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Foto: Strong Shadow
Historischer Rathaussaal
Der Große Rathaussaal der Stadt Koblenz kann auf eine reiche Historie zurückblicken. Ursprünglich war die frühere Aula des Jesuitengymnasiums doppelt so lang (ca. 37 m) und zu ihrer Zeit der größte und repräsentativste Saal in Koblenz, in dem auch die Aufführungen des Schultheaters stattfanden. Nach dem Ankauf durch die Stadt Koblenz im Jahre 1891 erfolgte 1894/95 ein Umbau der Gymnasialgebäude zur Unterbringung der Stadtverwaltung. Seit 1913 wird der heutige Rathaussaal neben seiner eigentlichen Bestimmung häufig für Empfänge, Symposien, Vorträge oder Konzertveranstaltungen genutzt. Dem Stadttheater diente er nach dem Krieg, bis zur Wiedereröffnung des Theaters am 01.06.1946, als erste Bleibe. Ins Rampenlicht rheinland-pfälzischer Geschichte trat der Saal im Jahre 1947, als hier Sitzungen des Landtages stattfanden und Peter Altmeier am 09.07.1947 zum Ministerpräsidenten des Landes gewählt wurde.
Die beiden Ölgemälde an der Ostseite des Saales stellen die Trierer Kurfürsten Karl Kasper von der Leyen (1652-1676) und Franz Georg von Schönborn (1729-1756) dar und stammen von dem Hofmaler Heinrich Foelix (1732-1803)
Ein wunderschönes Deckengemälde kann man vor betreten des Rathaussaales sehen. Im ersten Rundbild der Fresken zeichnet Fortuna die Fleißigen mit Doktorhüten und Ehenmedallien aufs reichste aus, während das Gegenstück den Faulen tüchtig Prügel in Aussicht stellt. Die Treppe war von 1580 bis 1773 Zugang zur "Aula magna" und den Schulräumen der Jesuiten-Zöglinge des "Collegium Societas Jesu".
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