Stattstrand_Girls.jpg

MINT-Region Koblenz

..Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik
Die MINT-Region

In Zeiten eines immer größer werdenden Fachkräftemangels gewinnt MINT-Bildung zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund hat sich die Stadt Koblenz mit regionalen Kooperationspartnern erfolgreich am Förderwettbewerb MINT-Regionen des Landes Rheinland-Pfalz beteiligt. Mit der Anerkennung ist die Region Koblenz eine von insgesamt vier MINT-Regionen in Rheinland-Pfalz und eine von 120 MINT-Regionen bundesweit. Die Stadt Koblenz intensiviert seit der Auszeichnung als MINT-Region Ende 2018 gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern die Bemühungen um eine Stärkung der MINT-Berufe in der Region.

Die MINT-Region Koblenz bündelt, erfasst und vernetzt zusammen mit den Kooperationspartnern die vielfältigen MINT-Projekte in Koblenz und initiieren neue Angebote und Kooperationen, um die MINT-Bildung zu fördern. MINT-Bildung soll über die gesamte Bildungskette, d.h. von der Frühkindlichen Bildung bis zur Ausbildung und zum Studium, nachhaltig gefördert werden. Langfristig sollen die Maßnahmen darauf ausgerichtet werden, die MINT-Fachkräftelücke zu schließen und naturwissenschaftlich-technische Bildung zu stärken. Zu den MINT-Akteuren zählen neben Schulen und Hochschulen auch öffentliche und private Initiativen, Wissenschaftseinrichtungen und außerschulische Lernorte.

Einige namenhafte Wissenschaftler haben Hintergründe in Koblenz und Region:


  • Carl C. Bücker

    Der Flugzeugkonstrukteur Carl C. Bücker wurde am 11. Februar 1895 in Ehrenbreitstein (heute Koblenz) geboren. Nach dem Besuch des Kaiserin-Augusta-Gymnasiums (heute Görres-Gymnasium) trat er 1912 in die kaiserliche Marine ein, die ihn im Ersten Weltkrieg zum Marineflieger ausbilden ließ. Bei einem Seefliegerversuchskommando lernte er den Flugzeugkonstrukteur Ernst Heinkel kennen. Nach Kriegsende betrieb Bücker kurzzeitig eine Spedition, bevor er 1920 in Schweden Berater und Einflieger bei der schwedischen Marine wurde. Als nunmehr schwedischer Staatsbürger gründete Bücker mit Heinkels Hilfe 1921 das Unternehmen Svenska Aero AB, das in Lizenz Heinkel-Flugzeuge fertigte. 1927 folgten von Bücker selbst entwickelte Modelle, die teils im Dienst der schwedischen Luftwaffe flogen. 1932 kehrte er nach Deutschland zurück und gründete 1933 in Berlin die Bücker-Flugzeugbau GmbH, die Schul- und Sportflugzeuge baute. Ab 1935 bot ein Fabrik-Neubau in Rangsdorf bei Berlin Platz für 900 Mitarbeiter. Flugzeuge wie der Doppeldecker „Bü 131 Jungmann" oder der Tiefdecker „Bü 181 Bestmann" gingen erfolgreich in Serie und verkauften sich international. Im Zweiten Weltkrieg fertigte das Werk zunehmend für die Luftwaffe; 1945 wurde die Firma enteignet. Bücker gelang es nicht, wieder im Flugzeugbau anzuknüpfen. Stattdessen leitete er die Vertretung des schwedischen Konzerns SAAB. Am 3. März 1976 starb er in Mölln, die Beisetzung erfolgte in Koblenz. (Bildquelle: Bücker-Museum Rangsdorf)

  • Max von Laue       

    Im Jahre 1912 entdeckte Max von Laue die Beugung von Röntgenstrahlen an Kristallen und wies damit nach, dass sich die Strahlung wie eine Welle ausbreitet. Für diese bahnbrechende Entdeckung, die ein riesiges Anwendungspotenzial bot, wurde er 1914 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Von Laue, am 9. Oktober 1879 in Pfaffendorf (heute Koblenz) als Sohn eines Militärbeamten geboren, hatte Mathematik und Physik studiert und 1903 in Berlin bei Max Planck promoviert. Als dessen Assistent habilitierte er sich 1906 und befasste sich mit der Relativitätstheorie Albert Einsteins. Er lehrte an den Universitäten München und Frankfurt a. M. Theoretische Physik, ab 1919 als Professor an der Universität in Berlin. Das dortige Kaiser-Wilhelm-Institut für Physik machte von Laue 1922 zum stellvertretenden Direktor. Unter den Nationalsozialisten trat er für Einstein und gegen die „Deutsche Physik“ ein, 1943 führte das zu seiner vorzeitigen Emeritierung. Nach Kriegsende nahm von Laue eine Honorarprofessur in Göttingen an und engagierte sich beim Wiederaufbau des deutschen Wissenschaftsbetriebs. 1951 wurde er Direktor des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin. Er erhielt zahlreiche weitere Ehrungen und war bis ins hohe Alter wissenschaftlich tätig. Am 24. April 1960 verstarb von Laue in Berlin. Kurz zuvor hatte die Stadt Koblenz ein Gymnasium nach dem berühmten Physiker benannt. (Bildquelle: gemeinfrei)


