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Forum Confluentes- StadtBibliothek

150 000 Bücher machen sich auf die Reise


 Umzug der Stadtbibliothek beginnt am Montag – Einrichtung will neue Nutzer anziehen
Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann
Ab dem nächsten Montag wird ein Lastwagen immer wieder zwischen Kornpfortstraße und Zentralplatz hin- und herfahren. Im Gepäck: 150 000 Bücher, CDs, DVDs und andere Medien, die in ihr neues Heim im Kulturbau transportiert werden. Die neuen, hellen Regale, in denen sie untergebracht werden, stehen bereits zum Teil. In zwei Wochen soll der Großumzug der Stadtbibliothek an ihren neuen Standort dann bewältigt sein – pünktlich vor der Eröffnung des Forum Confluentes am 20. Juni.
„Das ist für uns natürlich eine absolute Ausnahmesituation. Seit Monaten bereiten wir den Umzug neben dem normalen Ablauf in der Bibliothek vor“, berichtet Leiterin Susanne Ott im Gespräch mit der RZ. Seit Pfingsten ist die Bibliothek wegen des Umzugs für Besucher geschlossen, aber schon zuvor ist hinter den Kulissen einiges geschehen, was der normale Bibliotheksnutzer gar nicht mitbekommen hat.
Seit Januar haben die Mitarbeiter jedes einzelne Buch, jede einzelne CD oder DVD in die Hand genommen: Für das neue Buchungs- und Sicherungssystem wurden neue Etiketten mit Chips eingeklebt, „und wir haben die Zeit für eine Bestandsrevision genutzt“, so Ott. Was verschlissen ist oder seit drei Jahren nicht mehr nachgefragt wurde, wurde aussortiert. In jedem einzelnen Fall prüft ein Lektor, ob der Band neu gekauft wird oder ob es ohnehin aktuellere Literatur zu dem Thema gibt.
„Parallel haben wir kräftig eingekauft“, sagt Susanne Ott, schließlich haben die beengten Verhältnisse bald ein Ende, und der Bestand soll in der neuen Stadtbibliothek auf 200 000 bis 220 000 Medien ansteigen. Dafür wurden der Einrichtung auch Sondermittel zur Verfügung gestellt, mit denen verschlissene Bücher ersetzt, vor allem aber viele Neuheiten gekauft werden können.
„Ausbauen wollen wir vor allem die Kinder- und Jugendliteratur und den Bereich Aus- und Fortbildung“, berichtet die Bibliotheksleiterin. Und auch sonst will man den Besuchern mehr bieten – und neue Nutzer gewinnen. Die Öffnungszeiten werden ausgeweitet, mehr Veranstaltungen und mehr Service sollen geboten werden. Der Kulturbau soll ein Anziehungspunkt sein. „Die Bibliothek wird in der Öffentlichkeit viel präsenter und ist nicht so versteckt wie bisher“, sagt Ott. Ohnehin sei die Bibliothek mit rund 10 000 aktiven Nutzern die meistgenutzte städtische kulturelle Einrichtung, „und manche Städte konnten durch einen Neubau enorm zulegen“. Wie viele Nutzer sie sich erhofft, verrät Susanne Ott nicht: „Mehr als jetzt in jedem Fall.“
 
(RZ Koblenz und Region vom Freitag, 31. Mai 2013, Seite 17)

