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Fortschreibung des Koblenzer Klimaschutzkonzeptes

Oberbürgermeister David Langner legt den städtischen Gremien das fortgeschriebene Klimaschutzkonzept vor. Ausgehend vom Ist-Zustand vermerkt das Konzept für Koblenz, dass die Treibhausgas-Emissionen im stationären Bereich in den letzten Jahren um 12 Prozent zurückgegangen, während sie im Sektor Verkehr um 3,5% angestiegen sind.

Daraus werden Maßnahmen entwickelt, die sowohl dem Klimaschutz dienen als auch der Anpassung an den bereits stattfindenden Wandel.

Der Katalog umfasst insgesamt 73 Maßnahmen, wie die Einrichtung der Klimaschutzkommission, die Gründung des Fördervereins Klimaschutz in Koblenz e.V. und der Aufbau eines Solar- und Effizienzkatasters. Diese Maßnahmen sollen als Anreiz für Bürgerinnen und Bürger, Gewerbe, Industrie und Behörden wirken, ebenfalls in den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu investieren oder Gebäude energetisch zu sanieren.

Die Stadtverwaltung wird ihre eigenen Liegenschaften energetisch sanieren und den städtischen Fuhrpark weiter modernisieren sowie Nutzfahrzeuge mit alternativem Antrieb beschaffen. Für die Beschäftigten wurde im April 2020 das VRM-Jobticket bei der Stadt eingeführt, damit eine klimafreundliche Anreise an den Arbeitsplatz möglich ist.

Mit der Umsetzung des Nahverkehrsplans und des Ausbaus des Radverkehrs soll die Verkehrsbelastung in Koblenz reduziert werden.

Die letzten Hitzesommer rücken die Notwendigkeit, den Auswirkungen des Klimawandels durch geeignete Maßnahmen zu begegnen, stärker in den Fokus. Daher werden Informations- und Beratungsangebote für die Koblenzer Bevölkerung neu geschaffen, um für die neuen Gefahren zu sensibilisieren und Handlungsoptionen aufzuzeigen. Dem Schutz der Bevölkerung dient auch die Optimierung des Hochwasser- und Überflutungsmanagements etwa mit der Erstellung von Hochwasservorsorgekonzepten.

Die Verbesserung der klimafreundlichen Grünstruktur im Stadtgebiet, Thermografie-Rundgänge, naturnahe Gärten/Fassadenbegrünung und die Darstellung von guten Beispielen im Geoportal der Stadt sind weitere Maßnahmen, um die thermoregulierende Durchgrünung der Stadt zu erhalten und zu verbessern. „Die bereits begonnenen oder geplanten Maßnahmen zeigen, Rat und Verwaltung der Stadt Koblenz haben sich auf den Weg gemacht, um ihren Betrag zu leisten die Pariser Klimaschutzziele zu erreichen“, so der OB Langner abschließend.

 

 

Auf der Pariser Klimaschutzkonferenz im Dezember 2015 haben sich 195 Länder erstmals auf ein allgemeines, rechtsverbindliches und weltweites Klimaschutzübereinkommen geeinigt.

Auch die Stadt Koblenz hat sich zu den Zielen des Klimaschutzabkommens von Paris bekannt. Es sollen Maßnahmen ergriffen werden, um in ihrem Wirkungsbereich die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 50 Prozent zu reduzieren und bei allen Entscheidungen den Klimaschutz und die Klimaanpassung in den Fokus rücken.

Foto: (gauls DIE FOTOGRAFEN) Kindertagesstätte "Am Bienhorntal" auf dem Asterstein : Erbaut in Passivbauweise mit großer PV-Anlage und integriertem Gründach, naturnaher Gestaltung der Außenanlage mit  insektenfreundlicher Bepflanzung