen, haben die Schulen die Möglichkeit, in kleinen Gruppen Präsenzunterricht durchzuführen. Dies sind – je nach Schulart – vor allem die 9., 10., 11. und 12. Klassen.


Bus, Bahn, Taxi

Bei der Beförderung von Personen mit Bussen, Bahnen, Taxen und bei der Schülerbeförderung besteht für Fahrgäste während der Beförderung wie auch an Bushaltestellen, auf Bahnsteigen und in Bahnhöfen die Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar).


Homeoffice

Die Verpflichtung, Homeoffice anzubieten, wenn dies betrieblich möglich ist, ist bereits jetzt schon Bestandteil der Corona-Arbeitsschutzverordnung. Mit der Aufnahme in das Infektionsschutzgesetz wird die Homeoffice-Pflicht verstärkt. Beschäftigte haben jetzt auch die Pflicht, Homeoffice-Angebote wahrzunehmen, wenn es privat möglich ist.


Es gelten in der Stadt Koblenz weiterhin folgende Regelungen:

  • Begegnungen im öffentlichen Raum: Es ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten.
  • Konsum von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raum: Ist untersagt.
  • Arbeiten in Präsenz: Für Arbeitsbereiche auf engem Raum muss die Belegung von Räumen reduziert werden.
  • Arbeiten ohne ausreichende Abstände: Arbeitgeber muss medizinische Masken zur Verfügung stellen.
  • Medizinische Masken (OP-Masken oder virenfilternde Masken wie KN95- oder FFP2-Masken): Sind Pflicht in Gottesdiensten und in gewerblichen Einrichtungen wie z.B. dem Einzelhandel. In öffentlichen Verkehrsmitteln muss eine FFP2-Maske oder vergleichbar getragen werden.
  • Kindertagesstätten: Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen
  • Alten- und Pflegeheime, sowie mobile Pflegedienste: Besondere Schutzmaßnahmen sind getroffen.
  • Rückreisende aus Risikogebieten: Es gelten spezielle Regeln. Diese sind hier auf den Seiten des Landes Rheinland-Pfalz zu finden: corona.rlp.de/de/themen/uebersicht-quarantaene-und-einreise
  • Eltern: Haben im Jahr 2021 einen zusätzlichen Anspruch auf Kinderkrankengeld. Pro Elternteil werden 10 zusätzliche Tage gewährt, für Alleinerziehende sind das bis zu 20 zusätzliche Tage. Der Anspruch gilt auch für die Fälle, in denen eine Betreuung des Kindes zu Hause erforderlich wird, weil z.B. die Schule oder der Kindergarten bzw. die Klasse oder Gruppe pandemiebedingt geschlossen ist oder die Präsenzpflicht im Unterricht ausgesetzt wurde. Info: www.bundesregierung.de


Regelungen Bund:

Infektionsschutzgesetz

Regelungen Land Rheinland-Pfalz:

corona.rlp.de

Bundeseinheitliche Maßnahmen bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 (gilt bis 11.05.2021)


Bundestag und Bundesrat haben Ergänzungen des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Festgelegt wurde damit: Überschreitet ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen eine Inzidenz von 100 (es gelten die vom RKI veröffentlichten Inzidenzen), gelten dort ab dem übernächsten Tag zusätzliche bundeseinheitlich festgeschriebene Maßnahmen - die sogenannte "Bundesnotbremse". Diese ist in § 28b des Infektionsschutzgesetzes geregelt.

Ende der "Bundesnotbremse": Unterschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Sieben-Tage-Inzidenz ab dem Tag nach dem Eintreten der "Bundesnotbremse" an fünf aufeinander folgenden Werktagen den Schwellenwert von 100, so treten diese Maßnahmen am übernächsten Tag außer Kraft. Sonn- und Feiertage unterbrechen die Zählung der maßgeblichen Tage nicht.

