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Johannes Müller

Johannes Müller

Physiologe und Forscher
* 14.07.1801 (Koblenz)
+ 28.04.1858 (Berlin)

Zur Person:
Johannes Müller wurde in der heutigen Koblenzer Altstadt, unweit des Jesuitenplatzes geboren. Er besuchte das königlich preussische Gymnasium zur Zeit als unter anderen Joseph Görres dort lehrte. Bereits als Schüler fiel Müller wegen seiner grenzenlosen Wißbegier auf. Er zeichnete sich durch ausdauernde und zielstrebige Arbeitsweise aus.

Werken und Wirken:
Als 18-Jähriger begann Johannes Müller sein Medizinstudium an der Universität in Bonn. Nach drei Semestern führte er verschiedene Tierversuche – unter anderem an Schafen – durch. Diese preisgekrönte Arbeit über die Atmung des Fötus wurde 1823 veröffentlicht. Im Jahr 1822, nach seinem siebten Semester, erhielt er die medizinische Doktorwürde. In Berlin studierte er dann weiter. Insbesondere besuchte er Veranstaltungen des bekannten Anatomen Rudolphie.

In Bonn habilitierte er sich für Physiologie und vergleichende Anatomie. Der 23-Jährige setzte in seiner Antrittsvorlesung die Physiologie, die in chemischen und physikalischen Kenntnissen gründet, eng in Verbindung zur Philosophie. Seiner Meinung nach sollten die Fakten, die empirisch durch die Physiologie gewonnen wurden, erst durch philosophisches Denken verarbeitet und begriffen werden.

Johannes Müller wurde außerordentlicher Professor und einige Jahre daraufhin Ordinarius. Er veröffentlichte ein umfangreiches Werk, in dem er seine vielfältigen Erkenntnisse in der Physiologie des Gesichtssinns analysierte. Sein Handbuch der Physiologie wurde ein Welterfolg. 1826 erschien zugleich seine Schrift über die phantastischen Gesichtserscheinungen. Die hierin beschriebenen Beweise über die inneren Reize des Sinnessystem des Auges gelten noch heute. 1833 wurde Müller Lehrstuhlnachfolger von Rudolphi für Anatomie und Physiologie in Berlin. Später war er der Rektor der Universität in Berlin.

Für seine Arbeiten, die jahrelangen mikroskopischen Untersuchungen von Kleinstlebewesen in der Nord- und Ostsee und dem Ligurischen Meer erhielt er die Coley-Medaille und den Prix Cuvier der Pariser Akademie. Im Alter von 58 Jahren verstarb Müller. Die Ursache seines Todes blieb ungeklärt. (I.Alt)

In Koblenz:

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