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Stadtporträt


An der Liebfrauenkirche

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Bereits in der Spätgotik entstanden die ältesten Darstellungen von tiefenwirkender Perspektive statt des traditionellen goldenen Hintergrundes, der bei Tafelbildern verwendet wurde. So entstanden die ersten Stadtansichten. Eine der wohl ältesten Ansichten von Koblenz war auf einem Fresko in der katholischen Pfarrkirche Unserer Lieben Frau zu erkennen. Anfang des 16. Jahrhunderts malte der Künstler die Stadtsilhouette und einige wichtige Gebäude, wozu auch die genannte Liebfrauenkirche zählt, in Koblenz auf den Hintergrund dieses zu einem Zyklus gehörenden Kunstwerks. Das beeindruckende Gotteshaus ist anhand seiner mächtigen Architektur mit den darauf thronenden Kirchtürmen erkennbar. Seit Ende des 17. Jahrhunderts trägt es die Formen barocker Zwiebeltürme. 1944 wurden sie nochmals zerstört, aber in den darauffolgenden Gründerjahren zügig wieder aufgebaut. Die Instandsetzung gab den Koblenzern wieder Hoffnung und Zuversicht, dass sich alles bald zum Guten wenden würde. Bis heute ist die Liebfrauenkirche ein Wahrzeichen der Stadt Koblenz und die Muttergottes ihre Schutzpatronin.

Erstmals wurde die Liebfrauenkirche im 14. Jahrhundert als die Oberpfarrkirche bezeichnet. Um drei Seiten des Kirchengebäudes befand sich der alte Friedhof der Stadt. Die städtische Verwaltung befand sich unter der Regierung des Kurfürsten Balduin im Bürgerhof "Monreal", der an dem oberen Ende der Braugasse gelegen war. Diese führt vom Kirchplatz zum Plan herunter. Ungefähr in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts begann die Aufhebung der alten Kirchfriedhöfe in der Innenstadt. Alte Grabsteine in der Eingangshalle der Liebfrauenkirche erinnern noch heutzutage an das alte Koblenzer Rittergeschlecht der "von dem Burgdor", die im Laufe des 16. Jahrhunderts hier ihre Ruhestätte fanden. An der Hauptfront der Kirche entstand durch bauliche Veränderungen Anfang des 18. Jahrhunderts die Nische mit der Muttergottesfigur auf der Weltkugel. Beiderseits befinden sich in den Blattornamenten die Monogramme von Christi und Mariae. Die gekrönte Himmelskönigin steht mit ihrem Fuß auf Schlange und Mond, die beide Sinnbilder in der christlichen Kunst darstellen.

Gerade hier im Bereich Florins- und Liebfrauenkirche liegt das Herz der Altstadt. Dies haben sich wohl gerade die Stadtväter in den 70er Jahren zu Herzen genommen, und eine umfangreiche Altstadtsanierung gestartet. Seitdem ist der Koblenzer Altstadtkern ein anziehendes Schmuckstück. (I.Alt)
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