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Koblenzer Queerbeauftragte trifft irakischen Aktivisten

Dieser Tage hat sich die Koblenzer Queerbeauftragte Ruby Nilges mit dem Aktivisten Amed Sherwan in Koblenz getroffen, um sich über die politischen Zustände in Irakisch-Kurdistan zu auszutauschen.

Amed Sherwan reist unter dem Motto „Queer durchs Land“ durch Deutschland, um Spenden für das LGBTQIA-Projekt „Yeksani“ (Gleichheit) in Silêmanî in Südkurdistan (Irak) zu sammeln. Das Projekt bietet queeren Menschen Beratung und Unterstützung an. 5.000€ konnte er bisher bereits einnehmen.

„Irakisch-Kurdistan gilt als einer der sichersten Orte im Mittleren Osten. Das bedeutet aber leider nicht, dass alle Menschen dort in Sicherheit leben. Im Gegenteil: Für queere Menschen wird es jeden Tag gefährlicher. Rechte Gruppen dominieren die öffentliche Debatte. Vereine, die sich mit queeren Menschen solidarisch zeigen, riskieren ihre Zulassung. Familien sind aufgefordert, queere Angehörige unter Druck zu setzen. Religiöse Gruppen fordern nicht nur Umerziehungs-, sondern auch Auslöschungsmaßnahmen. Und polizeiliche Kontrollen schränken die wenigen Freiräume ein,“ schreibt Amed Sherwan auf seinem Blog.

„Es ist unglaublich wichtig sich auch über die Grenzen Koblenz‘ als auch Deutschlands hinaus zu informieren und sich für Menschenrechte einzusetzen. Nur mit einer aufgeklärten Gesellschaft ist es möglich Druck auf die Außenpolitik auszuüben. Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Amed Sherwan beweist Stärke und Courage mit seiner Aufklärungsarbeit. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass wir ihn dabei unterstützen,“ sagt die Queerbeauftragte Ruby Nilges.

(LGBTQIA+ ist die englische Abkürzung für: Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Queer, Intergeschlechtliche und Asexuelle. Das + steht für alle weiteren in der Abkürzung nicht benannten sexuellen und geschlechtlichen Identitäten)

2 Personen halten eine bunte Fahne.
Queerbeautragte trifft Aktivisten