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Pressemeldungen der Stadt Koblenz

Koblenz feiert 75 Jahre Rheinland-Pfalz

Zum 75. Geburtstag von Rheinland-Pfalz finden landesweit zahlreiche Veranstaltungen, Projekte und Aktionen statt, die das vergangene dreiviertel Jahrhundert im Bundesland beleuchten. Anlässlich des Jubiläums geben zahlreiche Angebote von Koblenzer Institutionen diverse Einblicke in die Geschichte des Bundeslandes. Fokus liegt dabei insbesondere auf der Bedeutung der Stadt Koblenz für die Entwicklung von Rheinland-Pfalz.

Die Versammlungen zur Gründung des neuen Landes wurden hier abgehalten. Am 22. November 1946 fand im Koblenzer Theater die konstituierende Sitzung der Beratenden Landesversammlung statt, in der ein Verfassungsentwurf erarbeitet wurde. Am 18. Mai 1947 wurde der Landtag von Rheinland-Pfalz zum ersten Mal von den Bürgerinnen und Bürgern selbst gewählt, der sich dann am 4. Juni 1947 im großen Rathaussaal konstituierte. Die französische Besatzungsmacht hatte Mainz als Landeshauptstadt bestimmt. Aufgrund der starken Kriegszerstörungen richtete die Landesregierung jedoch ihren provisorischen Sitz in Koblenz ein. Daher tagte der Landtag ab September 1947 im Koblenzer Görreshaus. Drei Jahre später, im September 1950 zog das Parlament in die Landeshauptstadt Mainz. Trotzdem ist Koblenz bis heute ein wichtiger Verwaltungs-, Bildungs- und Militärstandort in Rheinland-Pfalz.

 „Ich freue mich, dass wir uns mit so vielen unterschiedlichen Projekten seitens der Stadt Koblenz am Jubiläum unseres Bundeslandes beteiligen. Ausstellungen, Kurzfilme, Kunst im öffentlichen Raum, persönlicher Austausch mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen oder digitale Angebote bieten Koblenzerinnen und Koblenzern aber auch den Besucherinnen und Besuchern unserer Stadt interessante Möglichkeiten, sich mit der Geschichte von Rheinland-Pfalz und der Stadt Koblenz auseinanderzusetzen“, erklärt Dr. Margit Theis-Scholz, Dezernentin für Bildung und Kultur. Sie weist darauf hin, dass die Angebote auch für junge Menschen geeignet sind und teilweise Möglichkeiten von gesonderten Führungen für Schulklassen bestehen.

Eine Übersicht zu Veranstaltungen und Projekten, die in Koblenz im Rahmen des 75-jährigen Jubiläums von Rheinland-Pfalz stattfinden, gibt es online unter www.koblenzkultur.de .

 

Kurzübersicht zu anstehenden Projekten in Koblenz

„Koblenzer Zeitfenster“ - Ausstellung zeigt ungewöhnliche Facetten aus der Geschichte

Anlässlich des Jubiläums 75 Jahre Rheinland-Pfalz haben sich auf Anregung der Stadt Koblenz junge Koblenzerinnen und Koblenzer mit prägenden Aspekten der Landes- und Stadtgeschichte auseinandergesetzt. Entstanden ist eine Ausstellung, die in Installationen auf Basis ausrangierter Fenster von kleinen und großen Geschichten aus den vergangenen 75 Jahren erzählt. Künstlerisch gestaltet wurden die „Zeitfenster“ von Studierenden der Fachbereiche Grundschulbildung, Pädagogik und Kunstwissenschaft der Universität Koblenz-Landau im Wintersemester 2021/22 zu diversen Themen aus den Bereichen Stadtentwicklung und Menschen, wie etwa Weinbau, Hochwasser, Schule zu Zeiten der Großeltern, Auto-Verkehr, Frauenfilm, Schiffsmeldungen mit Sound-Installation oder Tourismus. Die im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Koblenz des Bundesprogramms "Demokratie leben!" durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Ausstellung „Koblenzer Zeitfenster“ entstand in Zusammenarbeit mit der Universität Koblenz-Landau, dem Kultur- und Schulverwaltungsamt der Stadt Koblenz und der Handwerkskammer Koblenz. Die Ausstellung wird vom 7. bis 28. Mai in der Galerie Handwerk, Rizzastraße 24-26, präsentiert und kann mittwochs von 11-14 Uhr, freitags von 14-17 Uhr sowie samstags von 11-17 Uhr kostenfrei besichtigt werden. Bei Interesse an einer Führung für eine Schulklasse, kontaktieren Sie bitte Christian Grieshaber per E-Mail an cgrieshaber@uni-koblenz.de.