  • Friedrich Mohr        

    Die väterliche Apotheke am Koblenzer Jesuitenplatz war die erste Wirkungsstätte des Pharmazeuten Karl Friedrich Mohr, der sich um die chemische Maßanalyse verdient gemacht hat. Am 4. November 1806 in Koblenz geboren und aufgewachsen, studierte er Botanik, Chemie und Mineralogie in Bonn und erlernte dann beim Vater den Beruf des Apothekers. 1828 nahm er in Heidelberg das Studium der Pharmazie auf, das er 1832 mit seiner Promotion abschloss. Anschließend kehrte er nach Koblenz in die „Mohren-Apotheke“ zurück, deren Leitung er nach dem Tod des Vaters 1841 übernahm. Mohr engagierte sich in seiner Heimatstadt politisch und wirtschaftlich: Er war Mitbegründer und Vorsitzender des Gewerbevereins, maßgeblich an der Gründung der Gewerbeschule beteiligt und Mitglied des Stadtrats. 1849 wurde er Abgeordneter des Preußischen Abgeordnetenhauses. Als Teilhaber einer chemischen Fabrik seines Schwiegersohns machte er 1864 große finanzielle Verluste. Im selben Jahr habilitierte sich Mohr. Noch bis zu seinem Tod am 28. September 1879 lehrte Mohr an der Universität Bonn Pharmazie. Zu seinen wissenschaftlichen Leistungen gehörten eine Titrationsmethode sowie die Entwicklung verschiedene Laborapparaturen, darunter die Quetschhahnbürette und die Mohr-Westphalische Waage. Das Ammoniumeisen(II)sulfat wird auch als „Mohrsches Salz“ bezeichnet. Die Stadt Koblenz errichtete Mohr 1914 ein Denkmal und benannte 1958 eine Straße nach ihm. (Bildquelle: gemeinfrei)

  • Maria A. Wimmer

    Seit 2005 ist Maria A. Wimmer Professorin an der Universität Koblenz. Sie leitet die Forschungsgruppe Verwaltungsinformatik/E-Government am Institut für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik und ist Prodekanin für Forschung im Fachbereich Informatik. Mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Landes: Durch die Einführung von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) in staatlichen und kommunalen Verwaltungen werden interne Abläufe sowie Prozesse mit Bürgerbeteiligung beschleunigt und optimiert. Davon profitieren Bürger, Wirtschaft und Behörden gleichermaßen. Die 1968 in Amstetten geborene Wimmer studierte Informatik an der Universität Linz (Österreich), habilitierte sich dort 2003 im Fach Angewandte Informatik und leitete die verschiedenen E-Government-Projekte des Instituts. 2004/05 arbeitete sie in der IKT-Stabsstelle des österreichischen Bundeskanzleramts. Ihre aktuelle Forschungs- und Lehrtätigkeit an der Universität Koblenz in den Bereichen Verwaltungsinformatik/E-Government, E-Democracy und E-Partizipation, Systemanalyse sowie Informations-, Prozess- und Wissensmanagement ist geprägt von einer ganzheitlichen Betrachtung in der Systementwicklung. Wimmer, eine national wie international renommierte Expertin ihres Fachs, ist Autorin von über 170 wissenschaftlichen Veröffentlichungen zum Thema E-Government. Sie ist Mitglied des IT-Beirats der Stadt Koblenz. (Bildquelle: Maria A. Wimmer)

MINT Angebote

Einen Überblick über die bestehenden MINT-Angebote in Koblenz bietet die MINT-Datenbank des Bildungsministeriums.


Unsere Kooperationspartner:

Universität Koblenz-Landau, Hochschule Koblenz, Zentralstelle für Fernstudien, FLinK (Forschen lernen in Koblenz), Integrierte Entwicklungsstrategie für die Region Koblenz an der Universität Koblenz-Landau, Ada-Lovelace-Projekt, Philosopisch-Theologische Hochschule Vallendar, VHS Koblenz, Balthasar-Neumann Grundschule, Max-von-Laue-Gymnasium, Görres-Gymnasium, Carl Benz Schule, Julius-Wegeler-Schule, Wirtschafts- und Wissenschaftsallianz Koblenz, IHK, HWK, VEM. Die Arbeitgeber, Technologiezentrum Koblenz GmbH, Dr. Hans-Riegel-Stiftung, Stiftung Zukunft der Sparkasse Koblenz, Martin-Görlitz-Stiftung, Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V., Pädagogisches Landesinstitut RLP, Wirtschaftsförderung der Stadt Koblenz, Initiative Kodepaenz, Arbeitsagentur Koblenz-Mayen, WFG Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein mbH, regioCAMP gUG, MNU - Deutscher Verein zur Förderung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts