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Bundesprogramm "Demokratie leben!"

„Demokratie leben!“

Demokratie fördern. Vielfalt gestalten. Extremismus vorbeugen.


Seit Oktober 2018 wird die Stadt Koblenz durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ als sogenannte "Partnerschaft für Demokratie" bis zum 31. Dezember 2021 gefördert.

Zielsetzung des Bundesprogramms ist die Förderung des zivilen Engagements und demokratischen Verhaltens auf der kommunalen, regionalen und überregionalen Ebene. Es werden Vereine, Projekte und Initiativen unterstützt, die sich der Förderung von Demokratie und Vielfalt widmen und gegen jegliche Form von Extremismus und Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wie z.B. Rassismus und Antisemitismus arbeiten. Als „Partnerschaft für Demokratie“ tritt Koblenz für Demokratie ein und allen extremistischen Formen sowie Gewalt und den unterschiedlichen Ausprägungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit aktiv entgegen.

Zu den wesentlichen Verwaltungsorganen gehören das federführende Amt, die Koordinierungs- und Fachstelle, der Begleitausschuss und der Jugendbeirat. Das federführende Amt ist zentraler Ansprechpartner vor Ort einerseits für das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie andererseits die Regiestelle im Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA). Ansprechpartnerin der Stadt Koblenz ist die Bildungs- und Kulturdezernentin Frau PD Dr. Margit Theis-Scholz. Zudem unterstützen der regionale Begleitausschuss und der Jugendbeirat die strategische Entwicklung der "Partnerschaft für Demokratie".

Einbezogen werden alle relevanten staatlichen und demokratischen nichtstaatlichen Organisationen und Institutionen auf lokaler und regionaler Ebene (Verwaltung, Politik, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Vereine, Verbände, Initiativen, Polizei, Migrantenorganisationen, Jugendgruppen, Schulen, Wirtschaft, etc.). Durch die jeweils spezifischen Kompetenzen der Akteurinnen und Akteure ist eine Entwicklung lokaler Bündnisse in Koblenz möglich, die an konkreten und erfahrbaren Bedarfen im Bereich der Demokratieförderung und Extremismusprävention ansetzt.

Die Entstehung der Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland ist unmittelbar mit der Stadt Koblenz verbunden: 2018 jährte sich die sogenannte „Rittersturzkonferenz“ zum 70ten mal. Daran anknüpfend wurden die „Koblenzer Wochen der Demokratie“ 2018 erstmalig als eine breit angelegte Veranstaltungsreihe durchgeführt. 2019 wurden sie von mehr als 30 Akteurinnen und Akteuren unter dem Motto „Wozu Demokratie? Weil wir die Wahl haben!“ fortgeführt und weiterentwickelt. In über 50 Veranstaltungen konnten die Besucherinnen und Besucher gemeinsam über das Zusammenleben in Stadt und Region nachdenken sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt aktiv gestalten.  Die „Koblenzer Wochen der Demokratie“ sind seit 2019 in die lokalen Aktivitäten der "Partnerschaft für Demokratie Koblenz" im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ eingebettet und finden jährlich unter Beteiligung zahlreicher lokaler Initiativen, Vereine und Organisationen statt.

Weitere Informationen zur "Partnerschaft für Demokratie Koblenz" und den "Koblenzer Wochen der Demokratie" finden Sie unter www.demokratie-koblenz.de


Sie möchten ein Projekt in Koblenz mit Bezug zu den Themenbereichen Demokratieförderung, Vielfaltgestaltung und/oder Extremismusprävention durchführen?

Im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" unterstützen wir Sie gerne dabei!

Die letzte Frist zur Einreichung von Anträgen auf Projektförderung im Jahr 2021 ist Freitag, der 15.10.2021.

Bei Rückfragen können Sie sich gerne auch telefonisch oder per E-Mail bei der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie Koblenz melden.

Weitere Informationen zum Förderprogramm "Demokratie leben!", zu den Förderrichtlinien sowie den Projektantrag zur Förderung finden Sie unter www.demokratie-koblenz.de/förderung

Auch auf Facebook sind wir als "Partnerschaft für Demokratie Koblenz" vertreten! https://www.facebook.com/demokratielebenkoblenz/


Im Rahmen der Förderung des Bundesprogramms "Demokratie leben!" sind deutschlandweit viele Materialien in den Themenfeldern Demokratieförderung, Vielfaltgestaltung und Extremismusprävention entstanden, die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit sowie engagierten Bürgerinnen und Bürgern über das Informationsportal "Vielfalt-Mediathek" kostenfrei zum Download zur Verfügung stehen.

Link zur Vielfalt-Mediathek: https://www.vielfalt-mediathek.de/

Aktivitäten der "Partnerschaft für demokratie" koblenz

  • 2021: 

     Koblenz spricht: Veranstaltungen zu ausgewählten Themen. Durch Diskussionsforen wird dazu angeregt, seine eigene Filterbubble zu verlassen und sich mit unterschiedlichen demokratischen und tagesaktuellen Fragestellungen auseinanderzusetzen. "Koblenz spricht" möchte dabei nicht nur einzelne Gruppierungen, sondern die breite Masse ansprechen. Dieses Jahr befassten sich die Veranstaltungen unter anderem mit der heutigen Leistungsgesellschaft und dem allgemein zu beobachteten Rückgang demokratischer Staatsformen weltweit. Träger: Sprich e.V. (Koblenz)

    "Wa(h)re Menschen": Projekt zur Aufklärung über Zwangsprostitution und Menschenhandel. Durch Flyer und Plakate versucht die Organisation, die Öffentlichkeit über das Schicksal der Frauen zu informieren. So soll mehr Verständnis und Respekt für Prostituierte und Opfer von Menschenhandel in der breiten Bevölkerung geschaffen werden. Träger: Schattentöchter e.V.

    Hannah Arendt: "Denken ohne Geländer": Onlineveranstaltung, die sich mit Denk- und Lösungsansätzen zur Stärkung von Demokratie und Freiheit befasst. Hierbei wird näher auf die Texte der deutsch-US-amerikanischen Publizistin Hannah Arendt eingegangen. Träger: Martin-Görlitz-Stiftung/ISSO Institut

    "Ich möchte ja nichts andres als Klarheit": Sophie Scholl zum 100. Geburtstag am 9. Mai 2021: Vortrag der Historikerin und Schriftstellerin Barbara Beuys zum Leben und Wirken der Sophie Scholl. Träger: Katholisches Forum Koblenz

     Barhockerabend zur Seenotrettung: Christopher Hoffmann und Daniel Steiger führen durch die Veranstaltung zur Lage der zivilen Seenotrettung auf dem Mittelmeer. Die Referentin der Organisation Sea-Watch e.V, Rebecca Berker, berichtet live von Bord der Sea Watch 3 und betont die Dringlichkeit der Seenotrettung. Darüber hinaus sollen Denkanstöße zur momentanen Außenpolitik der Europäischen Union und der allgemeinen Flüchtlingspolitik gegeben werden. Desweiteren fordert die Veranstaltung zu eigenem Engagement auf, um die Problematik zu minimieren. Träger: Katholische Erwachsenenbildung Koblenz

    Fake News: Workshop für Jugendliche: Eine Veranstaltung, die dazu gedacht ist, Jugendliche im Umgang mit Fake News zu sensibilisieren. Die Verbreitung von Fake News in dieser Altersgruppe nimmt zu, insbesondere in Form von Verschwörungserzählungen. Das verstärkt gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Antisemitismus. Die Jugendliche sollen darauf trainiert werden, diese Fake News zu erkennen und erlernen, wie man sich ihnen entgegensetzen kann. Träger: Kinder- und Jugendbüro c/o Jugendkunstwerkstatt Koblenz e.V. in Zusammenarbeit mit der medien+bildung.com gGmbH

    Kinderspielstadt Schängelheim: In der Kinderspielstadt erlernen Kinder spielerisch die Funktionen von Gemeinwesen und Demokratie. Sie funktioniert haargenau wie eine reale Stadt: Die Kinder können sich zum Bürgermeister oder zur Bürgermeisterin wählen lassen, aktiv im Theater der Stadt mitwirken, oder sich in anderen Berufen wie Schreinerin oder Schneider verwirklichen. Sogar eine eigene Währung gibt es! Von der werden dann Waren, aber auch Steuern oder Lohnabrechnungen bezahlt. Für jedes Kind ist hier etwas dabei, um selbst aktiv und kreativ zum gemeinsamen Leben in der Kinderspielstadt Schängelheim mitzuwirken. Träger: AWO Kreisverband Koblenz-Stadt e.V.

    "#zeigunsdeinenstadtteil": Die Jugendlichen erkunden ihren eigenen Lebensraum künstlerisch, in dem sie ihn mit der Kamera ablichten. So wird ihre Lebenswirklichkeit der breiteren Masse zugänglich. Wichtig ist auch der daraus resultierende politische Dialog mit Lokalpolitikern und Lokalpolitikerinnen und eventuellen politischen Forderungen der Jugendlichen an diese. Träger: Jugendkunstwerkstatt Koblenz e.V. und Stadtjugendring e.V.

    "... schweig dich laut":  Ein Projekt der Kulturfabrik Koblenz in Zusammenarbeit mit Studierenden der Kulturwissenschaft in Koblenz. Es zielt auf eine bessere Integration der türkischen Community und auf mehr Inklusion von Menschen mit Behinderung. Dies soll durch drei unterschiedliche Workshops gewährleistet werden. In diesen werden Themen angesprochen, die im gesellschaftlichen Leben von großer Bedeutung sind: Beispiele dafür sind etwa Liebe, Freundschaft und Familie. Ziel ist, dass dies in Form von non-verbaler Kommunikation geschieht. Es wird mit Eurythmie, Gebärdensprache und Maskendarstellung gearbeitet. Träger: Kulturfabrik e.V. in Zusammenarbeit mit der Universität Koblenz

    Veranstaltungsreihe zum Superwahljahr 2021: Ein Podcast für und von Jugendlichen über die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, die Forderung nach Wahlen ab einem Alter von 16 Jahren, queere Fragen in der Politik und die Bundestagswahl im September. Träger: Jugendkunstwerkstatt Koblenz e.V.

