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Umwelt und Planung

Umwelt
Ökoprofit

ÖKOPROFIT (Ökologisches Projekt Für Integrierte Umwelt-Technik) bedeutet etwas für den Umweltschutz zu tun und damit Kosten einzusparen.

ÖKOPROFIT ist ein Umweltberatungsprogramm, das Unternehmen der verschiedensten Branchen und Größen einen Einstieg in ein Umweltmanagement bietet.

Unter Leitung externer Fachleute erfolgen Schulungen in gemeinsamen Workshops und individuelle Beratungen durch Vor-Ort-Termine.

Ziel ist es, für die jeweils teilnehmenden Betriebe Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, die den Betrieb umweltfreundlicher machen und gleichzeitig die Kosten senken.

ÖKOPROFIT ist ein Kooperationsprojekt zwischen Kommunen und der örtlichen Wirtschaft.

Die Stadt Koblenz (Umweltamt) und die Landkreise Mayen-Koblenz (Integrierte Umweltberatung) und Mainz-Bingen werden in 2019 eine neue Einsteigerrunde starten.

ÖKOPROFIT wurde in Graz (Österreich) entwickelt und ist ein eingetragenes Markenzeichen. Von dort aus hat es sich weltweit verbreitet.

1998 wurde ÖKOPROFIT in Deutschland erstmals durch die Stadt München durchgeführt, die die Arbeitsmaterialien für Deutschland überarbeitete.

  • Wer kann an ÖKOPROFIT teilnehmen?

    ÖKOPROFIT wendet sich an kleinere, mittlere und große Unternehmen.
    Es ist für produzierende Unternehmen, Handwerker, Dienstleister, Sozialeinrichtungen und öffentliche Verwaltungen geeignet. Bei großen Unternehmen können evtl. auch nur Teilbereiche betrachtet werden.

  • Ablauf des Einsteigerprogramms

    Projektdauer: ca. 1 Jahr

    • Öffentliche Auftaktveranstaltung mit allen teilnehmenden Betrieben
    • Gemeinsame Workshops (8 halbtägige Workshops) zu den Themen:
      - Energie
      - Abfall
      - Gefahrstoffe
      - Rechtsaspekte
      - Umweltmanagement
      - Mobilität/Einkauf
      - Arbeitssicherheit
    • Vor-Ort-Beratung:
      Je Betrieb 4 halbtägige Vor-Ort-Termine zur individuellen Beratung
    • Kommissionsprüfung:
      Eine unabhängige Kommission prüft die Betriebe anhand eines Kriterienkatalogs.
    • Auszeichnung:
      Auszeichnung der Betriebe als ÖKOPROFIT-Betrieb im Rahmen einer öffentlichen Abschlussveranstaltung.
  • Was zeichnet ÖKOPROFIT aus?
    • Branchenmix und gemeinsame Workshops fördern den Erfahrungsaustausch
    • Mitarbeiter werden eingebunden und motiviert
    • Rohstoff- und Energieverbrauch im Betrieb werden reduziert
    • Kosten werden transparent gemacht und eingespart
    • Rechtssicherheit wird hergestellt
    • Kosteneinsparungen lassen sich häufig ohne oder mit geringen Investitionen realisieren
    • Vorbereitung auf die Einführung von Umweltmanagementsystemen wie EMAS oder ISO 14001
  • Pressemitteilungen

    Umweltschutzprogramm ÖKOPROFIT 2019/2020 abgeschlossen

    Sechs Betriebe aus der Stadt Koblenz und dem Landkreis Mayen-Koblenz haben erfolgreich das Umweltschutzprogramm ÖKOPROFIT durchlaufen und erhielten nun ihre Auszeichnungsurkunden. Anders als in den Vorjahren, konnte dies nicht im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung erfolgen. Das schmälert aber nicht die erzielten Leistungen für Umwelt und Klima sowie die damit einhergehenden Kosteneinsparungen für die Betriebe.

    In diesem Durchgang des ÖKOPROFIT-Einsteigerprogramms waren aus der Stadt Koblenz und dem Landkreis Mayen-Koblenz dabei: AWO Bezirksverband Rheinland e.V. mit dem Seniorenzentrum Vierwindenhöhe in Bendorf, Colak GmbH aus Urmitz, FINCKE Hygiene Fachgroßhandel OHG aus Bassenheim, Finzelberg GmbH & Co. aus Andernach, Massivhaus Mittelrhein GmbH aus Mendig sowie das Studierendenwerk Koblenz. Weitere Betriebe aus dem Landkreis Mainz-Bingen nahmen teil.

