Pressemeldungen der Stadt Koblenz
Sicherheitstipp: Schutz vor Fahrraddiebstahl
Die Initiative „Sicherheit in unserer Stadt“ hat wieder einen Sicherheitstipp veröffentlicht:
Mit den sonnigen Tagen steigt die Lust aufs Fahrradfahren – leider aber auch das Risiko von Diebstählen. Wie sichern Sie Ihr Fahrrad unterwegs richtig? Welche Rolle spielen GPS-Tracking und individuelle Kennzeichnung?
Der richtige Abstellort
Schließen Sie Ihr Fahrrad immer mit dem Rahmen an einen festen Gegenstand an, zum Beispiel an einen Fahrradständer – auch bei kurzer Abwesenheit.
Das bloße Blockieren von Vorder- oder Hinterrad bietet keinen ausreichenden Schutz: Fahrräder können sonst leicht weggetragen oder verladen werden.
Wählen Sie möglichst gut einsehbare, belebte Orte. Meiden Sie dunkle Ecken und abgelegene Plätze. Auch in Kellern, Abstellräumen oder Treppenhäusern sollte das Fahrrad stets angeschlossen werden.
Das richtige Fahrradschloss
Ein hochwertiges Fahrradschloss ist die wichtigste Grundlage für den Diebstahlschutz. Rahmenschlösser allein reichen nicht aus, da sie lediglich die Räder blockieren. Auch Speichenschlösser bieten keinen ausreichenden Schutz. Dünne Kabel oder einfache Schlösser lassen sich leicht mit Werkzeugen wie Seitenschneidern öffnen. Besonders empfehlenswert sind stabile Ketten-, Bügel- oder Faltschlösser. Verwenden Sie möglichst ein zertifiziertes Schloss aus gehärtetem Stahl. Noch mehr Sicherheit bietet die Nutzung von zwei unterschiedlichen Schlössern, zum Beispiel eine Kette und ein Bügelschloss. So muss sich ein Dieb mit seinem Werkzeugsortiment breiter aufstellen und benötigt mehr Zeit, um das Fahrrad zu stehlen. Achten Sie darauf, dass das Schloss groß genug ist, um den Rahmen an einen festen Gegenstand anzuschließen. Wertvolles Zubehör wie Akku oder Display sollten zusätzlich gesichert oder abgenommen werden.
Zusätzlicher Schutz durch GPS-Tracking
GPS-Tracker sind unauffällig am Fahrrad angebrachte Sender. Sie informieren den Besitzer, wenn das Fahrrad bewegt wird, und übermitteln den aktuellen Standort. Eine weitere Möglichkeit zum Aufspüren eines gestohlenen Fahrrades ist die Anbringung von Smart-Tags oder Air-Tags die mit den Betriebssystemen der Smartphones funktionieren. Diese Teile sind kaum größer als eine 2 Euro Münze und können versteckt am Fahrrad angebracht werden. Im Diebstahlfall kann das Rad so leichter lokalisiert werden. Wichtig: Versuchen Sie niemals, Ihr Fahrrad selbst zurückzuholen – verständigen Sie immer die Polizei.
Fahrradcodierung und Kennzeichnung
Eine individuelle Kennzeichnung hilft, gestohlene Fahrräder eindeutig zuzuordnen. Diese kann durch den Eigentümer, Fachhändler oder Organisationen wie den ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V.) erfolgen – meist per Gravur am Rahmen.
Zusätzlich empfiehlt sich ein Fahrradpass. Darin werden wichtige Daten wie Rahmennummer, Hersteller, Modell, Größe sowie ein Foto und ein Eigentumsnachweis festgehalten. Viele Händler stellen solche Pässe aus.
Fahrraddiebstahl – so handeln Sie richtig
Melden Sie den Diebstahl umgehend bei der Polizei. Mithilfe der Angaben aus dem Fahrradpass kann geprüft werden, ob Ihr Fahrrad bereits aufgefunden wurde.
Informieren Sie anschließend Ihre Versicherung. Dafür benötigen Sie in der Regel:
die polizeiliche Anzeige
den Kaufbeleg
ggf. den Fahrradpass und ein Foto des Fahrrads
Diese Unterlagen helfen, Ihren Anspruch nachzuweisen.
Veröffentlichung durch:
Ordnungsamt Koblenz, Initiative „Sicherheit in unserer Stadt“
Ludwig-Erhard-Straße 2, 56073 Koblenz, 0261 129-4760
Sicherheitstipp von Sicherheitsberater für Seniorinnen und Senioren: Ditmar Watermann
Quelle: www.polizei-beratung.de
