Beschreibung

Die Narrenzunft Grün-Gelb Karthause wurde 1950 gegründet. Sie ging seinerzeit aus der Kirmesgesellschaft St. Beatus hervor. Als ersten Präsidenten und Vorsitzenden hatten die Mitglieder Jean Hommer gewählt. In seiner Amtszeit, die sich bis 1959 erstreckte, hatte der Koblenzer Höhenstadtteil 1951 und 52 in Jean Hommer und Peter Lind zweimal einen eigenen Karnevalsprinzen.

Ab 1959 ruhte allerdings der Verein, und Rudolf Krabler war es 1964 zu verdanken, dass der Verein wieder auflebte. Unter den Vorsitzenden Manfred Kraus (65-69) und Hugo Peters (69-81) feierte die Narrenzunft Grün-Gelb ein erfolgreiches „Comeback". Umso trauriger war es, dass der Verein ab 1982 aufgrund von Überalterung und schmerzlicher Todesfälle stark an Mitgliedern verlor und erneut ruhen musste.

Doch da man auf der Karthause das Wiederauferstehen ja schon einmal erfolgreich geschafft hatte, trafen sich auf Initiative von Hugo Peters am 15.9.89 elf neue Mitglieder, um ein zweites Mal den Karneval auf der Karthause zu reaktivieren. Von nun an nahm der Erfolg der Grün-Gelben seinen Lauf. Unter dem neuen Vorsitzenden Hans-Peter Ohlig demonstrierte man auch nach außen hin „Wir sind wieder da"-Stimmung.

So wurde am 11.11.1989 ein Umzug über die Karthause gestartet, an dem sich auch viele befreundete Karthäuser Vereine beteiligten. Auch fanden bunte Abende und Kinderkostümfeste statt. Mit 27 Mitgliedern fand schließlich im August 1992 eine Versammlung statt, auf der Harald Schütter zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt wurde. Mit ihm wurde schließlich der große närrische Feldzug gestartet, der den endgültigen Durchbruch brachte. Endlich fanden wieder Karnevalssitzungen auf der Karthause statt.

Als Sitzungspräsident fungierte dabei bis 1994 Klaus Schaper. Bei den Neuwahlen wurde er von Günter Linke abgelöst, Harald Schütter wurde in seinem Amt bestätigt.

Nachdem man zwischenzeitlich den Umzug von der FH-Mensa auf der Alt-Karthause hinüber in die Aula des Gymnasiums auf der Neu-Karthause erfolgreich abgeschlossen hatte, konnte im Jahr 2000 das 50-jährige Jubiläum bereits mit 145 Mitgliedern in der „Narr"-Aula gefeiert werden.

Zuvor wurde 1999 noch ein neues karnevalistisches Highlight im Kowelenzer Karneval gesetzt: Erstmals fand neben der „Narren-Sitzung" und dem Kinderkostümfest die „Desperados"-Löwenparty statt. Als Stargast konnte die Schlagersängerin Jeannine auf der Karthause begrüßt werden. Die Party findet seither in jeder Session statt und erfreut sich immer größeren Zuspruchs bei den närrischen „Party-Löwen".

Auch im Jubiläumsjahr setzten die Grün-Gelben einen neuen Akzent im Karneval am Deutschen Eck. Erstmals wurde der „Goldene Löwe" an verdiente Nicht-Mitglieder verliehen, die sich in ganz besonderem Maße für die Belange der Narrenzunft eingesetzt hatten. So wurden im Rahmen des Jubiläumsempfangs am 18. Februar 2000 der ehemalige Werbeleiter der Königsbacher Brauerei, Werner Apelt, und Friedhelm Kurz (Studiendirektor) ausgezeichnet.

„Der Goldene Löwe" soll nur alle zwei Jahre (die nächste Ehrung wird 2002/03 erfolgen) verliehen werden, um den Stellenwert, den der Orden besitzt, nochmals für die Träger zu steigern. Auch wird ihn nicht „jeder, der immer und überall eine Auszeichnung bekommt" erhalten, sondern wirklich nur Personen, die sich für die NZGG einsetzen bzw. eingesetzt haben. Dies sind auch oftmals Persönlichkeiten, die nicht ständig im Rampenlicht stehen.

Heute zählt die Narrenzunft Grün-Gelb bereits 182 Mitglieder und ist stolz darauf, ihre Sitzungen mit 80 Prozent Eigengewächsen gestalten zu können. So verfügt man mittlerweile über eine eigene Tanzgarde, ein Tanzmariechen mehrere Büttenredner, eine
A-cappella-Gesangsgruppe („Die Sechs-Zylinder") u.v.m.

Doch der Verein ruht sich nicht auf dem bisher Erreichten aus. Vielmehr wollen die Grün-Gelben die Pflege des Rheinischen Brauchtums weiter intensivieren. So fand am 11.11.2001 unter der Federführung des NZGG-Mitgliedes Oliver Schupp erstmals eine Karnevalseröffnungs-Party „a la Kölle" auf der Straße statt. Über 500 Narren aus ganz Koblenz tanzten und schunkelten mit dem Kölner Startrompeter Bruce Kapusta, der Stimmungsband „De Botzedresse", Peter Rafael sowie den Karthäuser Musikvereinen.

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