Pressemeldungen der Stadt Koblenz
Gemeinsam für Familien: Koblenzer Bündnis feiert zwei Jahrzehnte Engagement
Der historische Rathaussaal war voll besetzt, die Stimmung herzlich, das Wiedersehen groß: Jüngst feierte das Koblenzer Bündnis für Familie mit seiner Koordinatorin Minka Bäumges sein 20-jähriges Bestehen. Zahlreiche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Stadtgesellschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Bildung, sozialen Einrichtungen, Vereinen und Initiativen kamen zusammen, um auf zwei Jahrzehnte gemeinsames Engagement für Familien in Koblenz zurückzublicken.
20 Jahre, mehr als 120 Partnerinnen und Partner, sechs Arbeitsgruppen und unzählige Projekte für Familien: Das Jubiläum machte deutlich, wie vielfältig und nachhaltig sich das Netzwerk entwickelt hat. Gleichzeitig zeigte der Blick zurück auch, wie sich Koblenz in den vergangenen zwei Jahrzehnten als familienfreundliche Stadt weiterentwickelt hat.
Von der Idee zum starken Netzwerk
Im September 2006 schloss sich das Koblenzer Bündnis für Familie der Bundesinitiative „Lokale Bündnisse für Familie“ an. Die Idee war von Beginn an klar: Koblenz sollte ein Ort sein, an dem Familie und Beruf gut miteinander vereinbar sind und Familienfreundlichkeit als gemeinsame Aufgabe verstanden wird.
Aus dieser Idee ist über die Jahre ein breites Netzwerk entstanden. Heute engagieren sich mehr als 120 Partnerinnen und Partner aus unterschiedlichen Bereichen. Sie bringen Zeit, Wissen, Räume, Kontakte und vor allem ihre Bereitschaft ein, gemeinsam Lösungen für die Bedürfnisse von Familien zu entwickeln.
Oberbürgermeister David Langner würdigte das langjährige Engagement: „Familienfreundlichkeit muss von der Gesellschaft und verantwortlichen Stellen gelebt werden. Genau dafür sorgt das Bündnis seit zwei Jahrzehnten, mit über 120 Partnerinnen und Partnern, die Koblenz Tag für Tag ein Stück lebenswerter machen.“
Auch aus Bund und Land kamen Glückwünsche zum Jubiläum. Bundesministerin Karin Prien betonte in ihrem schriftlichen Grußwort: „Seit zwei Jahrzehnten setzen Sie sich gemeinsam mit vielen Bündnispartnern mit Tatkraft, Ideenreichtum und großer Verlässlichkeit für Familien ein, von den ganz Kleinen bis zu den älteren Generationen. Besonders beeindruckt mich, dass das Thema Bildung bei Ihren vielfältigen Aktivitäten immer eine große Rolle spielt.“
Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ministerin für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend des Landes Rheinland-Pfalz, erklärte: „Was in Koblenz seit 20 Jahren gewachsen ist, zeigt beispielhaft, wie wichtig starke lokale Bündnisse für Familien in Rheinland-Pfalz sind. Mein Dank gilt allen, die sich hier so nachhaltig engagieren.“
Auch Bürgermeisterin Dr. Dagmar Kranz würdigte die Arbeit des Bündnisses: „Als Dezernentin für die Bereiche Jugend und Soziales sowie als Kuratorin im Koblenzer Bündnis wünsche ich dem Bündnis für die kommenden Jahre weiterhin viel Kraft, gute Ideen, engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter und vor allem viel Freude an dem, was Sie gemeinsam bewegen.“
Sechs Arbeitsgruppen – ein gemeinsames Ziel
Wie vielfältig das Engagement des Bündnisses ist, wurde bei der Vorstellung der sechs Arbeitsgruppen deutlich. Jede Gruppe setzt eigene Schwerpunkte – gemeinsam verfolgen sie das Ziel, die Lebensbedingungen von Familien in Koblenz weiter zu verbessern.
Die Arbeitsgruppe „PR und Event“ macht die Arbeit des Bündnisses sichtbar und organisiert familienfreundliche Veranstaltungen, Aktionstage und weitere Angebote.
