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Pressemeldungen der Stadt Koblenz am 04.12.2011

Der Tag in Koblenz

Luftmine
Foto: Hachemer

Bomben und Nebelfass unschädlich gemacht - Abschlusspressekonferenz
(Koblenz, 05.12.2011 - 13.00 Uhr) "Mein erster Dank geht an die Koblenzer Bevölkerung, die der Aufforderung zur Evakuierung zügig Folge geleistet hat" stellte Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig an den Anfang seiner Ausführungen der abschließenden Pressekonferenz. War es doch der Disziplin der Einwohnerinnen und Einwohner zu verdanken, dass die beteiligten Behörden dem Kampfmittelräumdienst (KMRD) etwa zwei Stunden früher als geplant grünes Licht für ihre Arbeit geben konnten.
 
Rund 2.500 Menschen, davon 1.900 ehrenamtlich, waren im Einsatz, die Evakuierung im Umkreis von 1,8 km durchzuführen. So hatte der Sanitätsdienst 650 Fahrten vorgenommen, um die Altenheime und pflegebedürftige Personen aus ihren Wohnungen zu transportieren.

Polizei und Ordnungsamt meldeten wenige Vorkommnisse. So musste der Schlüsseldienst nur vier Mal ausrücken, um Wohnungstüren zu öffnen. Hinter einer Tür verbarg sich eine demente Person, sonst waren es Fehlalarme, die etwa durch Zeitschaltuhren ausgelöst worden sind.

In den Betreuungsstellen fanden sich bis zu 522 Personen ein. Hier  standen neben rund 400 Helfern auch 30 Notfallseelsorger bereit. Die Betreuungsstellen mussten in dieser Größe angelegt werden, um bei Verzögerungen oder im Schadensfall genügend Kapazität vorzuhalten.
Das Bürgertelefon wurde rund 3.000 Mal angerufen, wobei die Frage, ob man von der Evakuierung betroffen sei im Vordergrund stand. Auch das Internet ist eine wichtige Informationsquelle, so verzeichnete das Internetangebot der Feuerwehr 199.000 Seitenabrufe. Das Pressezentrum Luftmine, das in der BUGA-Geschäftsstelle Unterschlupf fand, hat weit über 1.000 Anfragen bearbeitet.

Das gute Zusammenspiel aller Organisationen mit ihrem komplexen Hilfsdienstleistungssystem hat sich bewährt. OB Hofmann-Göttig dankte den beteiligten Behörden und Organisationen für die gute Arbeit zum Wohle der Stadt. Ohne die Unterstützung durch Ehrenamtliche wäre eine derartige Evakuierungsaktion nicht möglich.
Die Hilfe kostet Geld, über die genaue Höhe liegen derzeit noch keine abschließenden Zahlen vor. Eine erste Kostenschätzung sieht wie folgt aus:

1. Absehbare Kosten
  • Verpflegung Einsatzkräfte = 25.000,-- €
  • Materialkosten Maßnahme (Ausnahme Wasserbau) = 10.000,-- €
  • Kosten Einsatzfahrzeuge einschl. Sanitätsdienst (Treibstoff + Km-Pauschalen Hilfsorganisationen) = 100.000,-- €
  • Kosten für Inanspruchnahme Bundeswehr und THW = 10.000,-- €
  • Personalkosten für vom Arbeitgeber freigestelltes Personal (DRK + freiwillige Feuerwehr) = 50.000,-- €
  • Gesamtkosten = 195.000,-- €

2. Darüber hinaus ist nicht abschätzbar, ob und in welcher Höhe Kosten von den Krankenhäusern und Krankenkassen für die Verlegung der Patienten in andere Kliniken geltend gemacht werden.

3. Die Kosten für die wasserbauenden Maßnahmen zur Trockenlegung der Luftmine gehen nach dem Wasserstraßengesetz zu Lasten der Bundesrepublik Deutschland. Die entsprechenden Aufträge wurden auch direkt von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung erteilt.

4. Die Stadt Koblenz wird für die entstandenen Evakuierungskosten erst einmal in Vorlage treten und dann im Nachgang mit dem Bund und dem Land Rheinland-Pfalz über eine angemessene Kostenbeteiligung sprechen.