Mit dem neuen System leihen Nutzer ihre Medien selbst aus

Rückgabe
Die Bücher werden an Automaten zurückgegeben und landen danach auf diesem Fließband, wo sie vorsortiert werden. Fotos: Stephanie Mersmann
Technik 24 Stunden Rückgabe möglich – Mitarbeiterstamm bleibt gleich
30 Mitarbeiter hat die Stadtbibliothek inklusive Kinder- und Jugendbücherei und Musikbibliothek – und 30 Mitarbeiter werden auch in der neuen Bibliothek im Kulturbau arbeiten. Obwohl die Fläche mit rund 4500 Quadratmetern deutlich größer ist als bisher, mehr Veranstaltungen geplant sind und man mehr Service bieten will. Möglich soll das vor allem die neue Technik machen, bei der die Nutzer zum Beispiel die Ausleihe selbst übernehmen.
Im Erdgeschoss stehen dafür drei Säulen bereit, an die man seinen Benutzerausweis und das Medium hält, das man ausleihen will. Auf Wunsch bekommt man eine Quittung mit Rückgabedatum, und damit ist die Ausleihe komplett. Eine weitere Säule steht am Aufgang zur Dachterrasse. Bevor man diese mit einem Buch betritt, muss man es ausleihen, weil man die Terrasse auch über den Glasaufzug verlassen kann und nicht mehr unbedingt durch die Bibliothek kommt.
An allen Büchern und Medien wurden Etiketten mit Chips angebracht, die die Selbstausleihe ermöglichen. Diese sind gleichzeitig auch das Sicherungssystem, das anschlägt, wenn man einfach so die Bibliothek samt Buch verlässt. Für die Mitarbeiter ist das neue System jedenfalls eine große Erleichterung, die schon lange überfällig war, betont Bibliotheksleiterin Susanne Ott: „Wir hatten eine völlig veraltete Technik und hätten ohnehin etwas Neues gebraucht.“ Und auch um die Rückgabe müssen sich die Mitarbeiter in Zukunft nur noch bedingt kümmern.
Im Eingangsbereich der Bibliothek befinden sich die Rückgabeautomaten. Schiebt man das Medium in den Automaten, läuft dieses auf der anderen Seite der Wand in eine Sortieranlage. Über ein Laufband fallen die Bücher, CDs und Zeitungen in separate Körbe. „Eine Feinsortierung ist das aber nicht, und die Bücher stellen sich auch nicht von selbst ins Regal“, macht Ott klar.
Auch in Zukunft werden Mitarbeiter ihren kleinen Wagen also durch die Gänge schieben und die Medien einsortieren. Neu ist, dass man die Bücher rund um die Uhr zurückgeben kann. Mit der Bibliothekskarte kann man eine Außentür am Kulturbau öffnen und an einem Automaten das geliehene Medium zurückgeben. Eine Zwischentür grenzt diesen Bereich vom Rest des Kulturbaus ab, sodass nachts niemand das Gebäude betreten kann. Für viele dürfte diese Lösung praktisch sein, glaubt Ott: „Wir öffnen ja erst um 10 Uhr, und dann kann man seine Rückgabe schon vorher zum Beispiel auf dem Weg zur Schule oder zur Arbeit erledigen.“ (Stephanie Mersmann, RZ Koblenz und Region vom Freitag, 31. Mai 2013)

Die Eröffnung des Forum Confluentes auf dem Zentralplatz steht bevor!

Forum
Der Innenausbau und die Inneneinrichtung des neuen Forum Confluentes sind in der Endphase!
Der Umzug und die Eröffnung der StadtBibliothek, des Mittelrhein-Museums und des Romanticums auf dem Zentralplatz stehen bevor.

In der Tageordnung ging es dann weiter mit einem Sachstandsbericht zum Forum Confluentes. Die Controller konnten berichten, dass sich der Kulturbau seiner Vollendung nähert und sowohl im Kosten- als auch im Zeitplan bleibt. Eine Tatsache, die bei öffentlichen Bauten selten zu hören ist, wie Hofmann-Göttig betonte.
So konnte der OB zudem den Eröffnungstermin für das Forum Confluentes öffentlich bekannt machen: Das Forum wird am 20. Juni um 15.00 Uhr mit Gästen aus der Politik feierlich eröffnet. In den Tagen davor haben geladene Gäste, etwa aus den Fördervereinen oder Partnern der Wirtschaft, die Gelegenheit die einzelnen Einrichtungen des Gebäudes zu entdecken.
Am Eröffnungstag und vom 21. bis 23. Juni besteht für die Koblenzer und die Besucher aus der Region, das Kulturgebäude kennen zu lernen.
Logo StB
Letzter Öffnungstag an den alten Standorten: Samstag, 18. Mai 2013
 
Liebe Kunden!

zur Vorbereitung und Durchführung des Umzugs der Zentralbibliothek, der Musikbibliothek sowie der
Kinder- und Jugendbücherei und der Buchbinderei/Magazin in den Kulturneubau Forum Confluentes am Zentralplatz werden diese Abteilungen ab

Dienstag, 21. Mai 2013

schließen!

