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Leben in Koblenz

Theater Koblenz

Broadway-Musical "Company"


Einen Tag vor Weihnachten – dem Fest aller Feste, wenn es um Liebe, Geduld, Miteinander, Augenrollen und Empörung mit und über die Liebsten geht – feierte mit „Company“ ein Musical-Highlight im Großen Haus des Theaters Koblenz Premiere, in dem es um genau das geht: zwischenmenschliche (Liebes)Beziehungen, mitsamt all ihren Aufs und Abs.

Inmitten von Hochhäusern im Manhattan der wohlhabenden Mittelschicht wohnt Robert allein in seinem eleganten Junggesellenappartement. Seine Freunde überraschen ihn zu seinem Geburtstag mit einer Party. Alle sind da: Sarah und Harry, Susan und Peter, Jenny und David, Amy und Paul, Joanne und Larry – und im Gegensatz zu Robert leben sie alle in trauter Zweisamkeit.

Doch Robert entdeckt hinter der Fassade ehelichen Glücks die Brüchigkeit der Paarbeziehungen: Alkoholprobleme, Seitensprünge und Gehässigkeiten sind an der Tagesordnung. Als Robert die Kerzen auf seinem Geburtstagskuchen ausbläst, wünschen sich seine Freunde etwas für ihn: Er soll glücklich verheiratet sein – so wie sie. Also versuchen sie Robert zu verkuppeln, was nicht ohne eine Menge Hindernisse und Widerstände vonstatten geht.

Stephen Sondheims Musical „Company“ stellt in einer Reihe kurzer Szenen Zweisamkeit, Dating und Liebeskummer in der modernen Welt auf die Probe. Mit scharfzüngigen Dialogen, die an die Filme von Woody Allen erinnern, bringt Sondheim großstädtische Charaktere auf die Bühne und garniert die Geschichte mit Songs wie „Another Hundred People“, „The Ladies Who Lunch“ und „Being Alive“, die zu seinen bekanntesten Kompositionen gehören.

Intendant Markus Dietzes heutig angelegte Inszenierung spielt in einem minimalistischen, weißen Bühnenbild (Bodo Demelius), bestehend aus vor allem vertikal aufgehängten rechteckigen Leinwänden, die die Wirkung der hierauf projizierten New Yorker Skyscraper (Georg Lendorff) optimal unterstützen, für die eigens Aufnahmen im „Big Apple“ gedreht wurden. Nebst Empire State Building und Co. werden viele weitere, das Bühnengeschehen einrahmende Bilder gezeigt – von der angesagten New Yorker Clubkulisse bis hin zu psychedelischen Visualisierungen. 

Ansonsten sind zwei fahrbare, weiße Podeste elementarer Bestandteil des „Company“-Bühnenbilds, die vor allem erwähnenswert sind, weil sie sehr geschickt live von zwei in der Bühnenportalbrücke stehenden Maschinisten ferngesteuert werden. Im Verlauf des Stücks formieren diese Podeste mal den Balkon der schicken Wohnung von Susan und Peter, von dem aus man sogar den East River erspähen und definitiv tief fallen kann. Mal bilden sie mittels kubischer, weißer, sehr moderner Ledersessel von der schicken Lounge über das gemütliche Sofa bis hin zum Boxspringbett alles, was die Szene gerade braucht.

Carolin Quirmbachs Kostüme sind modern und städtisch; mit leichter Überspitzung spielen sie charmant mit manchem Stereotyp – vom lässigen Hipster-Style bis Upper East Side-Schick und erst die Brillen! Freuen Sie sich auf ein spielfreudiges Ensemble rund um einen großartigen Bobby (Christof Maria Kaiser), das sichtlichen Spaß daran hat, alle möglichen Beziehungseigenheiten und -klischees unterhaltsam auszugestalten – da sind nicht nur Wiedererkennungswert, sondern auch der ein oder andere Lacher garantiert.


Vorstellungstermine:

29.|31. Dezember 2023, 4.|7.|31. Januar, 3.|4.|15.|26. Februar und 3.|19. März 2024 

Karten:

Karten sind an der Theaterkasse im Forum Confluentes oder auf www.theater-koblenz.de erhältlich.