    SUKKOT XXL: Das jüdische Laubhüttenfest wird im Rahmen des Jubiläumsjahrs "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" bundesweit gefeiert. Die Jüdische Kultusgemeinde Koblenz organisiert gemeinsam mit der Christlich-Jüdischen Gesellschaft für Brüderlichkeit Koblenz e.V. eine ganze Woche mit täglichen Vorträgen zu jüdischem Leben, der jüdischen Religion und jüdischen Festen. Die Festwoche dient der gegenseitigen Begegnung, schafft Vertrauen und hilft, Vorurteile abzubauen. Träger: Jüdische Kultusgemeinde Koblenz

    Virtueller Informations- und Erinnerungsort zu Rechter Gewalt: Die Initiative Kein Vergessen Koblenz setzt sich für die Erinnerung an Opfer rechter Gewalt ein, insbesondere an Frank Bönisch, der im August 1992 auf dem Koblenzer Zentralplatz ermordet wurde. Die Initiative möchte den Erinnerungsort an das Nazi-Attentat in Koblenz „renovieren“ und in eine digitale Form weiterentwickeln. Der Zentralplatz sah damals ganz anders aus als heute, dies soll durch den möglichen Schritt vor Ort ins Digitale auch verdeutlicht werden. 1992 war er auch ein Treffpunkt für Wohnungslose, Druguser*innen, Punks uvm. Personengruppen, die nicht in das rechte Weltbild des Täters passten. Hierfür wird ein virtueller Raum erstellt, in dem Informationen, Hintergründe und Dokumente zur Tat sowie den gesellschaftlichen Kontexten abrufbar sind. Eine lokale Infotafel soll auf diesen Ort hinweisen. Am 24. August geht dieser virtuelle Raum im Rahmen einer (Gedenk-)Veranstaltung vor Ort online. Parallel dazu soll die Gedenkplatte auf dem Zentralplatz erneuert werden, damit diese sichtbarer wird. Link zum virtuellen Erinnerungsort: https://www.initiative-kein-vergessen-koblenz.de/digitaler-gedenkort/. Träger: Initiative Kein Vergessen Koblenz / SJD Die Falken Stadtverband Koblenz

    Holocaust-Filmtage: Seit 75 Jahren gibt es unterschiedlichste Filme, die versuchen, die systematische Vernichtung der Juden durch die Nationalsozialisten filmisch darzustellen. Die Darstellung des Kriegs und anschließenden „Friedens“ wurden dabei auf unterschiedlichste Art verarbeitet und gezeigt. Eine differente Erinnerungskultur wird so aufgezeigt und in der nicht möglichen, oder doch gewollten, Symbiose von Krieg und Frieden fokussiert. Die Transferstelle der Universität in Koblenz zeigt in Zusammenarbeit mit dem Apollo-Kinocenter Koblenz vier exemplarische Filme, die in einer kurzen Kontextualisierung vorab und mit einer anschließenden Diskussion aufgearbeitet werden. Die Auswahl der Filme zeigt eine zeitliche Darlegung der unterschiedlichen filmischen Darstellung verschiedener Jahrzehnte. Gezeigt werden die Filme "Shoah" (Auszüge), "Das Leben ist schön", "Hannah Arendt" und "Die Akte General". Zu jedem Termin gibt es eine moderierte Einführung und passende Expert*innenvorträge, sodass auch im Anschluss noch Raum für Fragen und Diskussion ist. Träger: Transferstelle der Universität Koblenz-Landau

    "Wir gegen Rassismus" zur Bundestagswahl: Zwei weitere virtuelle Barhockerabende wollen einen Beitrag zur politischen Meinungsbildung liefern, im Blick insbesondere die Gruppe der Erstwähler*innen.

    • Am 16.09. erzählt die Zeitzeugin und Holocaust-Überlebende ihre Geschichte und beantwortet Fragen. Die heute 87-Jährige Jüdin wurde für ihr Engagement gegen das Vergessen der Nazi-Gräuel von Bundespräsident Steinmeier 2020 mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse ausgezeichnet.
    • Am 23.09. berichtet die Freiwillige Rebecca aus Koblenz von ihren Erlebnissen in den Flüchtlingslagern auf Lesbos und in Athen. Wie geht es den Menschen dort? Was hat Rebecca erlebt? Was bedeutet das mit Blick auf die Bundestagswahl für die Themen Migration und Menschenwürde?

    Die digitalen Veranstaltungen in Form einer Videokonferenz werden musikalisch umrahmt von jungen Musiker*innen aus der Region, die sich gegen Rassismus engagieren. Träger: Katholische Erwachsenenbildung Koblenz in Kooperation mit der Jugendaktion "Wir gegen Rassismus" im Bistum Trier und der Initiative AnsprechBar

    Hip Hop-Workshop in den Herbstferien: An vier Workshop-Tagen erarbeiten die jugendlichen Teilnehmenden zusammen mit dem Musiker David Schirmberg sowohl die Themen, über die ein Song geschrieben werden soll, als auch die Techniken und Grundlagen des Textens und Song-Produzierens. Es wird im Laufe des Workshops gemeinsam mit den Teilnehmenden entschieden, in welcher Form die Ergebnisse vertont werden (gemeinsamer Song am Ende oder einzelne Song-Fragmente während der Workshoptage). Reflektieren werden die Teilnehmenden über die Themen gesellschaftlicher Zusammenhalt, Zusammenleben in Vielfalt und Identitäten. Das übergeordnete Thema des Workshops ist Demokratiebildung und -sensibilisierung, die eigene Rolle in der Gesellschaft, Wünsche und Bedingungen des Zusammenlebens und die Verbalisierung dessen in den Songtexten. Träger: Kinder- und Jugendbüro Koblenz in Trägerschaft der Jugendkunstwerkstatt Koblenz e.V. und des Stadtjugendringes e.V.