Entschärfung geglückt
(Koblenz, 04.12.2011 - 17.15 Uhr) Nach langen Vorbereitungen, großem logistischem Aufwand und einer der deutschlandweit größten Evakuierungsmaßnahmen seit dem Zweiten Weltkrieg wurden heute durch den Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz  die mittlerweile im internationalen Interesse stehende 1,8-Tonnen-Luftmine im Rhein vor Koblenz-Pfaffendorf, sowie eine 125-Kilo-Fliegerbombe entschärft. Zudem wurde im dortigen Bereich noch ein Tarnnebelfass gesprengt.
Im Vorfeld hatten wegen der Entschärfungsmaßnahme rund 45.000 Koblenzer ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen. 7 Altenheime, 2 Krankenhäuser und die Justivollzugsanstalt Koblenz waren zudem evakuiert worden. 2.500 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, Malteser Hilfsdienst, Johanniter Unfallhilfe, Technischem Hilfswerk, Landespolizei, Bundespolizei, Wasserschutzpolizei, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, Bundeswehr, Ordnungsamt und vielen anderen Behörden und Institutionen waren in diesen Großeinsatz eingebunden.
„Ein großes Lob geht an die von der Evakuierung betroffene Bevölkerung“, sagt der Koblenzer Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, „durch deren kooperatives Verhalten konnte der  betroffene Bereich frühzeitig als evakuiert gemeldet werden. Daher konnte die Entschärfungsmaßnahme vor dem Plan beginnen und rasch zum Abschluss gebracht werden.“
„Insgesamt ist die sehr gute Zusammenarbeit der beteiligten Behörden und Institutionen in den Bereichen der Einsatzleitung, Medienarbeit und der eigentlichen Durchführung des Einsatzes hervorzuheben“, so der Oberbürgermeister weiter, „ihnen gilt ein großes Dankeschön und höchste Anerkennung. Hier griffen alle Räder bestens ineinander. Ein besonderer Dank geht an den Kampfmittelräumdienst um seinen Technischen Leiter Horst Lenz für die hervorragende Arbeit zu unser aller Sicherheit.“
Keine nennenswerten Vorkommnisse meldete die Polizei im Bereich der Umsetzung des für die Evakuierung erforderlichen Verkehrskonzeptes mit großräumigen Straßensperrungen. Auch im Raumschutz gab es für die Polizei keine Probleme zu vermelden, so dass die betroffenen Koblenzer wieder sicher in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren konnten.
Die Rettungsdienste begannen unmittelbar nach Aufhebung der Evakuierung mit dem Rücktransport der über 650 evakuierten Krankenhauspatienten, Altenheimbewohner und Pflegebedürftigen aus Privathaushalten. Diese waren im Zuge der Evakuierung mit 235 Rettungs- und Krankentransportfahrzeugen in benachbarte Einrichtungen verlegt worden.
Die entschärfte Luftmine wird nun per Schiff in ein Zwischenlager des  Kampfmittelräumdienstes gebracht.


Evakuierung aufgehoben
(Koblenz,04.12.2011 - 16:35 Uhr) Die Evakuierung anlässlich der Entschärfung der beiden Bomben und des Tarnnebelfasses in Koblenz ist aufgehoben. Die betroffene Bevölkerung kann nun wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren.
Kräfte der Polizei werden an neuralgischen Verkehrsknotenpunkten noch verkehrsregelnd eingreifen bis sich die Lage beruhigt hat.
Die Züge halten nun auch wieder am Koblenzer Hauptbahnhof und Haltepunkt Stadtmitte.


Nebelfass erfolgreich gesprengt - Noch Messungen erforderlich
(Koblenz,04.12.2011 - 16:28 Uhr) Nach Entschärfung der 1,8-Tonnen-Luftmine und der 125-Kilo-Fliegerbombe wurde durch den Kampfmittelräumdienst auch das Tarnnebelfass erfolgreich gesprengt. Die Evakuierung bleibt weiter bestehen, da sich nun Schadstoff-Messungen durch eine ABC-Erkundungseinheit der Feuerwehr anschließen.
Erst danach wird über eine Aufhebung der Evakuierung entschieden.
Die linksrheinische Bahnstrecke in Koblenz kann nun wieder durch Güterzüge befahren werden.


Entschärfung der Bomben erfolgt - Nebelfass muss noch gesprengt werden
(Koblenz,04.12.2011 - 15:45 Uhr) Sowohl die 1,8-Tonnen-Luftmine, wie auch die 125-Kilo-Fliegerbombe konnten durch den Kampfmittelräumdienst entschärft werden. Die Evakuierung bleibt weiter bestehen, da nun die geräuschvolle Sprengung des Tarnnebelfasses folgt. Dem schließen sich Schadstoff-Messungen durch eine ABC-Erkundungseinheit der Feuerwehr an.
Erst danach wird über eine Aufhebung der Evakuierung entschieden.


Evakuierung ohne besondere Vorkommnisse
(Koblenz,04.12.2011 - 15:25 Uhr) Die Evakuierung der 45.000 Koblenzer vor Beginn der Entschärfung verlief ohne besondere Vorkommnisse. Lediglich in vier Verdachtsfällen mussten Wohnungstüren geöffnet werden. In einem Fall wurde eine demente Person angetroffen und in eine sichere Unterkunft gebracht. In den drei übrigen Fällen waren offenbar Zeitschaltuhren schuld, die durch eingeschaltetes Licht die Anwesenheit von Personen in Wohnungen vortäuschten.