+++ In der vergangenen Woche lag der vom Robert Koch-Institut (RKI) ausgewiesene Inzidenzwert für die Stadt Koblenz an vier aufeinanderfolgenden Werktagen jeweils unter 100. Laut Infektionsschutzgesetz ist die Voraussetzung für weitere Lockerungen bzw. Öffnungsschritte, dass der Inzidenzwert des RKI an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen jeweils unter 100 liegen muss. Am heutigen Montag, 10. Mai 2021, weist das Robert Koch-Institut (RKI) für die Stadt Koblenz allerdings eine Sieben-Tage-Inzidenz von 101,7 aus. Somit kommt es ab Mittwoch zunächst zu keinen weiteren Lockerungen in der Stadt Koblenz. Aufgrund der geringfügigen Überschreitung der Sieben-Tage-Inzidenz erfolgt aktuell eine erneute Validierung der Werte, deren Ergebnis am morgigen Tag vorliegen soll. +++


Die Stadt Koblenz hatte die Inzidenz von 100 über einen entsprechenden Zeitraum überschritten, daher gelten aktuell nachfolgende Regelungen ("Bundesnotbremse") für das Stadtgebiet Koblenz:


  • +++ Erleichterungen für Geimpfte und Genesene - Regelungen gelten ab 9. Mai +++

    Bundesregierung https://www.bundesregierung.de/breg-de:

    Menschen, die gegen Covid-19 geimpft oder von einer nachgewiesenen Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus genesen sind, sollen bestimmte Erleichterungen erhalten. Bundestag und Bundesrat haben der Verordnung zu Erleichterungen und Ausnahmen im Infektionsschutzgesetz zugestimmt. Die neuen Regelungen gelten ab Sonntag, 9. Mai 2021:

    Insbesondere sieht die Verordnung vor:

    • Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen gelten nicht mehr für Geimpfte und Genesene. Damit werden zum Beispiel bei privaten Zusammenkünften geimpfte und genesene Personen nicht mehr mitgezählt. Auch nächtliche Ausgangsbeschränkungen nach dem Infektionsschutzgesetz entfällt für diese Personengruppen.
    • Bei bestimmten Ausnahmen von den Corona-Schutzmaßnahmen, bei denen ein negativer Test Voraussetzung ist, sollen Geimpfte und Genesene mit negativ Getesteten gleichgestellt werden. Damit müssen sie kein aktuelles negatives Testergebnis vorweisen, um zum Beispiel beim Friseur, in Geschäften oder im Zoo.
    • Die Beschränkungen, dass kontaktloser Individualsport nur allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts möglich ist, sind für Geimpfte und Genesene aufgehoben.
    • Auch Quarantäne-Pflichten gelten nicht für Geimpfte und Genesene – zum Beispiel bei Einreisen aus dem Ausland. Dies gilt allerdings nicht für Reisen aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten. 
    • AHA gilt nach wie vor. Geimpfte, genesene und getestete Personen müssen weiterhin eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und Abstandsgebote einhalten. Hier gibt es keine Erleichterungen.


    Welche Nachweise müssen Geimpfte und Genesene vorlegen?

    • Geimpfte müssen einen Nachweis für einen vollständigen Impfschutz vorlegen – zum Beispiel den gelben Impfpass. Je nach Impfstoff bedarf es ein oder zwei Impfungen für einen vollständigen Schutz. Seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung müssen mindestens 14 Tage vergangen sein. Zusätzlich darf man keine Symptome einer möglichen Covid-19-Infektion aufweisen.
    • Genesene benötigen den Nachweis für einen positiven PCR-Test (oder einen anderen Nukleinsäurenachweis), der mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate zurückliegt. Auch hier gilt zusätzlich, dass die Freiheiten nur für Menschen ohne Covid-19-typische Krankheits-Symptome gelten.


Kontaktbeschränkung

Kontaktbeschränkungen für private Treffen drinnen und draußen: Die Reduzierung von privaten wie beruflichen Kontakten ist das wirksamste Mittel, um die Zahl der Neuinfektionen zu bremsen. Trotzdem soll keiner einsam bleiben. Daher sind Treffen eines Haustandes mit einer weiteren Person auch bei einer Inzidenz über 100 weiterhin möglich - Treffen mit mehr Menschen dagegen nicht. Kinder bis 14. Jahre zählen nicht mit.


Öffnungen von Geschäften

Auch bei einer hohen Inzidenz wird die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln, Verbrauchsgütern des täglichen Bedarfs und existentiellen Dienstleistungen verlässlich sichergestellt.
Geöffnet bleiben der Lebensmittelhandel einschließlich der Direktvermarktung, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, Gartenmärkte und der Großhandel.
In allen Fällen bleiben natürlich die Beachtung entsprechender Hygienekonzepte und die Maskenpflicht Voraussetzung.

