Pressemeldungen der Stadt Koblenz
Buntglasfenster von Heinz Kassung erstrahlt wieder im Sonnenschein
Wie sehr das Buntglasfenster von Heinz Kassung zu einer besonderen Atmosphäre in der Friedhofskapelle Metternich beiträgt, davon konnten sich die zahlreichen Gäste bei der feierlichen Eröffnung mit Oberbürgermeister David Langner überzeugen. Auch bei den Verantwortlichen der Koblenzer Kulturstiftung war die Freude über das Ergebnis groß. „Es ist ein Leuchtturmprojekt par excellence der Koblenzer Kulturstiftung, dass wir es mit Hilfe vieler Mitwirkender geschafft haben, das Apsisfenster wieder sichtbar zu machen“, sagte Angela Müller-Valkyser, Vorstand der Koblenzer Kulturstiftung.
Auch Jutta Kassung, die Witwe des verstorbenen Künstlers, und sein Sohn Tobias Kassung waren bei der Feier dabei. Für sie war es ein besonderer Anlass, das Kunstwerk, das einst die Kapelle der Fachhochschule auf dem Oberwerth schmückte, nun an seinem neuen Standort zu erleben.
Von 1969 bis zum Abriss der Kapelle im April 2015 war das Fenster dort zu sehen. Dass es nicht mit dem Gebäude zerstört wurde, ist einer spektakulären Rettungsaktion zu verdanken, von der Prof. Ingeborg Henzler, ehemalige Präsidentin der Fachhochschule Koblenz und ehemalige Vorsitzende der Koblenzer Kulturstiftung, bei der Eröffnung berichtete. Kurz vor dem Abriss konnte das Kunstwerk auf Initiative der Fotografin Hilke Stiebel gesichert werden. Eine kurzfristig einberufene Notstandssitzung der Koblenzer Kulturstiftung machte die Rettung möglich. Anschließend lagerte das in Holzkisten transportsicher verpackte Fenster viele Jahre im Mittelrhein-Museum.
Auf Initiative von Dr. Margit Theis-Scholz, der ehemaligen Kulturdezernentin der Stadt, kam schließlich wieder Bewegung in das Thema. Sie vermittelte den Kontakt zwischen Stadtverwaltung und Koblenzer Kulturstiftung. Dank der finanziellen Unterstützung der Koblenzer Kulturstiftung konnte das Kunstwerk restauriert, an das neue Fenster angepasst und dauerhaft in die Friedhofskapelle Metternich eingebaut werden. Mehr als 11.000 Euro steuerte die Stiftung dazu bei. Oberbürgermeister David Langner bedankte sich für das Engagement aller Beteiligten und die Unterstützung, ohne die der Einbau nicht möglich gewesen wäre. Mit dem Buntglasfenster sei die Kapelle zu einem besonderen Ort des Erinnerns und der Trauer geworden.
Auch das Umfeld wurde aufgewertet: Dank einer umfassenden Sanierung der Friedhofskapelle durch den Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen für rund 62.000 Euro erstrahlt das Gebäude aus den 1960er-Jahren nun in neuem Glanz. Unter anderem wurden die WC-Anlagen erneuert, Decken und Wände instandgesetzt, die Beleuchtung modernisiert und neue Heizkörper eingebaut.

