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Ein Riese schwächelt: Vitalisierung des Mammutbaums am Rheinufer hat begonnen

Vermutlich wächst der stattliche Mammutbaum in den Rheinanlagen vor dem Schloss am Rhein, seit Kaiserin Augusta die Promenade in der Zeit von 1856 bis 1861 anlegen ließ. Doch nun schwächelt der gut 150 Jahre alte Riese mit einem Stammumfang von 5,50 Metern, gut zu erkennen an den braunen Spitzen und abgestorbene Trieben. Mit einigen Revitalisierungs-Tricks versucht der Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen dem imposanten Baum zu retten.

Da die Baumexperten der Stadt keine Schädlinge feststellen konnten, gehen sie von einer allgemeinen Schwächung aus. Schuld könnte unter anderem die langanhaltende Trockenheit im vergangenen Jahr sein. Dabei ist die alte Nadelbaumart eigentlich hart im Nehmen: In seinem natürlichen Lebensraum in den westlichen USA übersteht der Mammutbaum sogar Flächenbrände unbeschadet – dank der dicken, faserigen Rinde. Allerdings regnet es in den Wäldern entlang der Gebirgskette der Sierra Nevada deutlich häufiger, als in Koblenz. Deshalb vermuten die Baumexperten, dass die Wurzeln zu wenig Wasser und Nährstoffe aufnehmen.

Die Rettungsmaßnahmen spielen sich deshalb alle unter der Erde ab: Mehrmals soll der Baum mit jeweils einer Tanklandung von 5000 Litern Wasser und einem Braunalgenextrakt mit Nährstoffen versorgt werden. Derzeit bohren die Baumpfleger rund um den Baum zudem 40 Zentimeter tiefe Löcher. Diese werden mit einer Mischung aus Sand, Rindenmulch, Wasserspeichergranulat und Mykorrhiza-Pilzen gefüllt. Diese Pilze sollen mit dem Feinwurzelsystem des Baumes in Symbiose verbinden und ihm bei der Wasser- und Nährstoffaufnahme helfen. Zudem wird über weitere Löcher Luft in den Boden gedrückt. Eine Mischung aus Blähton und Dauerhumus sorgen anschließend dafür, dass die Belüftungslöcher erhalten bleiben.

In einigen Wochen wird sich zeigen, ob die Bemühungen der Stadtgärtner erfolgreich waren. Denn nur wenn es Mammutbaum wieder gut geht, werden sich an seinen Ästen neue, frische Triebe zeigen.



Bildunterschriften: Seit gut 150 Jahren wächst der Mammutbaum am Rhein. Jetzt geht es ihm schlecht, wie an den braunen Stellen zu erkennen ist.

 

Mit einem Spezialwerkzeug bohren die Baumpfleger derzeit Löcher in den Boden. Darüber werden unter anderem Nährstoffe und Bodenpilze eingebracht.

 

Der Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen setzt alles daran, den imposanten Nadelbaum zu retten.

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