Beschreibung

Unsere Umwelt ist auf vielfältige Weise bedroht. Ständig wird versucht, sie zu verplanen und über Gebühr in Anspruch zu nehmen. Unsere Umwelt ist aber nicht vermehrbar. Menschen, Pflanzen und Tiere sind auf eine intakte Natur angewiesen.

Die Umwelt des Menschen umfasst mehr als die der Pflanzen und Tiere. Menschen haben das Bedürfnis nach Kultur. Sie brauchen sichtbare Zeugen des Lebens und Wirkens ihrer Vorfahren, um sich heimisch
zu fühlen und sich mit ihrem heimatlichen Umfeld zu identifizieren – zum Beispiel Denkmale. Das sind nicht nur Figuren aus Erz und Stein oder historische Gebäude unterschiedlicher Art.

Denkmale künden auch vom Kunstsinn ihrer Erbauer, erinnern an das Wirken namhafter Persönlichkeiten und sind zugleich Zeugnisse der Kultur und Sozialgeschichte. Denkmalpflege und Landschaftsschutz – das sind die beiden großen Arbeitsfelder des Rheinischen Vereins.

Aufpassen müssen wir aber wie eh und je: Unkenntnis, mangelnde Abstimmung, kurzsichtiger Egoismus und Bürokratie bleiben Gefahren für Natur und Denkmal, die eine lebenswerte Umwelt so wesentlich prägen. In der Demokratie bestimmen Mehrheiten. Der einzelne hat wenig Chancen, sich durchzusetzen. Darum gibt es im Rheinland schon seit 1906 den Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz

Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz wurde im Jahr 1906 vom damaligen Provinzialkonservator, Prof. Dr. Paul Clemen, gegründet.Von Anfang an fand der Rheinische Verein die Unterstützung des Oberpräsidenten der Rheinprovinz.

Nach dem Kriege wurde durch die Verhandlungen von Frau Kultusministerin Dr. Christine Teusch, Finanzminister Flecken von Nordrhein-Westfalen und dem Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Peter Altmeier, erreicht, dass das Vereinsgebiet nicht geteilt wurde. Daher umfasst es heute noch den Landesteil Nordrhein von Nordrhein-Westfalen, das Land Rheinland-Pfalz, das Saarland und Hessen-Nassau, das zwar im 19. Jahrhundert preußisch wurde, aber nicht zur Rheinprovinz gehörte.

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