Die Baum-Hasel ist ein kontinentales Halbschattgehölz mit natürlicher Verbreitung vom Balkan bis nach Afghanistan. Sie wächst als Baum mit schuppiger Borke und unterscheidet sich so von unserer heimischen Gemeinen Hasel, einem glattrindigen Strauch. In ihrer Heimat tritt sie als seltene Pionierin in Eichen- und Buchenwäldern auf, wobei ihre Seltenheit jahrhundertelanger Übernutzung geschuldet ist. In Mitteleuropa wurde sie ab dem 16. Jahrhundert eingeführt und als Ziergehölz verbreitet. In Deutschland kennt man sie v. a. als robusten Straßenbaum. Forstlich wird sie bei uns erst seit der Dürre 2018 – 2022 in nennenswertem Maß gepflanzt. Ihre Nüsse sind essbar.
Die Baum-Hasel liebt Wärme, toleriert aber auch großen Frost. Beim Wasser- und Nährstoffbedarf ist sie anspruchslos und gedeiht dank kräftiger Herzwurzel auch auf steinigen Trockenstandorten, meidet aber Nässe. Ihre Klimaeignung für RLP gilt als gut bis sehr gut. Ihr haltbares Holz ist bei Tischlern begehrt, hat aber auch Potenzial im Wasserbau und als hochwertiges Brennholz.
Merkmale
- Höhe: ~25 (>30) Meter
- Alter: ~200 (>620) Jahre
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