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Regelmäßig gestellte Fragen zum Baugebiet Südliches Güls

Wann wurde der Bebauungsplan rechtsverbindlich?

Der Bebauungsplan Nr. 260 „Baugebiet südliches Güls“ ist 2010 rechtsverbindlich geworden. Eine Änderung des Bebauungsplans erfolgte 2012, weil die Bauherrschaften, moderne Bauformen und einen unkomplizierten Einsatz erneuerbarer Energien wünschten.
 
Der Bebauungsplan Nr. 260 „Baugebiet südliches Güls“ soll der Deckung des in den vergangenen Jahren stets gewachsenen Bedarfs an familiengerechtem Bauland dienen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass zahlreiche Familien, seinerzeit in Ermangelung geeigneten Wohnraums, in das Umland zogen, soll der Bebauungsplan die Nachfrage befriedigen und ein ansprechendes Angebot an Wohnbauflächen schaffen.

Wurden im BPlan Hinweise auf (militärische) Altlasten gegeben.
Nein, in den textlichen Festsetzungen finden sich keine Hinweise auf mögliche (militärische) Altlasten.

Wie groß ist das Baugebiet?
Der Geltungsbereich des Bebauungsplans umfasst eine Fläche von ca. 15,3 ha. Nördlich schließt die Bebauung der Südseite des Bisholder Weges bzw. die Bebauung der Westseite der Gulisastraße an. Im Süden verläuft die Grenze entlang der Nordseite der Sportanlagen „AufÝm Hübel“ , in westlicher Richtung bis etwa auf Höhe des Einmündungsbereiches des Weges Am Schwellenberg in den Bisholder Weg.

Wie groß sind die Ausgleichsflächen?
Externe Ausgleichsflächen: Dem Bebauungsplan Nr. 260 “Südliches Güls“ wurden Ausgleichsflächen des städtischen Ökokontos „Ausgleichsflächen Hinterberg“ (ehemalige Weihnachtsbaumkulturfläche im Stadtwald) zugeordnet. Es handelt sich dabei um 6,05 ha Ausgleichsfläche. Es handelt sich um extensiv zu pflegende Wiesenflächen mit Dauerwaldanteilen und vereinzelt eingestreuten Obsthochstämmen in regionaltypischen Sorten. Die Herstellung dieser Fläche wurde am 04.11.2003 beschlossen. Die Umsetzung der Gesamtfläche erfolgte im Zeitraum von 2004 – 2011.
Externe Ausgleichsflächen (vorgezogene artenspezifische Kompensation). Mit der Herstellung dieser externen Ausgleichsflächen wurde im Jahr 2008 begonnen. Die Umsetzung und Wirksamkeit der Maßnahmen vor Durchführung der beabsichtigten Eingriffe, ist die Voraussetzung für die Freigabe der Bauabschnitte zur Erschließung und Bebauung. Auf den insgesamt 65 Flächen (ca. 116.000 m²) in der Gemarkung Güls sind folgende Maßnahmen festgesetzt:
Alte Obstbaumbestände sind freizustellen und ergänzend mit Kulturobst- und Wildobsthochstämmen zu bepflanzen. Stehendes Totholz ist wegen seiner hohen ökologischen Wertigkeit auf den Flächen zu erhalten und Schnittgut als Totholzhaufen zu lagern. Diese dienen zur Strukturanreicherung und einer Vielzahl von Lebewesen als Unterschlupf. Des Weiteren sind Nisthilfen/-kästen für Vögel anzubringen. Die Wiesenflächen sind extensiv, maximal 2-schürig, zu pflegen. Ehemalige landwirtschaftliche Nutzflächen sind mit gebietseigenen Saatgutmischungen einzusäen und mit regionaltypischen Kultur- und Wildobsthochstämmen zu bepflanzen.
Im Zeitraum 2008 bis einschließlich 2014 wurden diese 65 Flächen als vorgezogene
artenspezifische Kompensation umgesetzt. Diese Flächen wurden mit 202 Obsthochstämmen und 1.005 heimischen Sträuchern bepflanzt. Die Bestandsbäume wurden freigestellt und 50 Nisthilfen /-kästen für Vögel angebracht.
Ausgleichsflächen im Baugebiet: Die im Geltungsbereich des Bebauungsplanes gelegenen Ausgleichsflächen haben eine Gesamtgröße von ca. 39.000 m².
Neben der ökologischen Funktion beinhalten diese Flächen die bereits ausgebauten Versickerungsanlagen und dienen des Weiteren der Naherholung. Im Verlauf der Wege, welche bereits im Zuge der Herstellung der Versickerungsanlagen und Kanalbaues realisiert wurden, wurden im Gebiet 10 Ruhebänke für Erholungssuchende aufgestellt. In den vorhandenen Gehölzbestand wurden 139 Bäume und 2.362 Sträucher gepflanzt, die Wiesenflächen werden zweimal im Jahr gemäht und das Schnittgut aufgenommen.
An die Bestandsbäume wurden 12 Nisthilfen /-kästen für Vögel und 10 Sommer- und
Ganzjahresquartiere für Fledermäuse angebracht.
 