    Die Teilnahme an dem ÖKOPROFIT-Einsteigerprogramm stellt für die Betriebe einen wichtigen Schritt zur Einrichtung eines Umweltmanagements dar. In 8 gemeinsamen Workshops und 4 individuellen Vor-Ort-Terminen erarbeitet jedes Unternehmen ein Umweltprogramm, identifiziert und erfasst die relevanten Verbräuche, erarbeitet gemeinsam mit einem externen Beraterteam Maßnahmen zur Steigerung der Ressourceneffizienz und setzt diese um. Kennzahlen werden ermittelt, um die Wirksamkeit der Maßnahmen über die Jahre hinweg beobachten und beurteilen zu können. Viele Maßnahmen haben die Einsparung von Energie zum Ziel, da Einsparungen in diesem Bereich oftmals in besonderem Maß zur Kostenreduktion beitragen.  So konnten u.a. durch die Analyse der Lastgangdaten sowie temporärer Messungen Einsparpotenziale identifiziert und bspw. Maßnahmen im Bereich der Laufzeitenregelung von Anlagen, Beleuchtungstechniken sowie dem Austausch auf effizientere Geräte umgesetzt werden. In der gerade zu Ende gegangenen Projektrunde gab es aber auch eine Reihe von Maßnahmen, die darauf abzielen Rohstoffe & Produktionsmittel effizienter zu nutzen oder Abfallmengen zu reduzieren. So konnte das Studierendenwerk Koblenz das Müllaufkommen in seinen Mensen und Cafeterien mit der Einführung eines Getränke-Mehrwegbechers und einem damit verbundenen Pfandsystem deutlich reduzieren.

    Das Einbeziehen und Motivieren der Mitarbeiter für einen sorgfältigen Umgang mit Betriebsmitteln kann sich für den Betrieb und die Beschäftigten in barer Münze auszahlen. So hat ein Unternehmen für jedes Mitarbeiterteam ein Budget ausgesetzt, das sich bei nicht sorgfältigem Umgang mit den Betriebsmitteln reduziert. Am Ende des Jahres werden die Budgets dann anteilig an die Teammitglieder ausgezahlt. Die Teams und ihre Mitglieder bestimmen also selbst, über die Höhe der jährlichen Prämie und können Vorbild für die anderen sein. Oftmals sind dabei keine oder nur geringe Investitionen nötig, um Kosteneinsparungen und einen positiven Effekt zum betrieblichen Umwelt- und Klimaschutz zu realisieren.

    Eine Anpassung der Portionsgrößen an die tatsächlichen Verzehrmengen der bewirteten Personen hat in einem anderen Betrieb die Abfallmenge um bis zu 10 Prozent reduziert und darüber hinaus zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit Lebensmitteln beigetragen.

    Die Beispiele zeigen, dass sich immer Möglichkeiten zur Optimierung finden lassen, dass oft ein unvoreingenommener Blick von außen wichtige Impulse geben kann, aber auch intern bei den Mitarbeitenden viele gute Ideen darauf warten abgerufen und umgesetzt zu werden.

    Die ebenfalls gerade abgeschlossene ÖKOPROFIT-Klub-Runde, an der jeder Betrieb, der eine Einsteigerrunde erfolgreich abgeschlossen hat, teilnehmen kann, beweist eindrucksvoll, dass sich selbst nach vielen Jahren der Optimierung immer wieder Möglichkeiten und Chancen ergeben, Kosten zu sparen und etwas für die Umwelt zu tun. Dies hat das Berufsförderungswerk Koblenz aus Vallendar wieder eindrucksvoll bewiesen. Hier werden seit 2019 verstärkt Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität auf dem Außengelände umgesetzt.

    Die Stadt Koblenz und die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, als kommunale Projektpartner und Initiatoren des Projekts, hoffen, dass sich viele der gerade ausgezeichneten Unternehmen dafür entscheiden, in der kommenden Klub-Runde, dem Folgeprojekt der ÖKOPROFIT-Einsteigerrunde, das Netzwerk der teilnehmenden Betriebe zu bereichern und auch in Zukunft daran arbeiten, die Unternehmen umweltfreundlicher und damit auch konkurrenzfähiger zu machen. Trotz der Schwierigkeiten, die sich aktuell durch die Corona-Pandemie und die getroffenen Maßnahmen für die Unternehmen ergeben haben, wollen die kommunalen Projektpartner das ÖKOPROFIT-Projekt weiterführen und hoffen, dass sich für die nächste Einsteigerrunde wieder Betriebe finden, die die Chance nutzen wollen durch Umweltschutz Kosten zu sparen.