Die Rückgabefrist Ihrer Medien wird automatisch verlängert. Vormerkungen können leider nicht bearbeitet werden.

Sie können in der Schließzeit selbstverständlich die Stadtteilbüchereien Horchheim, Karthause und Pfaffendorfer Höhe sowie den Bücherbus nutzen.

Weitere Infos zum Neubau und die Öffnungs- und Haltezeiten unserer Einrichtungen finden Sie auf unserer Homepage unter www.stb.koblenz.de.

Freuen Sie sich mit uns auf die Neue StadtBibliothek
im Forum Confluentes!


Kulturbau ist nun Sache der Stadt

Übergabe 10052012
Heute wurde der Kulturbau am Zentralplatz als veredelter Rohbau der Stadt Koblenz übergeben. In einer Feierstunde würdigt Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig die bisher geleistete Arbeit und dankte allen Beteiligten für ihren nicht immer leichten Einsatz.
In seiner Rede erinnerte er an den Beginn der Arbeiten im Herbst 2010, die zunächst aus dem Abbruch der alten Bebauung bestand. Der Startschuss für das Kulturgebäude war im Januar 2011. Die Baustelle für Shoppingcenter und Kulturbau bescherten der Stadt eine Großbaustelle, wie sie die Bürger noch nicht gesehen haben. Was die Betrachter der Baustelle auch wahrnehmen konnten, war ein Zeugnis bestens organisierter Bauabläufe, die auch viele BUGA-Besucher bewundert haben. Bis zu 200 Bauarbeiter waren zeitgleich auf der Baustelle.
"40 Besuchergruppen mit zusammen 700 Teilnehmern haben bereits das Kulturgebäude im Rahmen einer organisierten Führung besichtigt. Und die Besucher waren nahezu alle begeistert – spätestens auf der Dachterrasse.", so der OB.
Nun zur Übergabe des veredelten Rohbaus freut sich der OB verkünden zu können: „Wir liegen im Zeit- und Kostenrahmen“.
Nun erhält die Stadt 12 Regalmeter Revisionsunterlagen, 9 Aktenordner Bauantrag und Baugenehmigung sowie rund 30 Gutachten, die für die Planung und Genehmigung erstellt worden sind.
Beim Blick in die Zukunft nannte Hofmann-Göttig den 26. September 2012, die Eröffnung des Shopping-Centers und den 29. September, die offizielle Freigabe der Platzfläche.
Kulturdezernent Detlef Knopp muss bis dahin mit den künftigen Nutzern noch Ausstattungsdetails klären und den Umzug von Museum und Bibliothek planen. Baudezernent Martin Prümm wird mit seinen Ämtern insbesondere die Straßenbauarbeiten rund um den Zentralplatz fertig stellen. Und dann steht im Frühjahr 2013 „auf jeden Fall vor den Sommerferien“ die Eröffnung des Kulturbaus an, der bis dahin auch einen klingenden Namen haben wird. "Wir werden also ab 26 September 2012 den Wandel am Zentralplatz erleben:
Neue städtebauliche Funktionen kommen an den Zentralplatz, die „Scharnierfunktion“ des Zentralplatzes wird wieder hergestellt, schlagartige Wiederherstellung einer Kunden - Besucherfrequenz, wie es sich die meisten Nachbarn – als Mieter und Geschäftstreibende – wünschen, der Zentralplatz wird wieder die (neue) Mitte der Innenstadt, der Schwerpunkt des Handels verlagert sich wieder in Richtung Osten und Altstadt, die Platzfreifläche wird Markt- und Veranstaltungsort, wir erleben Urbanität und eine vitale Innenstadt," zählte der OB die Vorzüge auf.
Bild
Die Umgestaltung der neuen Mitte von Koblenz ist ein Gemeinschaftswerk, weswegen der Oberbürgermeister auch vielen Personen namentlich gedankt hat. Neben den Menschen die direkt mit der Erstellung des Baus zu tun haben dankte er auch den Mitgliedern des Rates und der Ausschüsse der Stadt Koblenz für ihre engagierte Mitarbeit.
(aus: www.koblenzerleben.de v. 10.05.2012, Fotos: Carolin Krause)

Kulturbau ist nun Sache der Stadt

Kulturbau Rohbau
Heute wurde der Kulturbau am Zentralplatz als veredelter Rohbau der Stadt Koblenz übergeben. In einer Feierstunde würdigt Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig die bisher geleistete Arbeit und dankte allen Beteiligten für ihren nicht immer leichten Einsatz.
In seiner Rede erinnerte er an den Beginn der Arbeiten im Herbst 2010, die zunächst aus dem Abbruch der alten Bebauung bestand. Der Startschuss für das Kulturgebäude war im Januar 2011. Die Baustelle für Shoppingcenter und Kulturbau bescherten der Stadt eine Großbaustelle, wie sie die Bürger noch nicht gesehen haben. Was die Betrachter der Baustelle auch wahrnehmen konnten, war ein Zeugnis bestens organisierter Bauabläufe, die auch viele BUGA-Besucher bewundert haben. Bis zu 200 Bauarbeiter waren zeitgleich auf der Baustelle.

Nun zur Übergabe des veredelten Rohbaus freut sich der OB verkünden zu können: „Wir liegen im Zeit- und Kostenrahmen“.
Nun erhält die Stadt 12 Regalmeter Revisionsunterlagen, 9 Aktenordner Bauantrag und Baugenehmigung sowie rund 30 Gutachten, die für die Planung und Genehmigung erstellt worden sind.

Beim Blick in die Zukunft nannte Hofmann-Göttig den 26. September 2012, die Eröffnung des Shopping-Centers und den 29. September, die offizielle Freigabe der Platzfläche.
Kulturdezernent Detlef Knopp muss bis dahin mit den künftigen Nutzern noch Ausstattungsdetails klären und den Umzug von Museum und Bibliothek planen. Baudezernent Martin Prümm wird mit seinen Ämtern insbesondere die Straßenbauarbeiten rund um den Zentralplatz fertig stellen. Und dann steht im Frühjahr 2013 „auf jeden Fall vor den Sommerferien“ die Eröffnung des Kulturbaus an, der bis dahin auch einen klingenden Namen haben wird.

Die Umgestaltung der neuen Mitte von Koblenz ist ein Gemeinschaftswerk, weswegen der Oberbürgermeister auch vielen Personen namentlich gedankt hat. Neben den Menschen die direkt mit der Erstellung des Baus zu tun haben dankte er auch den Mitgliedern des Rates und der Ausschüsse der Stadt Koblenz für ihre engagierte Mitarbeit.
 (Pressemitteilung der Stadt Koblenz v. 10.05.2012)

Kulturbau: Am 10. Mai übernimmt die Stadt

Richtfest: Im Frühjahr 2013 soll alles fertig sein – Einkaufscenter wird bereits am 26. September eröffnet
Trotz eisiger Temperaturen läuft rund um das Forum Mittelrhein alles wie am Schnürchen. Wie geplant, wurde am Dienstag das Richtfest für den Kulturbau gefeiert. Und nicht nur das.
Der Termin für die Übergabe des „veredelten Rohbaus“ steht bereits taggenau fest: Am 10. Mai wird nicht nur die Fassade fertig sein, sondern auch wichtige Abschnitte der Haustechnik, sodass das Gebäude planmäßig in die Obhut der Stadt übergeben werden kann. Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig stellte die Fertigstellung „noch vor den Sommerferien 2013“ in Aussicht, wobei er nach wie vor von Ostern ausgeht. Noch schneller wird es am benachbarten Einkaufszentrum gehen. Die offizielle Eröffnung soll bereits am 26. September erfolgen. Für Jürgen Czielinski, der seitens der Stadt für die Gesamtkoordination des Großprojektes zuständig ist, war der bis dato reibungslose Ablauf ein Anlass, auf die gewaltigen öffentlichen und privaten Investitionen hinzuweisen, die im Zeitraum von 2008 bis 2013 in die Innenstadt geflossen sind beziehungsweise noch fließen werden. Der Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung nannte eine stolze Gesamtsumme von 450 (!) Millionen Euro. Der Anteil der Stadt liegt bei 95 Millionen Euro, wobei das Geld nicht nur für den Kulturbau fließt. In diesem Betrag sind nach wie vor sämtliche Kosten für die begleitenden Straßenbau- und Platzgestaltungsmaßnahmen enthalten. Und mehr soll es auch nicht werden. Nicht umsonst wies der OB darauf hin, dass nicht nur der Zeit-, sondern auch der Kostenrahmen eingehalten wird. Angesichts dieser Summe wird fast vergessen, dass sich auch das Land beteiligt. Innenstaatssekretärin Heike Raab nannte beim Richtfest eine Summe von 8,7 Millionen Euro, die im Rahmen der Förderung für ein Konversionsprojekt im Rahmen der Städtebauförderung bereits geflossen sind. In diesem Betrag sind Bundeszuschüsse in einer Höhe von rund 2 Millionen Euro enthalten. Auch künftig wird Geld aus Mainz fließen. Heike Raab übergab an den OB einen Bewilligungsbescheid über 6,6 Millionen Euro. Mit diesen Mitteln soll nun der Ausbau des Kulturbaus gefördert werden. Oberbauleiter Jürgen Bischof (Ed. Züblin AG) und Rainer Maria Schäfer erinnerten an die lange Planungsgeschichte rund um das Forum und an die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Schäfer, Geschäftsführer der Forum Mittelrhein Koblenz Kultur (FMKK), in der sich ECE und Züblin als Bauherrengemeinschaft zusammengeschlossen haben, betonte auch, dass die Stadt mit dem Kulturbau nicht nur Eigentum schafft, sondern auch in die Zukunft investiert. Das sieht auch Detlef Knopp so. Der Kulturdezernent rechnet nach wie vor mit einer Verdreifachung der Nutzer der Stadtbibliothek, wenn sie in den Bau umgezogen ist. Außerdem wies er auf eine Verbesserung der Öffnungszeiten hin. (Reinhard Kallenbach, Rhein-Zeitung Koblenz und Region vom Mittwoch, 8. Februar 2012, Seite 17)