  • 2020:

    • "Erziehung prägt Gesinnung": Online-Vortrag des Referenten Dr. med. Herbert Renz-Polster zur besonderen Bedeutung der frühkindlichen Erziehung auf die spätere politische Ausprägung, der sich insbesondere an pädagogische Fachkräfte sowie an Sozialisationsorten Tätige richtet. Träger: Katholische Erwachsenenbildung Koblenz
    • Online-Vortragsreihe zum Thema Corona und Verschwörungstheorien: An drei Tagen im Juli referieren Dr. Thomas Grunau, Katharina Nocun und Dr. David Römer über unterschiedliche Facetten von Verschwörungstheorien, die aufgrund der Corona-Pandemie und der politischen Entscheidungen in der Krise verstärkt aufkeimen. Dabei sind Verschwörungstheorien nichts Neues, erreichen aber durch die Sozialen Medien, populistische Wortführer und sich neu zusammensetzende Gruppierungen eine neue, demokratiegefährdende Dimension. Träger: Universität Koblenz-Landau in Kooperation mit der Koordinierungs- und Fachstelle
    • Koblenz Spricht: Offenes Diskussionsforum zu ausgewählten Themen. Für alle, die sich aus ihrer individuellen Filterblase bewegen wollen, was zu sagen haben, anderen zuhören und mit ihnen sprechen möchten. Abgerundet durch regionale Künstlerinnen und Künstler, Poetry Slams, die die Gedankenwelt anregen, Frag-mich-alles-Formate und ständige Interaktion mit dem Publikum. Hier kann jede und jeder eigene Botschaften ohne Umwege in die Öffentlichkeit transportieren. Einzige Grenze: Kein Faschismus, keine Hetze und keine extremen Verschwörungsideologien. Träger: Sprich e.V. (Koblenz)
    • Migration, Geflüchtete und wir: Wege aus der Spaltung- Vortrag: ARD-Autor Martin Gerner versucht die Perspektive uns fremder Menschen erfahrbar zu machen. Träger: Kloster Arenberg
    • Herzland Europa zwischen Frankreich und Deutschland – Wiege der europäischen Demokratie: Über einen geographischen und heimatkundlichen Ansatz sollen eher unpolitische Menschen (die Mehrheit!?) an das Thema der europäischen Einigung und der europäischen Demokratie herangeführt werden. Im historischen Kontext soll herausgearbeitet werden, wie das Herzland Europas, also die Landschaft entlang des Rheins, Spielball der großen Mächte war und erst im Zuge der Einigung Europas zu Frieden und Wohlstand kam und eben zur Wiege der europäischen Demokratie wurde. Simon Winder, Autor von “Herzland Europa. Eine Reise durch Europas historische Mitte zwischen Frankreich und Deutschland”, referiert und diskutiert mit den Teilnehmenden. Träger: Pulse of Europe Koblenz
    • 2Rivers Filmfestival: Das "Two Rivers Festival. Cross-Cultural Documentary Cinema Koblenz" findet über das verlängerte Fronleichnams-Wochende aufgrund der Corona-Pandemie digital statt. Die größtenteils ethnografischen Filme laden dazu ein, einen Einblick in andere Kulturen zu bekommen und in den Dialog zu treten. Gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie Koblenz werden insbesondere die drei Schwerpunkte: Demokratisierungsprozesse in Myanmar, Demokratie braucht Dialog und die Bring-Your-Own-Filmwerkstatt. Träger: Filmfest e.V.
    • Wand der Erinnerung: Eine Wand mit allen Namen derjenigen, die seit 1990 Opfer rechtsextremer Gewalt wurden, anlässlich des Jahrestags des rechtsextremen Anschlags auf dem Koblenzer Zentralplatz 1992, bei dem ein Neonazi mit einer Schusswaffe auf eine Gruppe von Menschen zielt. Frank Bönisch wurde tödlich getroffen und starb noch vor Ort. Träger: SJD Die Falken Stadtverband Koblenz, Initiative Kein Vergessen Koblenz
    • "Sie heißt Demokratie": Theaterstück, welches auf die Geschichte, Gegenwart und Zukunft unserer Demokratie hinweist und sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler richtet, mit denen im Anschluss diskutiert wird. Träger: Theater am Ehrenbreitstein
    • 5 Jahre Flüchtlingshilfe Koblenz: Treffen von Ehrenamtlichen und Geflüchteten, die ihre Erfahrungen von Flucht und Ankommen in einer neuen Heimat mit den Anwesenden teilen. Träger: Soziales Netzwerk Koblenz e.V.
    • Live Hörspiel "Das andere Leben":  Schauspieler Thomas Darchinger trägt die Autobiografie von Solly Ganor, der mit nur 13 Jahren von seiner Familie getrennt und in einem KZ inhaftiert wird, Schülerinnen und Schülern der Julius-Wegeler-Schule (BBS) vor. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Veranstaltung online in mehreren Klassenräumen übertragen. Eine zweite Online-Veranstaltung war für alle Interessierten zugänglich, bei der nach dem Vortrag von Ausschnitten aus der Autobiografie viel mit den Teilnehmenden über Demokratie und aktuelle Entwicklungen diskutiert wurde. Träger: Verein Hoch 10 =! Verein zur Förderung gesellschaftspolitischer Kultur e.V.
    • Lichtinstallation Demokratie-Zitate: Zum Abschluss der Koblenzer Wochen der Demokratie, am Abend des 2. Oktobers, werden Zitate renommierter Persönlichkeiten an die Fassade des Rathauses gestrahlt und regen zum Nachdenken und Austausch über die Bedeutung von Demokratie und demokratischen Werten an. Träger: Demokratische Bildung Koblenz e.V. in Kooperation mit der Koordinierungs- und Fachstelle
    • "Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten": Alice Hasters liest aus ihrem Ende 2019 erschienenen Buch, in dem sie ihre Erfahrungen mit Rassismus im Alltag aus Betroffenenperspektive schildert und dafür sensibilisieren möchte. Nachdem sie einige Passagen vorliest, werden Fragen aus dem Publikum beantwortet. Träger: Kulturfabrik Koblenz
    • EINNORDEN, der/die LETZTE macht das Licht aus: Eine Ausstellung von Künstlerinnen und Künstlern mit interessierten Jugendlichen, die im prozesshaften kreativen Austausch tagespolitischer Fragestellungen entsteht. Träger: Jugendbegegnungsstätte Haus Metternich
    • Weimarer Verhältnisse? Wie man aus der Geschichte das Falsche lernt: In einem moderierten Gespräch gehen ein Historiker und ein Pädagoge der Frage nach, wie und was man aus der Geschichte lernen kann. Am Beispiel der viel zitierten "Weimarer Verhältnisse" fragt der Historiker zum Beispiel, was Geschichte eigentlich ist und der Pädagoge, was Lernen in dem Zusammenhang bedeuten soll. Die Moderatorin, selbst Historikerin bringt zusätzliches zum Fallbeispiel Weimar und der aktuellen (Demokratie-)Diskussion ein. Im zweiten Teil wird das Gespräch für das Publikum geöffnet, um mit jüngeren und älteren Besuchern und Besucherinnen über lernen aus der Geschichte ins Gespräch zu kommen. Träger: Universität Koblenz-Landau
    • "Einigkeit und Recht und Freiheit" - 30 Jahre Wiedervereinigung und wie geht es weiter?: Passend zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung kommt an dem Abend mit Dr. Bernhard Vogel ein Gesprächsgast zu Wort, der beide Teile des wiedervereinten Deutschlands als Politiker und Ministerpräsident gestaltet hat (1976 – 1988 in Rheinland-Pfalz, 1992 – 2003 in Thüringen). Ist die Wiedervereinigung gelungen? Wie viel bleibt noch zu tun? Mit welchen neuen Herausforderungen ist die politische Tagesordnung gefüllt? Mit Dr. Bernhard Vogel sollen dessen Erfahrungen und Lösungsvorschläge für eine gesamtdeutsche Entwicklung diskutiert werden. Träger: Katholische Erwachsenenbildung Koblenz