    Ansprechpartner für die Stadt Koblenz ist Bernd Bodewing, Umweltamt Koblenz, Tel. 0261/129-1529, Bernd.bodewing@stadt.koblenz.de und für den Landkreis Mayen-Koblenz Rüdiger Kape, Tel.0261/108-420, ruediger.kape@kvmyk.de . 


    „ÖKOPROFIT®: Geld sparen durch Umweltschutz“ (29.03.2019)

    Umwelt, Klima, Ressourcen schonen und gleichzeitig Kosten senken – das ist das Ziel des Projektes ÖKOPROFIT®. Mit diesem Ziel fand am 28.03.2019 die Auftaktveranstaltung der neuen ÖKOPROFIT®-Runde der Landkreise Mayen-Koblenz und Mainz-Bingen sowie  der Stadt Koblenz, im Zentrum für Ernährung und Gesundheit der Handwerkskammer Koblenz statt. Die Teilnehmer der diesjährigen ÖKOPROFIT®-Runde wurden von Herrn Ralf Hellrich (Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Koblenz), Frau Monika Effenberger (Leiterin Umweltamt Koblenz), Herrn Rolf Schäfer (Kreisbeigeordneter Landkreis Mayen-Koblenz) sowie Frau Martina Schnitzler und Herrn Helmut Spoo (Umwelt- und Energieberatungszentrum des Landkreis Mainz-Bingen) herzlich begrüßt.

    ÖKOPROFIT® ist ein Kooperationsprojekt der Stadt Koblenz und der Landkreise Mayen-Koblenz und Mainz-Bingen. Bereits seit vielen Jahren unterstützen diese 3 Kommunen die Unternehmen, im Rahmen des Projektes ÖKOPROFIT®, im betrieblichen Umweltmanagement. Die Umweltberatungsfirma Arqum aus Frankfurt betreut das Projekt.

    Die 10 Teilnehmer an der aktuellen Einsteigerrunde ÖKOPROFIT® 2019/2020 sind:

    • AWO Bezirksverband Rheinland e.V.
    • Colak GmbH
    • Fincke Hygiene  Fachgroßhandel OHG
    • Finzelberg GmbH & Co. KG
    • Gemeindewerke Budenheim AöR
    • Maurus Automatisierungstechnik
    • Massivhaus Mittelrhein GmbH
    • REWE Scosceria OHG
    • Studierendenwerk Koblenz AöR
    • Schöffel GmbH

    ÖKOPROFIT® ist ein einjähriges Umweltberatungsprogramm, in welchem die teilnehmenden Unternehmen für die Umwelt fit gemacht werden und dabei Geld sparen. Das Kooperationsprojekt steigert das Know-how und fördert den Austausch unter den teilnehmenden Unternehmen, städtischen Einrichtungen und Behörden.

    Innerhalb des Projektjahres werden für die Betriebe der Einsteiger-Runde durch die Arqum GmbH acht moderierte Workshops zu verschiedensten umweltrelevanten Themen und vier Vororttermine, mit einer individuellen Beratung, stattfinden.

    Im Rahmen des ersten Workshops wurde von den ÖKOPROFIT-Teilnehmern eine erste Bewertung zur aktuellen Umweltsituation durchgeführt. Weiterhin wurden Themen für die Formulierung der unternehmensspezifischen Umweltleitlinie gesammelt und diskutiert, es wurden u.a. folgende Inhalte zusammengetragen: Verpflichtung zur Abfallvermeidung, Einsatz regenerativer Energien und die aktive Einbindung der Mitarbeiter*innen. Aufgrund des regen Austauschs und Zusammenarbeit beim Auftakttreffen, freuen sich die Teilnehmer auf eine spannende und erfolgreiche ÖKOPROFIT-Runde mit vielen neuen Anregungen für die Verbesserung der Umweltleistung in ihrem eigenen Betrieb.

    Weitere Informationen beim Agenda-Büro.

    An ÖKOPROFIT teilnehmen und Energiekosten sparen

    Das Projekt ÖKOPROFIT (Ökologisches Projekt für Integrierte Umwelttechnik) im Landkreis Mayen-Koblenz und in der Stadt Koblenz startet in eine neue Runde. Ziel ist es, Betriebe bei der Verbesserung der Ressourceneffizienz und beim betrieblichen Umweltschutz zu beraten und zu unterstützen. Alle Betriebe, die an der ersten Runde teilgenommen hatten, konnten Einsparungen erzielen.