Kulturbau soll bürgerfreundlich werden

Deutlich mehr Raum für Stadtbibliothek und Mittelrhein-Museum – Großzügige Öffnungszeiten geplant 
Seit Monaten ist der Kulturbau in aller Munde. Dennoch gibt es noch viele Fragen rund um die Dimensionen und die künftige Nutzung. Die Stadt hat deshalb die Informationsmaterialien über das Forum Mittelrhein überarbeitet und neu aufgelegt. Heft und Faltblatt liegen im Bürgeramt aus oder können im Internet unter www.koblenz.de heruntergeladen werden. Dies sind die wichtigstenh Punkte: Die Motive: Wichtige kulturelle Einrichtungen der Stadt sollen an einem zentralen Ort gebündelt werden. Es sind die Stadtbibliothek, das Mittelrhein-Museum und das Zentrum der Rheinromantik mit seiner multimedialen Schiffsreise. Dazu kommt die Koblenz-Touristik. Den Ausschlag für die Errichtung des Kulturbaus gab die Tatsache, dass es in den alten Gebäuden einen Sanierungsstau von rund 10 Millionen Euro gibt. Dazu kommt, dass ein barrierefreier Ausbau in den denkmalgeschützten Bauten so gut wie unmöglich ist. Die Eigentumsverhältnisse: Anders als vielfach behauptet, wird der Kulturbau Eigentum der Stadt Koblenz sein. Die Forum Mittelrhein Koblenz Kultur errichtet den „veredelten Rohbau“ auf Grundlage eines Werkvertrages. Der Endausbau erfolgt ausschließlich unter Regie der Stadt.
Die Dimensionen: Der Kulturbau hat eine maximale Länge von 82 Metern. Der höchste Punkt liegt bei 29 Metern (mit Brüstung 32 Meter), wobei zu berücksichtigen ist, dass die Dachterrasse ein Gefälle von 6 Prozent haben wird. Die Geschosse: Der Kulturbau hat fünf Obergeschosse, ein Untergeschoss und ein Dachgeschoss. Ein gläserner Panoramaaufzug wird Foyer und Dachterrasse miteinander verbinden. Das Besondere ist, dass es keine klassischen Geschosse, sondern Ebenen geben wird. Das ermöglicht einen Durchblick vom Erdgeschoss bis zum gläsernen Dach.
Die Flächen: Das Gebäude hat eine Bruttogeschossfläche von 18 550 Quadratmetern. Die tatsächliche Fläche, die genutzt werden kann, liegt bei 12 250 Quadratmetern. Für die Stadtbibliothek sind rund 4500 Quadratmeter reserviert. Das sind rund 1500 Quadratmeter mehr als bisher. Eindeutiger „Gewinner“ ist das Mittelrhein-Museum, das seine Fläche auf rund 3900 Quadratmeter verdoppeln wird. Für die Tourist-Information und das Zentrum der Rheinromantik werden weitere 1400 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Eine Hauptattraktion dürfte die Dachterrasse sein, deren Nutzfläche mit 1650 Quadratmetern angegeben wird.
Die Öffnungszeiten: Die Zeiten sollen deutlich bürgerfreundlicher werden. So gibt Kulturdezernent Detlef Knopp vor, dass die Stadtbibliothek unter den kommunalen Bibliotheken im Land die mit den längsten Öffnungszeiten sein soll. Das heißt: Alle Abteilungen stehen dem Nutzer künftig 46 statt bisher 40 Stunden pro Woche zur Verfügung. Am meisten soll die Jugendbibliothek profitieren, die wöchentlich derzeit nur 25 Stunden geöffnet ist. Die neuen zentralen Zugangsbereiche sollen die Verlängerung der Nutzungszeiten möglich machen. Zusätzliches Personal für die Bibliothek wird nicht eingestellt. (Reinhard Kallenbach, Rhein-Zeitung Koblenz und Region vom Mittwoch, 8. Februar 2012, Seite 19)

Richtfest Kulturbau am 7.02.2012

Richtkranz
Viel Luft, alles rund hier, keine Ecke – und zum Schluss noch eine schiefe Decke.“, so ein Zitat aus dem Richtspruch für das Kulturgebäude am Koblenzer Zentralplatz, das die faszinierende Atmosphäre des Gebäudes treffend wiedergibt. Über 300 Gäste erlebten das Richtfest und Staatssekretärin Heike Raab brachte für die Stadt Koblenz noch eine Überraschung aus Mainz mit. Der Tag begann zunächst mit einer Pressekonferenz.


„Wir liegen exakt im Zeit- und Kostenplan“ verkündete Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig zu Beginn der Pressekonferenz anlässlich des Richtfestes für den Kulturbau auf dem Zentralplatz. Damit bei der 95 Millionen Euro-Investition nichts aus dem Ruder läuft, ist eine Projektleitung mit weitgehenden Controllingaufgaben betraut. Die Stadt Koblenz erhält im Mai einen veredelten Rohbau, den sie dann in eigener Regie ausbauen wird.