    • Feinanalysen. Über die Deutschen: Herbert Marcuse verfasste während des Zweiten Weltkriegs bahnbrechende Arbeiten für die US Regierung über die Mentalität der Deutschen im NS-Staat, in denen sich erstaunlich aktuelle und moderne Antworten auf heutige Fragen finden lassen. Peter Erwin Jansen, Dozent an der Hochschule Koblenz und Herausgeber der Nachlässe von Herbert Marcuse und Leo Löwenthal, referiert über Marcuses geistigen Beitrag zur Bekämpfung der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland und bezieht diesen auf aktuelle Formen des Antisemitismus. Die thematische Einführung zum Film und die Filmvorführung von „Der Staat gegen Fritz Bauer“ zeigt noch nach dem 2. WK bestehende Formen von rechtsextremen Orientierungen und Handlungen. Er sensibilisiert die Teilnehmenden für ein Lernen aus der Vergangenheit für die Zukunft. Träger: Universität Koblenz-Landau
    • Interventionen für Demokratie und Vielfalt: An der Goethe Realschule Plus in Koblenz-Lützel werden Workshops zu fünf ausgewählten Menschenrechten von Künstlerinnen und Künstlern mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt, die sich so auf unterschiedliche Weise mit ihren Rechten auseinandersetzen und lernen, dass alle Menschen dieselben Rechte haben. Träger: Verein der Freunde und Förderer der Goetheschule e.V.
    • Europas Stunde - der dritte Weg zwischen chinesischer Diktatur und US-Populismus: Es wird entgegen aller Prognosen zur zukünftigen Dominanz Chinas gegenüber Europa dargestellt, dass Europa das wirtschaftliche, soziale und politische Potenzial hat einen eigenen dritten Weg zwischen den Weltmächten USA und China zu gehen, wenn es denn über seine nationalen Egoismen hinauswächst und an einem Strang zieht. Vortrag über Europas Stunde mit Torsten Riecke, Autor von “ Europas Stunde: Der Kampf der groβen Mächte und die Renaissance eines unterschätzten Kontinents”. Träger: Pulse of Europe Koblenz
    • Open Air Kino: Der Koblenzer Jugendrat organisiert auch in diesem Jahr ein Open Air Kino, welches mit viel Abstand und an der frischen Luft Corona-konform stattfinden kann. Schon vor dem Event werden Jugendliche dazu aufgerufen, ihre Statements zum Thema Rassismus abzugeben, die am Abend selbst von den Anwesenden noch ergänzt werden. Der Film "Harriet - Der Weg in die Freiheit" handelt von der Sklaverei und zeigt, welche Ausmaße Rassismus annehmen kann. Träger: Koblenzer Jugendrat (Kinder- und Jugendbüro Koblenz, Jugendkunstwerkstatt Koblenz e.V.)
    • Dialog mit Andersdenkenden: Im Workshop mit Coach Jochen Hiester lernen die Teilnehmenden die Grundlagen der Gewaltfreien Kommunikation sowohl in der Theorie, insbesondere aber in der Praxis. Träger: Universität Koblenz-Landau
    • Politische Partizipation und Parteipräferenzen von Zuwandern: Prof. Dr. Uslucan gibt Einblicke in Statistiken und Hintergründe zur politischen Partizipation und Parteipräferenzen von Zuwanderern und diskutiert nach seinem Vortrag mit den Anwesenden über Herausforderungen, Bedingungen und Chancen einer (politischen) Integration vor Ort. Träger: Internationales Kulturzentrum Koblenz e.V. 
    • Corona und Grundrechte: wie viel Verbot ist erlaubt?: Ein Vortrag von Rechtsanwalt Arno Gerlach gefolgt von einer Diskussion interessierter Bürgerinnen und Bürger über die rechtlichen Grundlagen der aufgrund der Corona-Pandemie zunehmend eingeschränkten Rechte. Träger: ProJustiz Rheinland e.V.
    • Kriminalitätseinstellung und politische Radikalisierung: Dr. Sandro Corrieri gibt Einblicke in seine Forschungen über die Wahrnehmung von Kriminalität und die Zusammenhänge von Kriminalitätsfurcht und Radikalisierungsprozessen innerhalb der Gesellschaft. Träger: Universität Koblenz-Landau
    • Filmprojekt Stolpersteinpatenschaften: Viele Koblenzer Schulen übernehmen Patenschaften für Stolpersteine. Damit leisten sie aktive Gedenk- und Erinnerungsarbeit, indem sie an die Opfer des Nationalsozialismus gedenken. Da eine Zusammenkunft aller beteiligten Schulen in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich war, wurde kurzerhand ein Filmprojekt realisiert. Schülerinnen und Schüler berichten über die Einzelschicksale derjenigen, deren Namen auf den Stolpersteinen stehen, schildern ihre Gedanken und Gefühle zu den schrecklichen Taten der Vergangenheit und sind sich einig: Dass niemand vergessen werden und so etwas nie wieder passieren darf! Träger: DGB Jugend Koblenz
    • Orange Your City: Auch in Koblenz leuchten zum Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen am 25. November viele private und markante öffentliche Gebäude gemäß dem Motto "Orange Your City" orange. Weltweit wird mit dieser Aktion das Thema Gewalt gegen Frauen in die Öffentlichkeit getragen, was auch Ziel der Aktion in Koblenz ist. Da es sich dabei immer noch um ein Tabuthema handelt, sollen durch diese Aufmerksamkeit, verbunden mit Information zum Thema, bestehende Hilfsangebote und ihre Anlaufstellen bekannter werden. Auf diese Weise besteht die Chance, dass Betroffene davon erfahren und ermutigt werden, sich Hilfe zu holen. Träger: Verein der Freunde Zonta e.V.
    • Ein Raum für Jacqueline Diffring. DAS ATELIER im Mittelrhein-Museum: Aufarbeitung von Regionalgeschichte mit Einordnung spezifischer Künstlerbiographie und Bearbeitung künstlerischen Schaffens sowie Darstellung von Demokratie-Entwicklung nach 1945 im Kunstbetrieb in Form einer wissenschaftlichen Publikation. Hierauf aufbauend geschieht ein Erkenntnistransfer in einem erinnerungspädagogischem Projekt mit Jugendlichen aus Koblenz, in Kooperation mit der Hochschule Koblenz, sowie geschichts- und museumspädagogische Vermittlungsangebote. Träger: Verein der Freundinnen und Freunde des Mittelrhein-Museums und Ludwig Museums Koblenz e.V.
    • Koblenzer Wochen der Demokratie: Die Veranstaltungsreihe konnte trotz Corona stattfinden, musste allerdings von März in den September verschoben werden und war ein Mix aus Online- und Offline-Veranstaltungen, die zu der Auseinandersetzung mit Demokratie in all ihren Facetten anregten. Oben stehende Veranstaltungen und Projekte waren teilweise Bestandteil der diesjährigen Koblenzer Wochen der Demokratie, die unter dem Motto "75 Jahre später - Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen" an die Befreiung von Auschwitz vor 75 Jahren erinnerten. Gleichzeitig widmeten sie sich den wachsenden demokratiefeindlichen Tendenzen innerhalb der Gesellschaft.
  • 2018-2019:

