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Leben in Koblenz

Ludwig Museum

Slow Life.Radikale Praktiken des Alltags

Ludwig Museum

01.11. 2020 - 24.01.2021


Ab dem 1. November 2020 zeigt das Ludwig Museum die Ausstellung „SLOW LIFE. Radikale Praktiken des Alltags“. Die Gruppenausstellung folgt dem Ansatz, dass die Welt sich in einer Krise befindet: bestehende Sozial- und Wirtschaftssysteme sowie Konsum- und Verbrauchskultur haben ernsthafte Umweltprobleme verursacht. Unsere gegenwärtigen Praktiken bieten keine wirklichen Lösungen, um unseren übermäßigen Verbrauch, die daraus folgende Abfallproduktion und die Ausbeutung natürlicher Ressourcen unter Kontrolle zu halten.

Die Ausstellung greift unterschiedliche alternative Praktiken, alltägliche "Revolutionen", sanfte oder sogar radikale Ansätze auf, die das bestehende wachstums- und profitorientierte System in Frage stellen, einen Ausweg aus der Konsumspirale zeigen oder eine Haltung vertreten, die auf dem Momentum statt auf einem hektischen Lebensstil beruht. Das breite Spektrum der ausgestellten Gattungen umfasst Kunstwerke, die auf kritischem Denken basieren, während andere utopische Modelle zukünftige Herausforderungen darbieten. Gleichzeitig regen sie dazu an, unsere Konsumgewohnheiten sowie die Klischees der Wahrnehmung und Rezeption im Zusammenhang mit Kunst zu verändern.

Ziel der Ausstellung ist es, die Umweltauswirkungen und Ausbeutungspraktiken aufzuzeigen, die zu den aktuellen globalen Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialproblemen geführt haben. Gleichzeitig möchte sie eine breitere Plattform für solche künstlerischen Positionen schaffen, die Nachhaltigkeit betonen und alternative Lebensweisen anbieten. Bedingt durch die vom Corona-Virus verursachte globale Covid-19-Pandemie wurden die Themen der Ausstellung unmittelbar bevorstehend und drängend: „Slow Life" ist plötzlich eine alltägliche Realität geworden, eine erzwungene Lebensweise in der globalen Welt. Die „Quarantäne des Konsums", die „Stay Home"-Bewegung, der Rückgang des Flugverkehrs, die sich verlangsamende Wirtschaft sind nur einige der unerwarteten Folgen des Virus, die rücksichtslos auf die positiven Auswirkungen eines langsameren Lebens hinweisen, aber auch enorme Herausforderungen für die Menschheit darstellen.

Das Projekt wurde vom Ludwig Museum - Museum für Zeitgenössische Kunst Budapest initiiert und konzipiert. (Kuratoren: Petra Csizek, Jan Elantkowski, József Készman, Zsuzska Petró, Viktória Popovics, Krisztina Üveges) Die Ausstellung hat ihre Premiere nun im Ludwig Museum in Koblenz und wird daran anschließend 2021 in Budapest gezeigt. Auf eine besondere Art fließen in diesem partnerschaftlichen Miteinander beider befreundeten Ludwig Museen durch die gemeinsame Realisation ebenfalls Aspekte von Nachhaltigkeit, Ressourcen-Verteilung und „Slow life“ zusammen.

Künstler: Gabó BARTHA | Emese BENCZÚR | Anca BENERA & Arnold ESTEFÁN || Krisztina ERDEI | Gideon HORVÁTH | Oto HUDEC | Tamás KASZÁS | Endre KORONCZI | LAKNER Antal | Diana LELONEK | Péter MÁTYÁSI | Oliver RESSLER | Judit Flóra SCHULLER | Rita SÜVEGES | Eszter Ágnes SZABÓ & Syporca WHANDAL | Lois WEINBERGER | Anna ZILAHI

Detaillierte Informationen rund um die Ausstellung und das Thema bietet die eigens für die Website konzipierte Website: http://slowlife.ludwigmuseum.hu/de/

 

Mehr zu Programm & Veranstaltungen des Ludwig Museums: https://www.ludwigmuseum.org/