Im Frühjahr 2013 wird das Kulturgebäude mit seinen drei Einrichtungen eröffnet. Kulturdezernent Detlef Knopp malte die Zukunft in frohen Farben. So sei das Mittelrhein-Museum erstmals in der Lage, seine exzellenten Sammlungen komplett zu zeigen. Auch die Stadtbibliothek, die sich im neuen Gebäude zu einer Mediathek wandeln wird, hat viel mehr Fläche, um ihre Angebote an die geneigten Kunden zu bringen.
Knopp erwartet in den beiden Kulturinstitutionen einen deutlichen Anstieg der Nutzerzahlen. Beispiele anderer Neubauten hätten dreifach gesteigerte Besucherzahlen erbracht. Er geht mit 300.000 Nutzern immerhin von einer Verdoppelung bei der Mediathek aus. Besonders freut er sich, dass durch die Zusammenlegung der 3 Bibliotheksstandorte eine verlängerte Öffnungszeit möglich werde, ohne die Personalausstattung anheben zu müssen.

Jürgen Czielinski, der Leiter der Wirtschaftsförderung und Mitglied der Projektleitung für den Kulturbau, hob die gute Zusammenarbeit mit dem Baukonsortium aus ECE und STRABAG hervor.

Beim Richtfest mit über 300 Gästen aus Politik, Verwaltung, Projektpartnern, Anliegern des Zentralplatzes und Bauarbeitern, schilderte Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig nochmals den Zeitlauf von Beginn der Abbrucharbeiten der ehemaligen Bebauung am Zentralplatz bis hin zum weiteren Verlauf der Fertigstellung des Kulturbaus im Frühjahr 2013. Er gab damit auch Aussicht auf die neue Mitte einer vitalen Innenstadt und die neuen städtebaulichen Funktionen am Zentralplatz. Der OB dankte den vielen am Projekt Zentralplatz beteiligten Unternehmen und Verwaltungsmitarbeitern für ihr Engagement, das zum kosten- und termintreuen Ablauf beitrage.

Heike Raab, Staatssekretärin des Innern, für Sport und Infrastruktur, sah in dem Richtfest eine Atempause für die Bauarbeiten und das Erreichen eines wichtigen Meilensteins. Der zukünftige Zentralplatz werde einer der schönsten Plätze in Rheinland-Pfalz werden und die zukunftsfähige Entwicklung des Oberzentrums Koblenz mitprägen. Als unerwartete Überraschung entpuppte sich ein, im Namen von Innenminister Roger Lewentz mitgebrachter Bewilligungsbescheid einer Zuwendung für den Kulturbau aus dem Investitionsstock des Landes über 6,6 Mio. Euro. Diesen überreichte die Staatssekretärin einem sichtbar glücklichen Oberbürgermeister.

Für die Forum Mittelrhein Koblenz Kultur (ECE/STRABAG) sprach Rainer Maria Schäfer und stellte nochmals den eigentlichen Mehrwert des Kulturgebäudes für Koblenz dar, hier würde in die Bildung heutiger und künftiger Generationen investiert. Im Kulturbau würden Horizonte erweitert. Und die Stadt erwerbe hier Eigentum und nicht nur einen flüchtigen Mietvertrag. Koblenz erhöhe mit dem Kulturbau seinen Kapitalstand.

Hans-Joachim Rühling, ZÜBLIN-Vorstand, sprach von einer anspruchsvollen Innenstadt-Baustelle, da wenig Lagerfläche vorhanden gewesen sei und der Bauverkehr eben auch in ursprüngliche Verkehrsabläufe eingreife. Dies sei aber mit dem Verständnis der Bevölkerung um den Zentralplatz gut lösbar gewesen. Koblenz erhalte mit dem Kulturbau einen architektonischen Akzent und eine neue innerstädtische Achse.

Hans-Willy Heinzen als Rohbau-Polier des Kulturgebäudes war es dann vorbehalten den traditionellen Richtspruch in Form eines Gedichtes zu sprechen und den Richtkranz in die Höhe zu ziehen.

(Pressemitteilung der Stadt Koblenz v. 7.02.2012)
Rabb Hofmann-Göttig
Tolle Überraschung: Staatssekretärin Heike Raab überreicht OB Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig einen Bewilligungsbescheid über 6,6 Mio. Euro.
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Hier geht es zur Informationsseite der Stadtverwaltung Koblenz zum Projekt Forum Mittelrhein auf dem Zentralplatz.