    • Kommunalpolitische Planspiele: In den kommunalpolitischen Planspielen konnten sich Jugendliche der Klassenstufe 9/10 spielerisch mit Kommunalpolitik auseinandersetzen. Ziel war es, dass die Schülerinnen und Schüler sowie Jugendliche die Abläufe in der Kommunalpolitik besser verstehen, demokratische Prozesse erleben und sich für Kommunalpolitik und ihre Möglichkeiten, durch Wahlen und aktive Teilhabe, interessieren.                                                                                                                                                                                                                     
    • Jugendforum zur Kommunalpolitik: Ziel des Jugendforums war es, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Fragen an die Kandidatinnen und Kandidaten für den Koblenzer Stadtrat stellen und so die Abläufe in der Kommunalpolitik besser verstehen, sich für Kommunalpolitik interessieren und animiert werden, sich mit den politischen Inhalten zu beschäftigen, auch wenn sie noch nicht selbst wählen dürfen.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                
    • Audio- und Fotoprojekt "Heimat erkennen": Um ein respektvolles Miteinander zu etwas Alltäglichem und Selbstverständlichem werden zu lassen, wurden Begegnungen und Lebenshintergründe verdeutlicht. Durchgeführt wurde das fünftägige Projekt mit Jugendlichen, die aus unterschiedlichen Ursprungsfamilien kommen. Ziel war es, Verständnis für die unterschiedliche Herkunft und damit für die aktuelle Lebenssituation der Teilnehmenden zu schaffen. Toleranz und Empathie sollten gestärkt werden. Die Ergebnisse wurden in der Öffentlichkeit präsentiert um damit mehr Menschen zu erreichen.                                                                                                                                                                                                                                                                                                              
    • Kunstwerke und Open-Air-Kino zum Thema Rassismus: Das Projekt bestand aus zwei Elementen. Zum einen gestaltete eine Schulklasse der Realschule plus auf der Karthause drei Tage lang Kunstwerke zum Thema Rassismus. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit rassistischen Alltagssituationen aktiv auseinander. Die Werke wurden anschließend für Jugendliche ausgestellt und präsentiert. Damit die Ausstellung noch mehr Aufmerksamkeit erregte, wurden die Werke auch im Rahmen des diesjährigen Open-Air-Kinos in der Öffentlichkeit ausgestellt.                                                                                                                                                                                                                                                                     
    • JUFO Podiumsdiskussion: JUFO ist eine gemeinnützige, von Schülerinnen und Schülern und Studierenden getragene Organisation, die bundesweit Veranstaltungen durchführt. Es werden überparteiliche Debattenevents im US-amerikanischen Stil unter der Beteiligung von Nachwuchspolitikern an Schulen, welche als freiwillige Abendveranstaltungen angeboten werden, veranstaltet.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        
    • Szenische Lesung "Das andere Leben": Eine Demokratiekampagne über die Autobiographie von Solly Ganor. Die Lesung (mit Einführung und abschließender Aufbereitung) durch Thomas Darchinger ist lebendiger Geschichtsunterricht und kann einen elementaren Beitrag zur Bildung der Jugendlichen leisten, besonders im Hinblick auf die Wertschätzung, den Erhalt und die Weiterentwicklung der freiheitlichen Demokratie.                                                                                                                                                
    • "missio-Truck": Am Beispiel von Bürgerkriegsflüchtlingen im Ostkongo wurden die Besucherinnen und Besucher durch die multimediale Ausstellung im missio-Truck "Menschen auf der Flucht" für die Ausnahmesituation Flucht sensibilisiert.