    Das Berufsförderungswerk (BFW) Koblenz mit Sitz in Vallendar ist seit 2012 dabei und nimmt auch an der nächsten Runde wieder teil: „Da wir in jeder Runde ökologische und ökonomische Fortschritte erzielt haben, möchten wir Ökoprofit nicht mehr missen“, erklärt Lutz-Eckhard Jores, der Kaufmännische Leiter des BFW und führt weiter aus: „In den vergangenen Jahren haben wir durch das Projekt einiges bewegt, was erhebliche Einsparungen mit sich brachte.“ So wurde unter anderem ein Blockheizkraftwerk eingebaut, es erfolgte ein hydraulischer Abgleich, eine Photovoltaikanlage und intelligente Raumthermostate wurden installiert sowie ein Abfallmanagementsystem eingeführt. „Doch Ökoprofit bietet mehr als das. Die Themen gehen weit über Energie hinaus. Regelmäßige Weiterbildungen und gerade der Austausch mit anderen Unternehmen bringen für alle Teilnehmer große Vorteile“, so Lutz-Eckhard Jores.

    Neu dabei ist die Firma Finzelberg aus Andernach: „Wir denken, dass Ökoprofit uns leichteren Einstieg bietet, was Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem angeht, und wir damit einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten. Natürlich spielen auch wirtschaftliche Aspekte eine Rolle. Sparsamer Umgang mit endlichen Ressourcen bietet uns einen Vorteil im Wettbewerb“, sagt Wadim Pfaff, Energiemanager des Unternehmens.

    In acht Workshops und vier Vor-Ort-Begehungen werden den Unternehmen Möglichkeiten aufgezeigt, die Umwelt zu entlasten und gleichzeitig Kosten zu sparen. Den Abschluss bildet eine Kommissionsprüfung, bei der die teilnehmenden Betriebe nachweisen können, dass sie die Anforderungen erfüllen, um sich „ÖKOPROFIT-Betrieb“ nennen zu dürfen.

    Bewerbungen sind aktuell möglich. Aufgerufen sind Betriebe aller Branchen mit einem Standort im Landkreis Mayen-Koblenz, der Stadt Koblenz sowie dem Landkreis Mainz-Bingen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass ÖKOPROFIT insbesondere bei produzierenden Betrieben ab 20 Mitarbeitern und bei Verwaltungen ab 50 Mitarbeitern durchweg positive Ergebnisse liefert.

    Weitere Informationen beim Agenda-Büro.

  • Weitere Informationen zu ÖKOPROFIT

    Die Stadt München hat ÖKOPROFIT 1998 in Deutschland erstmals angeboten. Zum 20-jährigen Jubiläum wurde eine Übersicht erstellt, welche Einsparungen in diesen zwanzig Jahren von allen teilnehmenden Betrieben in Deutschland erreicht wurden.

    Broschüre ÖKOPROFIT 1998 - 2018 - Zusammenfassung der Ergebnisse

    Weiterhin wurde eine best practise-Datenbank erstellt in der man nach beispielhaften Maßnahmen suchen kann. Die Datenbank finden Sie im Internet unter www.oekoprofit-deutschland.de/massnahmen

 

Aktuelles

Online-Infotermine zur neuen Projektrunde

Werden Sie Teil des ÖKOPROFIT®-Netzwerkes und leisten Sie Ihren Beitrag im betrieblichen Umwelt- und Klimaschutz.
ÖKOPROFIT® – das Netzwerk zur Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes startet im 4. Quartal 2020 in der Stadt Koblenz und den Landkreisen Mayen-Koblenz, Mainz-Bingen und Bad Kreuznach in eine neue Projektrunde.
Ziele des Gruppenprojektes sind u.a. die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, die Reduzierung der Energie- und Ressourcenverbräuche sowie Senkung der Betriebskosten und Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Am 24. August 2020, 10.00 Uhr - 10.45 Uhr, findet ein zweiter Online-Infotermin statt.

Zur Anmeldung für den Termin am 24.08.2020 kommen Sie hier


Ergebnisflyer 2019/2020

Im März 2019 startete eine Einsteigerrunde des Umweltprogramms ÖKOPROFIT, die nun zu Ende ging. Im Verlauf des Programms wurden von den teilnehmenden Betrieben Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt, die einen sparsameren Umgang mit den Ressourcen zum Ziel haben und damit auch die Kosten senken. Der Ergebnisflyer gibt einen Einblick was erreicht wurde.