Beschreibung
Der Förderkreis Pfarrer-Kraus-Anlagen e.V. wurde 1983 mit dem Ziel gegründet, die nach Ideen des Pfarrers Joh. B. Kraus (1805-1893) in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstandenen Anlagen zu retten. Der Verein will dieses einmalige Zeugnis der regionalen Kirchengeschichte als Denkmal einer Kulturepoche der Nachwelt erhalten.
Zwischen den Stadtteilen Arenberg und Immendorf ersreckt sich auf einem Gelände mit einer Größe von 1,5 Hektar ein „heiliger Hain" mit uraltem Baumbestand. In diesem „Tempel der Natur" (Kraus) wurden etwa 60 Kapellen, Grotten und Bildstöcke eingebettet. Auf diese Weise suchte der rührige Pfarrer nach neuen Wegen, den „einfachen Leuten" seiner Zeit die Botschaft des Evangeliums in Figuren und Bildern anschaulich zu machen. Damit schuf er ein einmaliges Kleinod sakraler Kunst im heimischen Raum.
Der Grundstein für die weithin berühmte „Muschelkirche" wurde 1860 gelegt. Das Innere der Kirche überrascht durch den Schmuck der Wände mit mehr als 40 Gesteinsarten. Für Kraus war die gesamte Schöpfung (Gesteine, Getier, Blumen, Sträucher und Bäume, Natur, Kunst und Industrie sowie die Menschen und die Arbeit ihrer Hände) aufgerufen zum Lob Gottes.
Namhafte Künstler wie die Maler Gustav und Alexander Zick, Johann Heinrich Lange und Peter Josef Molitor (beide entstammen der Düsseldorfer Meisterschule) haben sich in der Wallfahrtskirche ein Denkmal gesetzt.
Seit 1987 steht die gesamte „Landschafts-Bilderbibel" unter Denkmalschutz und ist damit der Verantwortung und Sorge der Öffentlichkeit anvertraut.