    • Kommunalwahl-Informationsveranstaltung #nachgefragt: Ziel von #nachgefragt ist es, jungen (wahlberechtigten) Menschen eine Möglichkeit zu geben, den antretenden Parteien ihre Fragen zu stellen. Die ganze Veranstaltung wurde von jungen Menschen für junge Menschen geplant. Die Veranstaltung soll zeigen, dass Politik alle Menschen angeht und wählen gehen der erste Schritt ist, um sich politisch und demokratisch zu engagieren.

    • Filmvorführung am Internationalen Tag der Demokratie: Vorstellung des Dokumentarfilms „Prävention. Wie die Demokratie gerettet werden soll“. Der Film greift die drängenden gesellschaftlichen Fragen und Probleme auf und geht unter anderem der Frage nach, wie gefährlich die steigende Radikalisierung aus der Mitte der Gesellschaft heraus für unsere Demokratie ist. Darüber hinaus werden Ursachen für Radikalisierung und damit Ansatzpunkte für Präventionsarbeit und ihre Aufgaben thematisiert. Im Anschluss an die Vorführung findet eine Diskussion zur Bedeutung von Prävention als gesellschaftliche Aufgabe statt.

    • Europafest: Mit Euro-Musik, Euro-Food, Euro-Quiz, Euro-Info und Euro-Talk wird für europäische Werte und Demokratie kurz vor der Wahl geworben.

    • Infomobil des Deutschen Bundestages: Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Bundestages wird das Infomobil des Deutschen Bundestages während seiner Deutschlandtour die Stadt Koblenz besuchen, um Bürgerinnen und Bürger über die Arbeit des Deutschen Bundestages zu informieren. Abgeordnete der besuchten Wahlkreise berichten über ihre persönlichen Erfahrungen im Parlament und stehen den Besucherinnen und Besuchern ebenso Rede und Antwort wie die Honorarkräfte des Deutschen Bundestages.

    • Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen": Sie weist in 16 Tafeln auf die Grundlagen unserer Demokratie und die Gefahren hin, die vom Rechtsextremismus als Bedrohung für Demokratie und Menschenrechte ausgehen.

    • Theateraufführung "Sie heißt Demokratie": Es geht um alles oder nichts. Ein aktuelles, brennendes Thema. Wie schützt man die Demokratie und warum? Eine spannende, aktuelle Geschichte. In mehreren Szenen wird das Geschehen in unserer Welt und der politischen Macht erzählt.

