Umsetzung des Klimaanpassungskonzepts

© Donald Giannatti auf unsplash
Im März 2026 beschloss der Koblenzer Stadtrat das Klimaanpassungskonzept. Das Klimaanpassungskonzept wurde mit dem Ziel erarbeitet, die Stadt widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen. Zentrale Ziele sind:
- Minimierung der Hitzebelastung
- Sicherung und Verbesserung der Aufenthaltsqualität
- Ganzheitlicher und nachhaltiger Umgang mit zunehmenden Extremwetterereignissen
Ein wichtiges Element des Konzepts ist der entwickelte Maßnahmenkatalog, aus dem zwei priorisierte Maßnahmen zur Grundlage der Sitzung des Klimabeirats ausgewählt wurden:
- Integration von Verschattungselementen auf öffentlichen Liegenschaften (Flächen) als Hitze- und UV-Schutz
- Kühlung von Hitzeschwerpunkten durch Vernebelungsanlagen im öffentlichen Raum
Verschattung und Vernebelung können vergleichsweise kurzfristig umgesetzt werden und tragen schnell zur Reduzierung von Hitzebelastung bei.
Erkenntnisse
Vernebelung
Aufenthaltsqualität und Nutzung
- Bereits bekannt aus:
- Buenos Aires/ Argentinien
- Südfrankreich
- Niederlande
- Stadt Wien
- Wasserflächen in der Innenstadt
- Springbrunnen in Großstädten
- Räumlicher Mehrwehrt ensteht für:
- Bildungseinrichtungen
- Gastronomien
- Konzerte
- Hoch frequentierte Plätze
- In Kombination mit Bäumen
- Innenstadtbereiche
- Diese Nutzergruppen profitieren:
- Grundsätzlich alle
- Wohnungslose
- Kinder
- Senioren
- Schwangere
- Hunde
Wahrnehmung uns Akzeptanz
- Wie werden solche Maßnahmen wahrgenommen?
- Positive Wahrnehmung
- Bedenken hinsichtlich Wasser- und Energieverbauch
- Erlebbare Maßnahme mit Soforteffekt
- Welche Aspekte fördern Akzeptanz und Nutzung?
- Geringer Energie- und Trinkwasserverbrauch
- Bedarfsgerecht auf Knopfdruck
- Kosten-/ Nutzenanalyse
- Ergebnisberichte aus Forschungeprojekten hinzuziehen
- Mobile Verneblung
- Welche Vorbehalte und Misverständnisse können auftreten?
- Betriebskosten
- Trinkwasserverbrauch
- Bereits bekannt aus:
Verschattung
Aufenthaltsqualität und Nutzung
- Bereits bekannt aus:
- Argentinien
- Athen
- Rudolfstadt
- Wien
- Barcelona
- Räumlicher Mehrwert:
- Große versiegelte Flächen
- Belebte, hochfrequentierte Plätze
- Spielplätze
- In Kombination mit Trinkwasserstellen
- Hochfrequentierte Straßen
- Baustellen im Freien
- Versiegelte Schulhöfe
- Diese Nutzergruppen profitieren:
- Einzelhandel & Gastronomie
- Touristen
- Fußgängerinnen und Fußgänger
- Kinder
- Senioren
- Schwangere
- Kranke
- Wohnungslose
Wahrnehmung und Akzeptanz
- Wie werden solche Maßnahmen wahrgenommen?
- Zu langsam, zu wenig: nicht ausreichend
- Mehr Schatten = Höhere Akzeptanz
- Welche Aspekte fördern Akzeptanz und Nutzung?
- Direkter Mehrwert
- Bürgerbeiteiligungen
- Informationsveranstaltungen
- Öffentliches Bewerben der Orte
- "Gutes Tun und darüber sprechen"
- Verschattung mit Kultur kombinieren
- Multifunktionalität z.B. mit Solarpanels
- Welche Vorbehalte und Misverständnisse können auftreten?
- Kosten übersteigen Nutzen
- Emotionale Vorbehalte
- Angst vor Veränderungen
- Nicht erkennbarer Nutzen
- Bereits bekannt aus:
Transfer und Übertragbarkeit auf eigenes Handeln und weitere Akteure
- Wie können Gastronomiebetriebe und Gewerbetreibende für die Themen sensibilisiert werden?
- Pendeant zu "Hitzepilzen" für Vernebelung
- zum Nachmachen motivieren
- Abendinformationsveranstaltungen
- Gruppenanschaffungen und Verleihsystem/ Verleihstation
- Erfahrungsaustausch und Best Practice Beipiele
- Welche Benefits gibt es für diese Akteure?
- Aufenthaltsqualitätssteigerung
- Sponsoring von Sonnensegeln
- Verschattung mit Marketing verbinden
- Welche Hemnisse entstehen?
- Kosten
- Rechtliche Vorgaben
- Welche Rolle können IHK und HWK übernehmen?
- Multiplikator/ Vernetzer
- Arbeitsschutz
- Werbegemeinschaften
- Gibt es weitere Multiplikatoren?
- Seniorenbeirat
- Inklusionsbeirat
- Gewerkschaften
- das Kreatop
- Kinder und Jugendliche über Kitas und Schulen
- Soziale Medien
- Netzwerke und Präsenztermine
- Wie kann die Stadt als Verwaltung unterstützen?
- Als Multiplikator
- Beispielprojekte durch gezielte Förderung
- Expertise sammeln
- Förderprogramme
- Vorbildverhalten: Umsetzung von Maßnahmen im eigenen Bereich
- Wie können Gastronomiebetriebe und Gewerbetreibende für die Themen sensibilisiert werden?
