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Carl Clemens Bücker

Carl Clemens Bücker

Flugzeugkonstrukteur / Flugzeugpionier
* 11.02.1895 (Ehrenbreitstein)
+ 03.03.1976 (Mölln)

Zur Person:
Am 11. Februar 1895 wurde Carl Clemens Bücker in Ehrenbreitstein – heute ein Stadtteil von Koblenz – geboren. Er lebte mit Mutter und Vater, der Generalarzt in der Garnisonsstadt war, zunächst in Hofstraße Hausnummer 277. Seine Schulausbildung schloss Carl im Jahr 1912 am Kaiserin-Augusta-Gymnasium ab.

Danach ging er als Seekadett zu der kaiserlichen Marine in Kiel und beendete dort seinen Militärdienst als Leutnant mit einem kurzen Dienst auf dem Schlachtschiff „Karl der Große“. 1914 begann er seine Ausbildung als Marineflieger. Im ersten Weltkrieg hatte C. C. Bücker etliche Einsätze auf Seefliegerstationen als Marineflieger an der Nordsee. 1918 endete für ihn der Krieg am Seeflugzeug-Versuchskommando Warnemünde. Er schied aus der Marine aus.

Werken und Wirken:
1920 arbeitete Carl Bücker vorübergehend bei Heinkel, bevor er sich als Berater und Einflieger bei der schwedischen Marine betätigte. 1921: Bücker wurde schwedischer Staatsbürger; im September wurde die Firma Svenska Aero AB unter Bücker als Direktor gegründet. Zunächst wurden Heinkel-Flugzeuge in Lizenz gebaut. Es folgten eigene Konstruktionen: SA 10 „Piraten“, SA 12 „Skolfalken", SA 13 „Övningsfalken“ und SA 14 „Jaktfalken“.

Ende 1932 verkaufte Bücker seinen Betrieb und verließ Schweden. In Deutschland gründete er sodann 1933 in Berlin-Johannistal die Bücker-Flugzeugbau GmbH, eine Produktionsstätte für Schul- und Sportflugzeuge. Bereits Anfang 1934 fand der Erstflug der Bü-131 „Jungmann“ statt und deren Serienbau begann. Ab 1935 wurde im neuen Werk in Rangsdorf bei Berlin die Bü-131 weiter in Serie hergestellt.

Die zweisitzige Doppeldecker „Jungmann“ war ein internationaler Verkaushit. Bis Kriegsausbruch wurde sie in über zwanzig Länder exportiert. Wegen ihrer guten Flugeigenschaften und günstigen Betriebskosten war sie die erste Wahl als Basistrainer für die Luftwaffen in Deutschland, Schweden und Ägypten. Einige Länder – wie die Schweiz, Tschechoslowakei, Spanien und Japan - erwarben bei Bücker sogar die Lizenzrechte. Auch die einsitzige Bü-133 „Jungmeister“ wurde in Serie gebaut. Sie war das erfolgreichste Kunst- und Übungsflugzeug der folgenden Jahre.

Außerdem wurden noch andere Typen konstruiert: die Bü-134 war ein doppelsitziger Hochdecker (1936) war nur ein Prototyp, der nicht in Serie ging; die Bü-180 „Student“ (1937) war ein Tiefdecker in Tandemanordnung, die zum Segelflugzeugschlepp geeignet war; und die Bü-182 „Kornett“ (1938) war ein einsitziger Kabinen-Tiefflieger. Diese waren jedoch alle bei weitem nicht so beliebt wie die „Jungmann“ und „Jungmeister“, die mit Begeisterung weltweit geflogen wurden. 1939 war die Bü-181 „Bestmann“, ein freitragender Kabinen-Tiefdecker, das letzte Bücker-Flugzeug. Bis April 1945 wurde sie gebaut und diente nach der Bü-131 als Schulungsflugzeug.

In den Kriegsjahren (ab 1940) wurden im Bücker-Werk neben den Flugzeugen auch Rüstungsbauteile hergestellt. Von 1943 bis 1945 arbeiteten hier im Betrieb weit über 500 Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion. Nach Kriegsende nahmen zuerst die sowjetischen Besatzer das Werk ein. 1946 stufte die Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) es als Rüstungsbetrieb ein. Nach der Beschlagnahmung folgte die Enteignung.

In der Bundesrepublik Deutschland hatte C.C. Bücker später die Auslandsvertretung der schwedischen Saab-Automobile. Nach seinem Tod (1976) wurde er auf seinen Wunsch hin in Koblenz beerdigt. (I.Alt)

In Koblenz:
Bückerplatz (Ehrenbreitstein)
Landesmuseum Koblenz (Festung Ehrenbreitstein)

Bü-131 "Jungmann"

Bü-131 Jungmann

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