 

„Rheinland-Pfalz – ganz persönlich“ - Interviewreihe zu Landes- und Stadtgeschichte

15 ausgewählte Persönlichkeiten, die in Koblenz und Umgebung leben und arbeiten, berichten über ihr Verhältnis zum Bundesland Rheinland-Pfalz und der Stadt Koblenz. Sie sind hier großgeworden oder erst im Laufe ihres Lebens hergezogen, arbeiten in regionalen und überregionalen Kontexten. Was macht Rheinland-Pfalz und die Bewohner dieses Bundeslandes aus? Welche Orte in Rheinland-Pfalz sind besonders? Wie sieht die Zukunft von Rheinland-Pfalz aus und welche Innovationen sind gewünscht? Die Interviews thematisieren unterschiedliche Facetten des gesellschaftlichen Lebens im Bundesland, das vor 75 Jahren gegründet wurde. Gefilmt werden die Gespräche vom Offenen Kanal, gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ von der Partnerschaft für Demokratie Koblenz und der Stadt Koblenz. Ab Juni erscheinen die fertigen Kurzfilme auf den Kanälen des OK4, der Stadt Koblenz, der Partnerschaft für Demokratie Koblenz sowie im Kulturhaus Koblenz +.

 

Kunst unterwegs: Stadtansichten der 1950er Jahre

In diesem Jahr stellt die rotierende Präsentation „Kunst unterwegs“ vom 02. bis 29. Mai zehn fotografische Stadtansichten der 50er Jahre in City-Light-Postern zur Schau. Auf den Fotos der Ausstellung werden beliebte sowie überregional bekannte und bedeutsame Plätze von Koblenz wie beispielsweise das Deutsche Eck, die Festung Ehrenbreitstein und die Altstadt präsentiert. Die diesjährige Ausstellung findet im Rahmen des 75-Jährigen Jubiläums von Rheinland-Pfalz statt.

Das vom Kultur- und Schulverwaltungsamt angestoßene und mit der Arbeitsgemeinschaft der Künstler am Mittelrhein (AKM), dem Mittelrhein Museum, dem Stadtarchiv sowie dem Stadtmarketing geplante Vorhaben „Kunst unterwegs“ beabsichtigt, Künstlerinnen und Künstler zu einem jährlich wechselnden Thema sichtbar zu machen. Jeweils ein repräsentatives Werk soll in Form von - manchmal zufällig stattfindender - Kunstbegegnung im Alltag an Verweilorten in City-Light-Postern für alle zugänglich sein. So können Bilder, Drucke, Gemälde, Fotografien und andere Kunstwerke beim Spaziergang, in Wartezonen und anderen öffentlichen Bereichen entdeckt und die ein oder andere Inspiration erfahren werden.

 

Lebende Bücher: „Rheinland-Pfalz – meine (neue) Heimat“

Am Dienstag, den 28.06.22 können von 9 bis 13 Uhr in der Stadtbibliothek Koblenz neben Büchern und Medien auch mehrere Zeitzeug*innen „ausgeliehen“ werden, um persönliche Gespräche zu führen. Diese „Lebenden Bücher“ berichten aus den vergangenen Jahrzehnten und über den Alltag in Koblenz und Rheinland-Pfalz. Welche Ereignisse prägen das Leben in der Region? Wie wurde gelebt, gefeiert und gearbeitet? Wir waren Schule und Erziehung früher? Wie hat sich das tägliche Leben in den letzten Jahrzehnten verändert?

Bei den „Lebenden Büchern“ handelt es sich um Personen aus Rheinland-Pfalz, die schon seit Generationen in Koblenz und Umgebung leben, und um Zugewanderte, die in Rheinland-Pfalz einen Neuanfang gewagt haben. Das innovative Konzept der "Lebenden Bücher" verfolgt das Ziel, Vorurteile aus dem Weg zu räumen und Menschen zusammenzubringen, die sich sonst nicht begegnen würden. So werden Menschen zu Büchern, die sich Fragen stellen lassen und aus ihrem Leben erzählen. Damit bieten sich spannende Möglichkeiten zum Informationsaustausch und zum Perspektivwechsel für alle Beteiligten. Die Gespräche werden in kleinen Gruppen geführt, sodass man die Möglichkeit hat, Fragen zu stellen und sich einzubringen. Der zeitliche Rahmen für die Gespräche beträgt jeweils eine halbe Stunde. Eingeladen sind alle Interessierten sowie, mit Anmeldung, Schulklassen und Kurse.