    • Kunstausstellung "Im Spiegel der Menschenrechte und der Verfassung – Realität und Anspruch der Gleichberechtigung": Ziel der Ausstellung, der Podiumsdiskussion und des involvierten SlamContest ist die Schaffung einer Diskussion zur Frage nach dem Spiegel der Menschenrechte und der Verfassung zwischen Realität und Anspruch der Gleichberechtigung. Die Menschenrechte, die universellen Anspruch haben sollten, werden neben der Verfassung als normative Orientierung und Verbindlichkeit verstanden, die auf Grund der Zunahme von kultureller, religiöser und individueller Vielfalt wichtiger denn je sind. Die bildlich dargestellten 30 Artikel der Menschenrechte der Künstlerin Antje Wichtrey zum Thema Grundgesetz und Menschenrechte fördern dabei die Reflexion zur Berücksichtigung von Gendermainstreaming und Diversity in der Verfassung sowie der noch immer aktuellen Thematik von Flucht und Asyl.

    • „Weiberaufstand – Was der Kirche noch fehlt“: „Die heilige Weihe empfängt gültig nur ein getaufter Mann“. In ihrer Streitschrift „Der Weiberaufstand“ analysierte Dr. Christiane Florin die kirchliche Position und führte mit Wortwitz vor Augen, dass der Ausschluss der Frauen von Weiheämtern bedeutet, dass die kirchliche Macht nach wie vor in Männerhand liegt.

    • Speakers Corner „Du hast das Wort“: Die Veranstaltung fand 2019 zweimal statt. Angelehnt an die Speakers‘ Corners im Londoner Hyde Park bietet das Konzept eine Bühne für Demokratie und Freiheit. Beim ersten Mal ging es um die Fragen "Wie wird Europa lebendig? Und wann zur Heimat? Was ist der Wert von Freiheit?". Beim zweiten Treffen beschäftigten sich Impulsgeber und Interessierte mit „Integration im Sport“, insbesondere im Fußball.

    • Workshop „Mehr Mitbestimmung in Schulen und Kindertagesstätten“: Kinder und Jugendliche aller Altersstufen schätzen es sehr, wenn sie in Entscheidungen bei allen Angelegenheiten einbezogen werden, die sie betreffen. Leider ist es so, dass die in Schulen und Kindertagesstätten tätigen Erwachsenen oftmals vor einem Mehr an Mitbestimmung zurückschrecken, als sie es bisher ermöglichen. Sie tun dies oftmals aus der Überzeugung, dass ein Mehr an Mitbestimmung eine Überforderung für alle darstellen würde. Bei diesem Workshop bekamen die Teilnehmenden eine ganze Reihe von Anregungen, wie es möglich ist, das jeweilige Maß an Mitbestimmung in einer Schule oder Kindertagesstätte auszubauen und zwar ohne, dass Überforderung sich breit macht.

    • Filmvorführung „Freistunde“: Der preisgekrönte Dokumentarfilm „Freistunde“ von Margarete Hentze und Yuval Tzafrir widmet sich den demokratischen Schulen, einem in Deutschland wenig bekannten Schulsystem. Hier entscheiden SchülerInnen demokratisch über ihre Lerninhalte und übernehmen in vielen schulischen Belangen selbst die Initiative.

    • Vortrag "Anthropoikratie": In dieser Veranstaltung ging es darum, das Bewusstsein von Demokratie zu schärfen und die Beteiligungsmöglichkeiten von Menschen zu erhöhen. Die neuen Medien (Handy, Internet etc.) bieten neue interessante Möglichkeiten für jeden, sich zu beteiligen.

    • Projekt „Immer diese Widersprüche – Kreativ Workshop“: Jugendliche aus Koblenz und Umgebung erproben in einem Workshop Camp Ausdrucks- und Gestaltungsmöglichkeiten in den Bereichen Hip-Hop, Tanz, Rap/Gesang, Musik/Band, und Audio/Videoproduktion.  Ausgehend von der Frage, wie jugendliche Lebensentwürfe aussehen können, werden die Räume der Jugendbegegnungsstätte und der Außenbereich auf dem Münzplatz zur offenen Werkstatt. Nicht nur das Ergebnis, auch die Ausarbeitung und die inhaltliche Auseinandersetzung sollen für interessierte Bürgerinnen und Bürger in den offenen Workshop-Modulen sichtbar gemacht werden.

    • "Koblenzer Wochen der Demokratie": Die Koblenzer Wochen der Demokratie wurden 2018 anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der sogenannten „Rittersturzkonferenz“ ins Leben gerufen. Auf dem Koblenzer Rittersturz – einem Felsvorsprung am Stadtrand, auf dem bis in die 1970er Jahre ein Tagungshotel stand – fanden vom 8. bis zum 10. Juli 1948 entscheidende Beratungen zur Verfassung des Grundgesetzes statt. Die Entstehung der Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland ist somit unmittelbar mit der Stadt Koblenz verbunden. 2019 fanden die "Koblenzer Wochen der Demokratie" bereits zum zweiten Mal statt. Die Bürgerinnen und Bürger können sich bei Workshops, Podiumsdiskussionen, Lesungen, Filmvorführungen und Ausstellungen, welche von mehr als 30 Akteuren und Initiativen aus Koblenz und Region gestaltet werden, mit dem Thema Demokratie auseinandersetzen.

Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!"