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Ihr Standort: Wirtschaft & Verkehr
Öffentliches Interessensbekundungsverfahren
Bürresheimer Hof
Bürresheimer Hof -Ansicht vom Florinsmarkt
Die Stadt Koblenz als Eigentümer der Liegenschaft „Bürresheimer Hof“ beabsichtigt, dieses zu veräußern und es einer dem Gebäude angemessenen nachhaltigen Nutzung zu zu führen. Die nachfolgenden Ausführungen sind Grundinformationen zum Objekt.
GRUNDSTÜCKSLAGE UND ERSCHLIESSUNG
Das Objekt liegt in der Koblenzer Altstadt an der nördlichen Seite des Florinsmarktes. Die Nordseite des Objektes mit Blick auf die Mosel grenzt unmittelbar an die Moseluferstraße.
Koblenz, eine Stadt mit über 100.000 Einwohnern, zählt zu den ältesten Städten Deutschlands und liegt am „Deutschen Eck“, der Mündung der Mosel in den Rhein.
Im Westen der Stadt führt die A 61 Ludwigshafen-Mönchengladbach vorbei, im Norden die A 48, welche die A 1 Saarbrücken-Köln mit der A 3 Frankfurt-Köln verbindet. Weiterhin führen die Bundesstraßen 9, 42, 49, 416, 258 und 327 durch das Stadtgebiet.
Die Zuwegung zum Grundstück erfolgt über den Florinsmarkt. Das Grundstück selbst ist ortsüblich erschlossen.
HISTORISCHER EXKURS
Das Gebäude wurde 1659/60 als Wohnhaus nach den Plänen des Kapuzinerpaters Bonitius aus Linz errichte. Es wurde ein stattliches dreigeschossiges Gebäude errichtet. Der Bau von fünf zu fünf Achsen erhielt ein Satteldach zwischen zwei breit geschwungenen Giebeln. Den heutigen Namen „ Bürresheimer Hof“ erhielt das Gebäude, weil es um 1714 an den Freiherren zu Breitbach-Bürresheim überging.
1769 erfolgte die Errichtung des Saalbaus an der Moselseite.
Der Ostteil des Gebäudes wurde 1848 von der jüdischen Gemeinde käuflich erworben. 1851 wurde hier durch die jüdische Gemeinde eine Synagoge eingerichtet. Das gesamte Inventar wurde am 09.11.1938 in der Reichsprogromnacht zerstört. Die Hofgebäude brannten im 2. Weltkrieg -1944- aus.
An der Moselseite befindet sich der 1769 von Stadtbaumeister Nikolaus Lauxem errichtete Saalbau.
In den Jahren 1955-1956 wurden die Ruinen im Außenbau wiederhergestellt.
Mit den benachbarten Gebäuden des ehemaligen Kaufhauses und des Schöffenhauses wurden hier das Mittelrheinmuseum und die Jugendbücherei eingerichtet und bis in die heutige Zeit so genutzt.
GEBÄUDEBESCHREIBUNG UND NUTZUNG
Die Liegenschaft setzt sich aus einem Hauptgebäude und 2 seitlichen Anbauten zusammen. Das Hauptgebäude wurde 1659 als „Nickenicher Hof“ in massiver Bauweise errichtet.
In der Folgezeit wurde es moselseitig durch mehrere Erweiterungsbauten ergänzt. Der zweistöckige, fast quadratische, Bau hat an beiden, nach dem Florinsmarkt ausgerichteten, Fassaden 5 Achsen. In jederAchse befindet sich ein von Basaltlava eingefasstes Fenster. Alle Stockwerke sind durch Stockgurte aus Basalt geschieden.
Im Zuge des Wiederaufbaus nach 1945 wurden neue Stahlbetondecken und ein neuer Dachstuhl eingebaut. Seit dem Wiederaufbau wird das Gebäude bis heute als Museum und Bücherei genutzt.
BRI ca. 11.000m³
Bürresheimer Hof -Ansicht Moselseite mit Saalbau
UMGEBUNG
Der Bürresheimer Hof liegt am Florinsmarkt in Mitten der Altstadt von Koblenz. In der unmittelbaren Nachbarschaft befindet sich das „Kauf- und Danzhaus“.
Dieses wurde 1419 im gotischen Stil erbaut und im 17./18. Jahrhundertumgebaut. Dabei erhielt es barocke Elemente.Kaufleute, deren Schiffe am Moselufer lagen, boten hier im Keller ihre Waren an.
Dieses wurde 1419 im gotischen Stil erbaut und im 17./18. Jahrhundertumgebaut. Dabei erhielt es barocke Elemente.Kaufleute, deren Schiffe am Moselufer lagen, boten hier im Keller ihre Waren an.
Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich die um 1100 errichtete Florinskirche. Die Nordseite des Geländes grenzt an das Peter Altmeier Ufer. Die zentrale Lage bietet idealen Zugang zur Koblenzer Alt und Innenstadt sowie zu den Moselanlagen.
TECHNIK
Kesselanlage mit Gasgebläsebrenner, 2-stufig Baujahr 1984. Diese versorgt gleichzeitig das benachbarte Mittelrhein Museum. Die Hausmeisterwohnung wird separat über eine Therme versorgt. Die Studiobühne besitzt eine Lüftungsanlage. Das Trinkwassersystem besteht aus verzinktem Stahlrohr. Die Abwasserleitungen sind je nach Installationszeitraum aus unterschiedlichen Systemen. Ebenfalls im Gebäude befindet sich ein Aufzug mit dem Baujahr 1955. Dieser ist jedoch nur noch eingeschränkt nutzbar.
Bürresheimer Hof - Innenhof
Bürresheimer Hof - Moselseite
