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2011 war unser Sommer

Bundesgartenschau 2011 in Koblenz

Neues BUGA-Logo

Auf dem Weg zur "Verwandlung"

Die kreisfreie Stadt Koblenz hatte sich als erste Stadt in Rheinland-Pfalz dafür entschieden, 2011 eine Bundesgartenschau auszurichten. Gute Gründe dafür gab es viele. Alle Städte, die bisher eine Bundesgartenschau ausgerichtet hatten, konnten davon profitieren. Das galt sowohl für die Zeit vor und während der BUGA als auch viele Jahre danach.  
 
Vor allem im Bereich der städtischen Infrastruktur ging die Bundesgartenschau mit umfangreichen Investitionen einher, die einen nachhaltigen Beitrag für mehr Lebensqualität in der Stadt leisten. Es war das Ziel räumliche Barrieren abzubauen, brachliegende oder minder genutzte Flächen wieder nutzbar und erlebbar zu machen, Konversionsflächen wieder einer öffentlichen Nutzung zuzuführen und vor allem das Freiraumangebot für die Bewohner zu vergrößern und attraktiver zu gestalten. Koblenz nutzte die Marke „Bundesgartenschau“ für einen zukunftsweisenden Umbau der Stadt.
 
Neben der Behebung von Defiziten in Städtebau und Denkmalpflege sollte sich im Zuge des kulturellen Großereignisses Bundesgartenschau auch das Freizeit- und Kulturangebot in Koblenz entscheidend verbesseren, nicht zuletzt durch die Profilierung der Stadt als Kongress- und Veranstaltungsort. Nachhaltige Impulse waren auch in wirtschaftlicher Hinsicht zu erwarten gewesen, vor allem in Einzelhandel, Gastronomie und Tourismusbranche. Dies galt nicht nur für die Stadt Koblenz selbst, sondern auch für die ganze Region. Die Bundesgartenschau 2011 in Koblenz sollte das UNESCO-Welterbe „Oberes Mittelrheintal“ im Schulterschluss mit der Landesgartenschau 2008 in Bingen bundesweit bekannt machen. Dies alles war darauf ausgerichtet dazu beizutragen, Koblenz als attraktives Oberzentrum im Norden des Landes Rheinland-Pfalz zu positionieren.

Unser Sommer 2011 - die Erfolgsgeschichte

Erhofft hatte man sich im Vorfeld der, unter dem Motto "Koblenz verwandelt" angetretenen Bundesgartenschau, die Zahl von 2 Mio. Besuchern. Was dann aber im Sommer 2011 geschah, übertraf die kühnsten Erwartungen und entwickelte sich zu einer BUGA der Rekorde. Genau 3.569.269 Besucher strömten während der 185 Öffnungstage vom 15. April bis zum 16. Oktober 2011 auf das Gelände. Dies machte die BUGA in Koblenz zur erfolgreichsten Bundesgartenschau seit Einführung der elektronischen Besucherzählung im Jahre 1997 (zum Vergleich: bisheriger Spitzenreiter war München 2005 mit 2,9 Mio.). Auch wirtschaftlich war ein Erfolg zu vermelden, denn am Ende stand eine schwarze Zahl in Form von knapp 13 Mio. Euro Mehreinnahmen (Stand 18.10.11). Die BUGA war regelrecht Kult und bot neben Blütenpracht und Landschaftsträumen in ihren drei Kernbereichen Festung Ehrenbreitstein, Kurfürstliches Schloss und Blumenhof, über 8.000 Einzelveranstaltungen für alle Alterklassen an - große Konzerterlebnisse ebenso, wie kleine Walk-Acts. So verzauberte das Illuminierungsfestival Lichtströme alleine 75.000 Besucher. 16.100 Reisebusse und 350.000 Pkw zählte man auf den BUGA-Parkplätzen. Über 76.000 Dauerkarten für das fröhliche Sommerfest konnten abgesetzt werden und wurden im Schnitt 13mal genutzt, anfangs kalkuliert waren 36.000. Der Absatz der Dauerkarten erfolgte sogar überregional, beispielweise bis ins Ruhrgebiet. Die ursprünglich "lediglich" als Bindeglied zwischen den Kernbereichen geplante Seilbahn über den Rhein wurde zu einem der Highlights und zum Kennzeichen der BUGA.

Auch Hotellerie und Gastronomie profitierten in erheblichem Maße von der BUGA. Die Übernachtungszahlen in Koblenz legten im Vergleich zum Vorjahr um rund 50 % zu. Starke Zunahmen waren auch in den Beherbergungsbetrieben der Region zu verzeichnen. 3.500 Stadtführungen und 3.800 BUGA-Führungen wurden in der Saison bei der Koblenz-Touristik gebucht - über 160 % mehr als 2010.

Im Zusammenhang mit der BUGA in Koblenz wurde immer wieder der Begriff der "Wohlfühlgartenschau" verwendet. Und gerade dies schien den Erfolg ausgemacht zu haben - Menschen aller Generationen wurden begeistert. Die Einheimischen in Stadt und Region entwickelten einen großen Stolz auf "ihre" BUGA und nahmen die Gastgeberrolle mit viel Freude und Engagement an. Die Bundesgartenschau emotionalisierte und ebnete den Weg zu nationaler und internationaler Aufmerksamkeit für Koblenz und die Region Mittelrhein. Rund 70 % der Besucher gaben an, gerne in den Folgejahren wieder zu kommen. Und dies soll sich lohnen, da von der "Verwandlung" der Stadt für die BUGA so vieles erhalten bleiben wird. Gerade auf diese Nachhaltigkeit war von Anfang an hingeplant worden.

Land Rheinland-Pfalz, Stadt Koblenz, die BUGA GmbH und die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft zeigten sich zum Abschluss in höchstem Maße begeistert vom Verlauf der Erfolgsgeschichte "BUGA Koblenz 2011", der mutmaßlich größten Veranstaltung in der rheinland-pfälzischen Geschichte.

Rück- und Ausblicke auf www.buga2011.de

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