Wie viele Grundstücke wurden nach der Umlegung gebildet?
187
 
Wie viele Grundstücke erhielt die Stadt Koblenz?
32 und hat dafür eine Ausgleichsleistung von 3.004.896,25 € gezahlt.
 
Wie viele Grundstücke sind davon bereits verkauft?
29 und hat dafür 3.036.000 € erhalten.
 
Welche Arbeiten hat die Stadt Koblenz auf diesem Gelände durchgeführt?
Die Stadt Koblenz und die privaten Erschließungsträger haben die Erschließung der Grundstücke mit Ver- und Entsorgungsleitungen durchgeführt und Lärmschutz gebaut. Ferner wurden die Straßen und Gehwege in diesem Wohngebiet gebaut.
 
Mit welchen Verfahren wurde nach Altlasten gesucht?
Die Stadtentwässerung führt grundsätzlich bei allen Maßnahmen, bei denen in Bereiche eingegriffen wird, in denen nach 1945 keine Bauaktivitäten durchgeführt wurden, eine Untersuchung auf Kampfmittel durch. Hierbei wird bereits in der Planungsphase eine Überprüfung mit magnetischen Induktionsverfahren durchgeführt. Die Stadt Koblenz bedient sich eines Unternehmens, welches über die Zulassung verfügt, sich aus einer Untersuchung auf Kampfmittel ergebende Verdachtsflächen öffnen zu dürfen. Hierzu sind neben den persönlichen Eignungen (Sprengschein erforderlich) auch die technische Ausstattung mittels sprenggeschütztem Bagger erforderlich.
 
Wo wurden trotz Suche Bomben gefunden?
Im Zuge der Kanalbauarbeiten wurde in der Straße "Auf der Spielwiese", im 4. Bauabschnitt (in ca. 90 m Entfernung ab der Karl-Mannheim-Str.) im Dezember 2014 eine Bombe gefunden.

Was geschah nach den Bombenfunden?
Nach dem Bombenfund kurz vor Weihnachten 2014 hat der Eigenbetrieb Stadtentwässerung die Firma Welker aufgefordert, die vorliegenden Untersuchungsergebnisse nochmals mittels eines speziellen Computerprogramms zu verdichten.
Auf Basis dieser Berechnungsergebnisse wurden am 09.01.2015 vier weitere aufgrabungswürdige Verdachtspunkte geöffnet und auf Kampfmittel überprüft. Es wurden jedoch nur metallische Rückstände aus der bisherigen Nutzung des Freizeitgeländes gefunden. Hinweise auf Kampfmittel haben sich keine ergeben.
 
Wie wurden/werden Grundstückskäufer auf mögliche militärische Altlasten hingewiesen?
Nein, die Stadt Koblenz verwendet in ihren Kaufverträgen einen Standardformulierung: „Der Grundbesitz wird verkauft in dem Zustand, in dem er sich zur Zeit befindet, ohne Gewähr für Größe, Güte und Beschaffenheit einschließlich der Freiheit von so genannten Altlasten. Für sichtbare oder unsichtbare Sachmängel wird nicht gehaftet“.
Für die restlichen Grundstücke, die die Stadt noch in diesem Gebiet verkaufen kann, wird den Käufern ein Hinweis auf die bestehenden Risiken gegeben.
 
Wie wurden/werden Bauherren im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens auf mögliche militärische Altlasten hingewiesen?
Die Bauwilligen erhalten von der Bauaufsicht nunmehr mit der Baugenehmigung einen klaren Hinweis auf die Gefährdungssituation durch eventuelle Kampfmittelbelastungen des Gebietes.

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