Bei einer Inzidenz unter 150 wird es zudem bei allen weiteren Geschäften möglich sein, mit Termin und mit einem höchstens 24 Stunden alten negativen Testergebnis (Teststellen) einzukaufen. Der negative Test kann durch den Nachweis eines vollständigen Impfschutzes (ab dem 15. Tag nach der Zweitimpfung) ersetzt werden.
Im Dienstleistungsbereich bleibt alles, was nicht ausdrücklich untersagt wird, offen, also beispielsweise Fahrrad- und Autowerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen und ähnliches.


Körpernahe Dienstleistungen

Körpernahe Dienstleistungen sollen nur zu medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken in Anspruch genommen werden.
Ausnahme: der Friseurbesuch und medizinische Fußpflege, allerdings nur, wenn die Kundinnen und Kunden einen höchstens 24 Stunden alten negativen Corona-Test (Teststellen) vorlegen können – und natürlich nur mit FFP2-Maske. Der negative Test kann durch den Nachweis eines vollständigen Impfschutzes (ab dem 15. Tag nach der Zweitimpfung) ersetzt werden (Maskenpflicht besteht trotzdem).

Andere körpernahe Dienstleistungen sollen nicht mehr möglich sein.


Freizeiteinrichtungen

Die Öffnung von Freizeiteinrichtungen wie insbesondere Freizeitparks, Indoorspielplätzen, von Einrichtungen wie Badeanstalten, Spaßbädern, Hotelschwimmbädern, Thermen und Wellnesszentren sowie Saunen, Solarien und Fitnessstudios, von Einrichtungen wie insbesondere Diskotheken, Clubs, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen, Prostitutionsstätten und Bordellbetrieben, gewerblichen Freizeitaktivitäten, Stadt-, Gäste- und Naturführungen aller Art, Seilbahnen, Fluss- und Seenschifffahrt im Ausflugsverkehr, touristischen Bahn- und Busverkehren und Flusskreuzfahrten, ist untersagt.
Ausnahmen: Außenbereiche von zoologischen und botanischen Gärten. Sie können mit einem höchstens 24 Stunden alten negativen Test (Teststellen) besucht werden. Der negative Test kann durch den Nachweis eines vollständigen Impfschutzes (ab dem 15. Tag nach der Zweitimpfung) ersetzt werden.


Sport

Berufssportler sowie Leistungssportler der Bundes- und Landeskader können weiterhin trainieren und auch Wettkämpfe austragen - wie gehabt ohne Zuschauer und unter Beachtung von Schutz- und Hygienekonzepten. Für alle anderen gilt: Sport ja, aber alleine, zu zweit oder nur mit Mitgliedern des eigenen Hausstandes.

Ausnahme: Kinder bis 14 Jahre können draußen in einer Gruppe mit bis zu fünf anderen Kindern kontaktfrei Sport machen. Der Trainer oder Übungsleiter muss über einen höchstens 24 Stunden alten negativen Test verfügen. Der negative Test kann durch den Nachweis eines vollständigen Impfschutzes (ab dem 15. Tag nach der Zweitimpfung) ersetzt werden.


Gastronomie und Hotellerie

Gastronomie und Hotellerie sind bei einer Inzidenz über 100 geschlossen.
Auslieferung von Speisen und Getränken sowie deren Abverkauf zum Mitnehmen sind möglich. Erworbene Speisen und Getränke zum Mitnehmen dürfen nicht am Ort des Erwerbs oder in seiner näheren Umgebung verzehrt werden. Der Abverkauf zum Mitnehmen ist zwischen 22 Uhr und 5 Uhr untersagt; die Auslieferung von Speisen und Getränken bleibt zulässig;

Kultureinrichtungen

Die Öffnung von Einrichtungen wie Theatern, Opern, Konzerthäusern, Bühnen, Musikclubs, Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, aber auch Bibliotheken, sowie entsprechende Veranstaltungen sind untersagt; dies gilt auch für Kinos mit Ausnahme von Autokinos.


Ausgangsbeschränkungen

Im Zeitraum zwischen 22 Uhr und 5 Uhr darf nur derjenige das Haus verlassen, der einen guten Grund hat – also etwa zur Arbeit geht, medizinische Hilfe braucht oder den Hund ausführen muss. Bis 24 Uhr wird es weiterhin möglich sein, alleine draußen zu joggen oder spazieren zu gehen. Ausgangsbeschränkungen sind ein Instrument unter vielen anderen. Sie tragen dazu bei, das Mobilität begrenzt wird. Und Einschränkungen der Mobilität helfen, die Zahl der Neuinfektionen zu senken.


