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VEP - Zukunftsszenarien

Zukunftsszenarien für 2030

Aus dem Zielsystem wurden Zukunftsszenarien für 2030 abgeleitet. Als überprüfbare Kenngröße dient dabei die Verkehrsmittelwahl der Koblenzer Einwohner/innen im Alltagsverkehr (sog. "Modal Split"). Es ist vorgesehen, den Anteil des Autoverkehrs zu reduzieren. Die beiden bevorzugten Szenarien beinhalten eine zukunftsgerichtete, veränderte Schwerpunktsetzung der Verkehrsplanung:

Beim „Fortschritts-Szenario“ nimmt der MIV-Anteil um ca. 10 Prozentpunkte (auf ca. 47 %) und beim „Nachhaltigkeits-Szenario“ um insgesamt ca. 20 Prozentpunkte ab (auf ca. 38 %). Basis hierfür ist jeweils insbesondere die Attraktivierung der Alternativen zum MIV stadtintern sowie über die Stadtgrenzen hinaus. Nur das Nachhaltigkeits-Szenario erfüllt die Klimaschutzziele auf lokaler (Klimaschutzkonzept 2011) als auch auf globaler Ebene (Pariser Vertrag 2015). Bereits die Umsetzung des (mittleren) Fortschritts-Szenarios setzt einigen Ehrgeiz und zielorientiertes Handeln der örtlichen Akteur/innen voraus.

Es wurde einvernehmlich anerkannt, dass es langfristig keine Alternative gibt zu einer grundlegenden Neuausrichtung des Verkehrssystems in Sinne des Nachhaltigkeits-Szenarios. Je später die unvermeidbaren Weichenstellungen eingeleitet werden, desto teurer und einschneidender werden die Änderungen und die Auswirkungen für Kommunen, Bevölkerung und Wirtschaft sein. Allerdings wurde mehrheitlich in Zweifel gezogen, ob binnen ca. zwölf Jahren, d.h. im Zeitraum 2018 bis 2030, bereits alle Maßnahmen und Strategien umsetzbar sind (ÖPNV-Kapazität, Finanzierbarkeit, regionale Begleitmaßnahmen, überörtliche Rahmenbedingungen, Gemeinsinn).

Daher schlägt der begleitende Arbeitskreis (AK VEP) vor,

  • das Nachhaltigkeits-Szenario zwar als Zielstellung festzulegen, die aber wahrscheinlich erst nach 2030 erreicht werden kann, und
  • das Fortschritts-Szenario als 1. Schritt und Mindestprogramm bis 2030 umzusetzen.

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