Mit der „Betreuung und Arbeit“ werden berufstätige Eltern ganz konkret unterstützt. Bereits seit 2007 bietet die Herbstferienfreizeit Kindern von Mitarbeitenden der Bündnispartnerinnen und -partner eine verlässliche Betreuung während der Ferien.
Die Arbeitsgruppe „Familienbewusste Personalpolitik“ bringt private und öffentliche Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber miteinander ins Gespräch. Themen sind unter anderem flexible Arbeitszeiten, mobiles Arbeiten, Elternzeit, Pflege und Wiedereinstieg. Dabei wird deutlich: Familienfreundlichkeit ist nicht nur eine gesellschaftliche Aufgabe, sondern zunehmend auch ein wichtiger Faktor für die Arbeitswelt und den Wirtschaftsstandort.
„Generationen aktiv“ schafft Begegnungen zwischen Jung und Alt. Ein Beispiel dafür ist das Generationenfest, das Menschen unterschiedlichen Alters zusammenbringt und den Austausch zwischen den Generationen fördert.
Für den Kinderschutz steht die Arbeitsgruppe „Schängel in Sicherheit“. Der Aufkleber mit der roten Baseballkappe kennzeichnet Geschäfte, Büros, Apotheken und Restaurants, an die sich Kinder wenden können, wenn sie Hilfe benötigen.
Die Arbeitsgruppe „Lesen – Sprechen – Zuhören“ setzt sich dafür ein, Kindern unabhängig von ihrer sozialen Herkunft Zugang zu Büchern und Sprache zu ermöglichen. Ein Höhepunkt ist das FamOSen Lesefest!, bei dem Familien und Bündnispartnerinnen und -partner rund um das Vorlesen und Erzählen zusammenkommen.
Ein Dach, viele Schultern
Getragen wird das Koblenzer Bündnis für Familie von einer Struktur, die auf Zusammenarbeit und gemeinsames Engagement setzt. Das Kuratorium bildet das symbolische Dach des Bündnisses. In der Steuerungsgruppe tauschen sich die Sprecherinnen und Sprecher der Arbeitsgruppen aus und beraten gemeinsam über wichtige Entwicklungen.
Die Geschäfts- und Koordinierungsstelle bei der Stadt Koblenz übernimmt die organisatorische Begleitung des Netzwerks. Diese Struktur hat sich seit der Gründung im Jahr 2006 bewährt und schafft die Grundlage dafür, dass unterschiedliche Akteurinnen und Akteure ihre Kompetenzen und Perspektiven zusammenbringen können.
Jubiläum als Rückblick und Ausblick
Durch das Jubiläumsprogramm führte Moderatorin Jennifer de Luca. Die Geschwister Safa und Lukas Hazzan begeisterten mit ihrer musikalischen Begleitung der Veranstaltung. Nach den feierlichen Grußworten und der Vorstellung der sechs Arbeitsgruppen des Bündnisses nutzten die zahlreichen Gäste bei Kaffee und Kuchen die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen – ganz im Sinne des Netzwerkgedankens, der das Koblenzer Bündnis für Familie seit seiner Gründung prägt.
Das Jubiläum war dabei mehr als ein Rückblick. Es richtete den Blick auch nach vorn. Denn die Lebenswirklichkeiten von Familien verändern sich: Neue Familien- und Lebensmodelle, veränderte Arbeitswelten, der demografische Wandel sowie die Bedürfnisse von Kindern, Eltern, pflegenden Angehörigen und älteren Menschen stellen das Netzwerk immer wieder vor neue Aufgaben.
Nach 20 Jahren gilt daher vor allem ein Dank den Menschen und Organisationen, die das Bündnis mit Leben füllen. Mit ihren Ideen, ihrer Zeit und ihrer Verlässlichkeit haben sie dazu beigetragen, dass aus einer Initiative ein dauerhaftes Netzwerk geworden ist.
20 Jahre Koblenzer Bündnis für Familie, das sind 20 Jahre gemeinsames Anpacken. Auch die nächsten Kapitel werden gemeinsam geschrieben.