 

Eine zweite Veranstaltung am Abend des 28.06.22, um 18:30 Uhr, greift das Thema des Tages „Rheinland-Pfalz – meine (neue) Heimat“ noch einmal auf.

Im Rahmen einer Lesung mit anschließendem Gespräch werden in der StadtBibliothek im Forum Confluentes Koblenzer Geschichten mit Hans-Werner Seul präsentiert.

Dabei stellt der Koblenzer Stadtführer Seul zunächst sein Buch „Der Johann und andere Geschichten aus Koblenz“ vor und nimmt das Publikum in einer kurzen Lesung mit in das Lützel der 1950er Jahre. In dieser Zeit florierte das Geschäftsleben im Koblenzer Stadtteil am Schüllerplatz und in der Andernacher Straße. Als Sohn und späterer Inhaber der ortsansässigen Fleischerei Seul kennt Hans-Werner Seul Handel und Wandel aus eigener Anschauung. Im Anschluss steht der Koblenzer als "Lebendes Buch" allen Interessierten für Fragen zu seiner Heimat Rheinland-Pfalz zur Verfügung.

 

 

Digitaler Rundgang zeigt Koblenzer Orte der Demokratiegeschichte

Koblenz hat viele Orte, die für die Entwicklung der Demokratie sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene von Bedeutung sind. So wurde die erste konstituierende Sitzung des rheinland-pfälzischen Landtags 1946 im Koblenzer Stadttheater durchgeführt, die Sitzung des ersten tatsächlich gewählten Landtags ein Jahr später im Görreshaus. Das Rathaus ist der heutige Sitz des Koblenzer Oberbürgermeisters. Am 4. Juni 1947 fand hier die erste konstituierende Sitzung des ersten rheinlandpfälzischen Landtags statt.  Von 1947 bis 1950 diente das Gebäude der SGD Nord als Sitz der rheinlandpfälzischen Landesregierung. Am Rande der Stadt liegt der Koblenzer Rittersturz, ein Felsvorsprung, auf dem bis in die 1970er Jahre ein Tagungshotel stand, in dem 1948 Ministerpräsidenten zusammenkamen, um die Grundfesten des heutigen Grundgesetzes zu beschließen. Neben der Kenntlichmachung dieser Orte als „Orte der Demokratiegeschichte“ mittels einer Plakette, wie bereits im Juli 2021 am Rittersturz erfolgt, entsteht nun im Rahmen des Jubiläumsjahres auch ein digitaler Rundgang, der diese Orte miteinander verbindet und Interessierten weiterführende Informationen zur Demokratiegeschichte liefert.

 

Zeitkapsel-Projekt zu 75 Jahren Rheinland-Pfalz

Angeregt durch das Kultur- und Schulverwaltungsamt im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ sollen in Kooperation mit dem Institut für Kulturwissenschaft an der Universität Koblenz-Landau auch zum 75. Jubiläum von Rheinland-Pfalz Zeitkapseln gefüllt werden. Hierbei handelt es sich um Behältnisse, die mit Briefen, Notizen, aber auch Fotos, Zeitungsartikeln, Film- oder Audioaufnahmen gefüllt werden und zum nächsten runden Jubiläum des Bundeslandes wieder geöffnet werden. Ein Vorläufer des Zeitkapsel-Projekts ist bereits in 2021 gestartet. Zwölf ausgewählte Personen, die unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche repräsentieren, befüllten Zeitkapseln in Form von hölzernen Wahlurnen mit ihren Gedanken, Visionen sowie Materialien zum Thema „Demokratische Gesellschaft in Koblenz“, die bis zur Öffnung während der BUGA 2029 im Stadtarchiv gelagert werden.