Evakuierung: Rund 1.200 Kranken- und Behindertentransporte
(Koblenz,04.12.2011 - 15:05 Uhr) 550 Personen sind am Evakuierungstag von den Kranken-, Rettungs- und Behindertentransportwagen der Hilfsorganisationen vor der Bombenentschärfung aus dem Evakuierungsgebiet herausgebracht worden, für rund 650 sind nach der "Entwarnung" am selben Tag wieder Rücktransporte nötig, davon fast 100 Krankenhauspatienten, die schon am Vortag aus dem Gebiet in andere Kliniken verlegt worden waren. Insgesamt sind am Ende also rund 1.200 Fahrten geleistet. Im Einsatz allein für diese Maßnahmen: rund 300 Fahrzeuge und rund 650 Helferinnen und Helfer.


Entschärfung beginnt
(Koblenz,04.12.2011 - 13:35 Uhr) Der Kampfmittelräumdienst beginnt mit der Entschärfung.


Evakuierungsbereich ist geräumt. Vorbereitung Entschärfung beginnt
(Koblenz,04.12.2011 - 13:15 Uhr) Die Evakuierung des von der Bombenentschärfung betroffenen Stadtbereiches im Radius von 1,8 Kilometern um den Bombenfundort ist nun abgeschlossen. Die Einsatzkräfte werden in ihre Bereitstellungsräume zurückgezogen. Starke Polizeikräfte sichern den Evakuierungsbereich auch weiter ab.
Der Zugverkehr durch Koblenz ist jetzt eingestellt.
Der Kampfmittelräumdienst wird mit den Vorbereitungsmaßnahmen für die Entschärfung beginnen.


Hohe Zugriffe auf koblenz.de
(Koblenz,04.12.2011 - 11:15 Uhr) Wegen der enorm hohen Zugriffe auf die städtische Internetseite www.koblenz.de sind die Seiten nur sehr eingeschränkt erreichbar. Es wurde daher eine „Notseite“ geschalten. Alternativ steht die Seite www.feuerwehr-koblenz.de zur Verfügung.
Nachdem die Bewohner des Evakuierungsbereichs ihre Häuser und Wohnungen bis 9 Uhr verlassen haben mussten, wird die Sperrzone aktuell von Einsatzkräften auf Personen überprüft, die sich möglicherweise noch in diesem Bereich aufhalten könnten.
Der Rhein ist zwischenzeitlich für die Tal- und Bergfahrt gesperrt worden.
Die Evakuierung der Altenheime ist nahezu abgeschlossen.


Bomben-Entschärfung: Regen in Koblenz
(Koblenz,04.12.2011 - 09:25 Uhr) Teilweise starker Regen hat am Morgen den Beginn der Evakuierung vor einer der bisher größten Bomben-Entschärfungen der deutschen Nachkriegsgeschichte in Koblenz begleitet. Die Verantwortlichen können aber Entwarnung geben: „Auf die Entschärfung selbst hat der Regen keinen Einfluss. Schwierigkeiten sind nicht zu erwarten. Wir liegen dennoch gut im Plan.“
Unangenehme Wirkung hat der Regen jedoch auf die Evakuierungsmaßnahmen: „Viele Betroffene hatten sich für die Gestaltung des Tages etwas im Freien vorgenommen. Touren, Besuche und ähnliches im Freien fallen jetzt für viele Menschen aus. Das erschwert natürlich für Viele das Warten auf die Nachricht, dass alle wieder zurück nachhause können.“ Um so mehr seien die Fachleute bei aller geboteten Besonnenheit bemüht, die gesamte Lage so früh wie möglich einem guten Ende zuzuführen, melden die Verantwortlichen.


Evakuierung läuft
(Koblenz,04.12.2011 - 09:00 Uhr) Die Evakuierung von rund 45.000 Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Koblenz läuft. Bis 9 Uhr mussten diese wegen der Entschärfung einer 1,8t-Luftmine ihre Häuser und Wohnungen verlassen haben. Mit Lautsprecherdurchsagen von Fahrzeugen des THW und der Bundeswehr wurde noch mal auf die Evakuierung hingewiesen. Die Resonanz am Bürgertelefon ist auch am heutigen Morgen hoch, nachdem dort in den vergangenen Tagen bereits etwa 2.500 Anrufe mit Fragen zur Evakuierung eingegangen waren. Derzeit wird der Evakuierungsbereich von Einsatzkräften auf Personen überprüft, die sich ggfs. noch in der Sperrzone aufhalten könnten.
Der letzte Zug hatte den Hauptbahnhof Koblenz um 8 Uhr verlassen. Seither ist Koblenz bis zur Aufhebung der Evakuierung kein Haltepunkt mehr.
Laut Einsatzleitung der Polizei gibt es derzeit keine besonderen Vorkommnisse.
Die Pumpen zur Trockenlegung der Luftmine im Rhein sind angelaufen.

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