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Stadtarchiv Koblenz - Der Rheinbahnhof in der Fischelstraße
Das Bild (Foto: Stadtarchiv Koblenz) zeigt den Besuch von Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Viktoria anlässlich der Kaisertage vom 1. bis 3. September 1893. Das Kaiserpaar traf am 1. September auf dem Rheinbahnhof (auch Rheinischer Bahnhof genannt) ein, der aus diesem Anlass festlich geschmückt war.
Der Rheinbahnhof diente als Personenbahnhof der linken Rheinstrecke Köln - Koblenz - Bingerbrück (errichtet 1858/59). Er lag in der Fischelstraße, etwa an der Nordwest-Ecke des heutigen Löhr-Centers. Auf dem Foto ist rechts das Gebäude der Weinhandlung Seibert & Tillmann (später Königsmarcksche Weinkellerei) zu erkennen, das heute noch steht. Der 1878/79 erbaute Moselbahnhof - unmittelbar nördlich des heutigen Hauptbahnhofs gelegen - nahm die gleiche Funktion für die Moselstrecke Koblenz - Trier - Metz wahr. Dies brachte für Reisende, die zwischen Rhein- und Moseleisenbahn umsteigen mussten, lange Wege mit sich, die zeitaufwändig zu Fuß oder per Droschke bewältigt werden mussten. Dem half erst die Eröffnung des neuen Hauptbahnhofs am 1. Mai 1902 ab. Der Moselbahnhof wurde kurze Zeit später abgerissen, der Rheinbahnhof fiel 1944 Bombentreffern zum Opfer.
Literatur: Max Bär: Aus der Geschichte der Stadt Koblenz 1814-1914. Koblenz 1922, S. 170-171 ("Bahnhoffrage"); Udo Liessem: Bauten des 19. Jahrhunderts. In: Geschichte der Stadt Koblenz. Bd. 2: Von der französischen Stadt bis zur Gegenwart. Hrsg. von der Energieversorgung Mittelrhein. 2. Aufl. Stuttgart 1995, S. 409-450, 593-597, hier S. 435 (Rhein- und Moselbahnhof), 448-450 (Hauptbahnhof).