Schulen

Es findet derzeit in Koblenz Wechselunterricht statt. Ausnahmen können z.B. Abschlussklassen (je nach Schulart vor allem die Klassen 9, 10, 11 und 12) bilden, in welchen auch in kleinen Gruppen Präsenzunterricht möglich ist.
Allgemein gilt (derzeit nicht für Koblenz): Kein Präsenzunterricht bei einer Inzidenz über 165: Das Infektionsgeschehen macht nicht vor der Schultür halt. Aufgrund der dynamischen Infektionslage ist es daher wichtig, auch hier zu bundeseinheitlichen Regelungen zu kommen, wenn es die epidemiologische Lage erfordert. Bei einer Inzidenz über 165 soll der Präsenzunterricht in Schulen und die Regelbetreuung in Kitas untersagt werden. Mögliche Ausnahmen: Abschlussklassen und Förderschulen.


Bus, Bahn, Taxi

Bei der Beförderung von Personen mit Bussen, Bahnen, Taxen und bei der Schülerbeförderung besteht für Fahrgäste während der Beförderung wie auch an Bushaltestellen, auf Bahnsteigen und in Bahnhöfen die Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar).


Homeoffice

Die Verpflichtung, Homeoffice anzubieten, wenn dies betrieblich möglich ist, ist bereits jetzt schon Bestandteil der Corona-Arbeitsschutzverordnung. Mit der Aufnahme in das Infektionsschutzgesetz wird die Homeoffice-Pflicht verstärkt. Beschäftigte haben jetzt auch die Pflicht, Homeoffice-Angebote wahrzunehmen, wenn es privat möglich ist.


Es gelten in der Stadt Koblenz weiterhin folgende Regelungen:

  • Begegnungen im öffentlichen Raum: Es ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten.
  • Konsum von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raum: Ist untersagt.
  • Arbeiten in Präsenz: Für Arbeitsbereiche auf engem Raum muss die Belegung von Räumen reduziert werden.
  • Arbeiten ohne ausreichende Abstände: Arbeitgeber muss medizinische Masken zur Verfügung stellen.
  • Medizinische Masken (OP-Masken oder virenfilternde Masken wie KN95- oder FFP2-Masken): Sind Pflicht in Gottesdiensten und in gewerblichen Einrichtungen wie z.B. dem Einzelhandel. In öffentlichen Verkehrsmitteln muss eine FFP2-Maske oder vergleichbar getragen werden.
  • Schulen: Präsenzunterricht entfällt an allen Schulen in der Stadt Koblenz bis einschließlich Mittwoch, 28.04.2021. Eine Notbetreuung ist eingerichtet. Der Präsenzunterricht startet damit wieder am Donnerstag, 29.04.2021. Die Durchführung von Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen kann durchweg in Präsenz erfolgen.
  • Kindertagesstätten: Notbetrieb bis einschließlich Mittwoch, 28.04.2021, danach Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen
  • Alten- und Pflegeheime, sowie mobile Pflegedienste: Besondere Schutzmaßnahmen sind getroffen.
  • Rückreisende aus Risikogebieten: Es gelten spezielle Regeln. Diese sind hier auf den Seiten des Landes Rheinland-Pfalz zu finden: corona.rlp.de/de/themen/uebersicht-quarantaene-und-einreise
  • Eltern: Haben im Jahr 2021 einen zusätzlichen Anspruch auf Kinderkrankengeld. Pro Elternteil werden 10 zusätzliche Tage gewährt, für Alleinerziehende sind das bis zu 20 zusätzliche Tage. Der Anspruch gilt auch für die Fälle, in denen eine Betreuung des Kindes zu Hause erforderlich wird, weil z.B. die Schule oder der Kindergarten bzw. die Klasse oder Gruppe pandemiebedingt geschlossen ist oder die Präsenzpflicht im Unterricht ausgesetzt wurde. Info: www.bundesregierung.de
  • Proben- und Auftrittsbetrieb der Breiten- und Laienkultur: Ist untersagt.


Regelungen Bund:

Infektionsschutzgesetz

Regelungen Land Rheinland-Pfalz:

corona.rlp.de

Regelungen Stadt Koblenz:

Aufhebungsverfügung Allgemeinverfügung