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Biomasse-Masterplan für die Stadt Koblenz

Grünschnitt auf der Deponie Niederberg
Grünschnitt (Biomasse) auf der Doponie in Koblenz-Niederberg
Biomasse-Masterplan für die Stadt Koblenz vorgestellt! 
 
Der vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) vom Umwelt-Campus Birkenfeld erstellte Biomasse-Masterplan für die Stadt Koblenz wurde am 17. März 2009 im Historischen Rathaussaal offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt.
 
Er wurde seit Herbst 2007 mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse Koblenz und der Energieversorgung Mittelrhein (EVM) erarbeitet.
 
Viele Akteure der Region wurden einbezogen: Forst- und Landwirt-schaft, Entsorgungsbetriebe, Lebensmittelhersteller, Großküchen, Alten-, Pflege und Krankenheime.
 
Als Ergebnis wurde ein noch nicht genutztes Biomassepotenzial mit einem Energiewert von über 2,5 Millionen Litern Heizöl festgestellt. Das Potenzial entspricht einem jährlichen CO2-Äquivalent von 9.500 Tonnen und könnte über die energetische Verwertung von bislang ungenutzten Energieholzmengen aus dem städtischen Forst, Bio- und Grünabfällen sowie Klärschlämmen generiert werden.
 
Gerade in Zeiten ständig steigender Energiepreise macht die Nutzung von Biomasse in zunehmendem Maße Sinn. Im Jahr 2007 wurden für bezogene Energie in der Stadt Koblenz über 200 Mio. Euro bezahlt, im Jahr 2000 war der Import fossiler Energien noch für rund 60 Mio. Euro zu haben.
 
Biomasse und auch andere erneuerbare Energieträger weisen den Weg in eine Zukunft, bei der das Geld für Energie nicht an multinationale Konzerne fließt und zusätzlich auch Arbeitsplätze geschaffen werden.“
Neben einer Entlastung der Umwelt bietet die energetische Biomasse-nutzung somit Möglichkeiten der Wirtschaftsförderung und eine regionale Wertschöpfung.
 
Oberbürgermeister Dr. Schulte-Wissmann betonte in diesem Zusammenhang den Wert der interkommunalen Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz. Diese hatte ebenfalls bis zum Mai 2008 einen Biomasse-Masterplan durch das IfaS erstellen lassen.
Die Stadt- und Kreisverwaltung hatten daher ein abgestimmtes Vorgehen beschlossen, um auch Untersuchungen über die jeweiligen Verwaltungsgrenzen hinaus zuzulassen. „Dadurch konnten die Interessen beider Seiten berücksichtigt werden und ungewünschte Barrieren im Wirkungsraumgefüge zwischen der Stadt Koblenz und dem Landkreis Mayen­-Koblenz aufgebrochen werden. Insbesondere während der Kreis auf der Angebotsseite durch seine großen landwirtschaftlichen Flächen mehr Gewicht hat, liegt bei uns der Schwerpunkt auf dem Bedarf an Wärme, Kälte und Prozesswärme für öffentliche Einrichtungen sowie bei Gewerbe- und Industriebetrieben“, machte der Herr Oberbürgermeister bei der Vorstellung des Planes deutlich.
 
Folgende Dokumente werden zur Einsicht bzw. Download angeboten:
 


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