Mittelrhein-Museum

Leben in Koblenz

Kultur
stadtführer koblenz
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Maifeier der Deutschen Arbeitsfront (DAF) in der im März 1935 eingeweihten Thingstätte vor dem Kurfürstlichen Schloss (StAK N87).


Wo residierte in Koblenz eigentlich der Gauleiter der NSDAP? Wer war überhaupt Oberbürgermeister? Wo hatte die Gestapo ihren Sitz? Wo war die jüdische Synagoge und wurde sie in der Reichspogromnacht in Brand gesteckt? Auf diese und viele andere Fragen gibt der neue Stadtführer Antworten. Herausgegeben von Stadtarchiv und Landeshauptarchiv rücken die beiden Autorinnen Beate Dorfey und Petra Weiß nicht nur die Orte des Geschehens in Koblenz während der NS-Zeit in den Mittelpunkt, sondern auch die Täter und ihre Opfer. In handlichem Taschenformat werden 30 Stationen vorgestellt, übersichtlich präsentiert auf einem historischen und einem aktuellen Stadtplan, die zu einem Stadtrundgang einladen, der individuell zusammengestellt werden kann. Ausgewähltes Bildmaterial ergänzt die Informationen, eine Chronologie gibt einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse. Außerdem werden die sogenannten Judenhäuser aufgelistet und eine Karte zeigt die „Hoheitsgebiete“ der 15 Koblenzer NSDAP-Ortsgruppen. Zum Schluss bietet die Literaturauswahl einen Ansatz für eine vertiefende Lektüre.



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Beate Dorfey, Petra Weiß: Stadtführer Koblenz. Auf den Spuren des Nationalsozialismus. Hrsg. von der Stadt Koblenz, Stadtarchiv, und dem Landeshauptarchiv Koblenz. Koblenz: Selbstverl., 2012. - 84 S., Ill., Kt. ISBN 978-3-00-38494-3. - 5,00 EUR.