 

Ausstellung „Die frühen Jahre am deutschen Eck. 1946 bis 1956“

Die vom Landeshauptarchiv und vom Landesbibliothekszentrum Koblenz in Kooperation mit der Stadt Koblenz und dem Stadtarchiv Koblenz erarbeitete Ausstellung „Die frühen Jahre am deutschen Eck. 1946 bis 1956“ stellt die Gründungs- und Anfangszeit des jungen Bundeslandes in den Mittelpunkt. Als Übergangslösung zum Zentrum der Landesgründung ernannt, war Koblenz bis Anfang der 50er Jahre der Motor politischer, gesellschaftlicher und kultureller Entwicklung. Wie war der Alltag der Menschen, die diese Anfangsjahre unseres Bundeslandes erlebt und geprägt haben? Leben mit Hunger, Wohnungsnot und Armut, zwischen Trümmern, Besatzung, politischem Neubeginn und Wiederaufbau, zwischen Währungsreform und Wirtschaftswunder? Und wie entwickelte sich das Zentrum im Norden nach dem Umzug von Regierung und Landtag nach Mainz?

Die Ausstellung kann vom 20.05. bis 30.09. in den Räumlichkeiten der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Stresemannstraße 3-5, von montags bis donnerstags, 8-18 Uhr sowie freitags von 8-15 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. Führungen können über das Landeshauptarchiv oder das Landesbibliothekszentrum vereinbart werden.

 

Bildkalender des Stadtarchivs

Das Stadtarchiv veröffentlicht einen Bildkalender zum Thema 75 Jahre Rheinland-Pfalz. Die ausgewählten Fotos bilden vor allem das Koblenz der Nachkriegszeit bis in die 1960er Jahre ab.

 

 

Weitere Angebote (LBZ/LHA)

Digitale Schnitzeljagd: Demokratieorte in Koblenz neu erleben.

In Zusammenarbeit mit der Universität Koblenz, dem Landeshauptarchiv Koblenz und der Unterstützung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ ist die digitale Schnitzeljagd „Demokratieorte in Koblenz neu erleben“ entstanden. Die Schnitzeljagd führt an die Demokratieorte, die für die Entstehung und die Entwicklung des Landes Rheinland-Pfalz in Koblenz wichtig waren. Die Schnitzeljagd ist nicht nur für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahres geeignet. Sie ist kostenfrei und dauert ca. 1,5 Stunden. Startpunkt ist das Koblenzer Schloss. Notwendig ist die Verwendung der App „Actionbound“. Diese ist kostenlos im App Store oder bei Google Play downzuloaden.

 

Hurra, wir leben noch! - Mode und Musik der 1950er Jahre

Am 14. Juli um 18 Uhr verwandelt sich der Platz vor dem Landeshauptarchiv in Koblenz, Karmeliterstraße 1-3, zum Laufsteg. Was repräsentiert das Lebensgefühl der Wirtschaftswunderjahre besser als die Mode und Musik der 1950er Jahre? Dörthe Dutt, bekannt vor allem durch die Rosa Bütt im Café Hahn, führt mit ihrer Moderation durch eine Modenschau, die den Zeitgeist der damaligen Zeit zu vermitteln versucht. Um Anmeldung wird gebeten unter c.goebel(at)landeshauptarchiv.de oder koelges(at)lbz-rlp.de.

 

Zeitzeugen erzählen

Die Erinnerungen von Frau Roswitha Verhülsdonk an die frühen Jahre des Bundeslandes Rheinland-Pfalz stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung am 23.06.2022 um 18 Uhr im Bundesarchiv Koblenz. Sie werden ergänzt durch die Lesung persönlicher Berichte und Zitate und die Illustration zeitgenössischer Fotos und Filmaufnahmen. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten an c.goebel(at)landeshauptarchiv.de oder koelges(at)lbz-rlp.de.

 

 

Autorinnen und Autoren der Nachkriegszeit

In den frühen Jahren des Landes Rheinland-Pfalz blühte das literarische Leben langsam wieder auf. Autorinnen und Autoren und Verlage kehrten aus dem Exil zurück. Das Kursangebot des Landesbibliothekszentrums und der Volkshochschule Koblenz vom 7.06.-19.07.2022 nimmt rheinland-pfälzische Schriftstellerinnen und Schriftsteller der Nachkriegszeit wie Stefan Andres, Elisabeth Langgässer und andere, die die Literatur jener Jahre prägten, in den Blick.

Stefan Andres: Dienstag, 7. Juni 2022, 17 Uhr
Elisabeth Langgässer: Dienstag, 21. Juni 2022, 17 Uhr
Fritz von Unruh: Dienstag, 5. Juli 2022, 17 Uhr
Martha Saalfeld: Dienstag, 19. Juli 2022, 17 Uhr

Anmeldung über die Volkshochschule oder telefonisch unter 0261 129-3711, -3730, -3740.