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Partnerstädte der Stadt Koblenz

Die Stadt Koblenz nutzt die Idee der Städtepartnerschaften. Ihre Partnerstädte weisen Parallelen und verbindende Merkmale wie Größe oder Wirtschaftsstruktur auf. Heute sind die Städte gemeinsam in vielseitigen Bereichen partnerschaftlich aktiv. Mit ihren Projekten setzen sie sich über ihre nationalen und geografischen Grenzen hinweg. Sie werden dabei von den Partnerschafsvereinen tatkräftig unterstützt.

Als erster Partner der Stadt Koblenz ist die französische Stadt Nevers hervor getreten. Es folgten weitere europäische Städte Haringey/London, Norwich, Maastricht und Novara. Mit Petah Tikva und Austin/Texas gibt es nun auch auf weiteren Kontinenten bereichernde Verbindungen. Jüngstes Mitglied im Kreise der Koblenzer Partnerstädte ist Varaždin in Kroatien. Inzwischen ist die Anzahl der Partnerschaften somit schon auf die Zahl acht herangewachsen.

Die Koblenzer Städtepartnerschaften:

Aktuell


  • Oktober 2021: Sportvergleich in Novara

    Von 15. bis 18. Oktober 2021 wird die Verwaltungssportgemeinschaft endlich ihre langjährige Freunde in Novara wieder treffen können. Dank der Impfung scheint der sportlichen und Freundschaftsbegegnung nichts mehr im Wege zu stehen. Alle beteiligten freuen sich riesig auf den Aufenthalt in der italienischen Partnerstadt.

  • Hochwasserkatastrophe

    Partnerstädte bekunden Betroffenheit

    Die Hochwasserkatastrophe in unserer Region hat auch im Ausland für Schlagzeilen und Bestürzung gesorgt. Oberbürgermeister David Langner erreichten zahlreiche Solidaritätsbriefe und -Mails aus den Partnerstädten und dem Ausland. 

    Insbesondere die Worte von Bürgermeister Neven Bosilj aus der Partnerstadt Varaždin zeugten vom echten Mitgefühl: „Mit großer Besorgnis verfolgen wir die Nachrichten über die großen Überschwemmungen in ganz Deutschland, besonders in Koblenz und ihrer Umgebung. Besonders überraschte uns die Wucht der Naturkatastrophe, die sie heimgesucht hat (…). Im Namen aller Bürger der Partnerstadt Varaždin und auch in meinem eigenen Namen möchte ich allen Bürgern von Koblenz unser Mitgefühl und Unterstützung zum Ausdruck bringen. Den Familien der verunglückten deutschen Bürger möchten wir unser aufrichtiges Beileid aussprechen. Wir sind fest davon überzeugt, dass Sie diese schwierige Situation doch überwinden werden. Teilen Sie uns bitte mit, wenn sie dabei irgendwelche Hilfe benötigen.“

    Und dies waren keine leeren Floskeln. Kurz danach spendete Varaždin eine beachtliche Summe für die Opfer der Katastrophe. 

  • Koblenz-Marathon wird erneut um ein Jahr auf September 2022 verschoben

    Das herausragende Sportereignis ist aufgrund der Corona-Pandemie erneut abgesagt worden. "Für eine sportliche Großveranstaltung am 12. September diesen Jahres gibt es keine Planungssicherheit, notwendige Infrastruktur fehlt. Das Risiko ist insgesamt zu groß. Wir bedauern dies sehr."  teilt der Veranstalter mit.

    Wir hoffen auf eine rege Beteiligung von Sportlern aus den Partnerstädten im nächsten Jahr.

  • Chorfahrt der Singschule Koblenz nach Novara

    Von 18. bis 24. Juli 2021 hat die Singschule Koblenz eine Chorfahrt nach Norditalien und Süddeutschland organisiert. Am 19. Juli fand ein Konzert im Dom von Novara vor zahlreichem Publikum statt. Zusammen mit den Sängerinnen und Sängern des Jugendkammerchores haben Chorleiter Wolfram Hartleif und Vorstandsvorsitzender Dr. Achim Tieftrunk die erste Konzertreise nach Anfang der Pandemie sehr genossen.

  • 30-jähriges Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Novara

    In diesem Jahr feiern Koblenz und Novara das 30-jährige Jubiläum ihrer Partnerschaft. Der voraussichtliche Termin ist am Samstag, 2. Oktober 2021 in Koblenz. Wenn die Pandemie-Lage es zulässt, wird eine kleine Delegation aus Novara zu den Feierlichkeiten nach Koblenz reisen.

  • Krise im Nahen-Osten: Solidarität mit Petah Tikva

    Oberbürgermeister David Langner hat seinem Kollegen Rami Greenberg folgendes geschrieben:

    Sehr geehrter Herr Bürgermeister Greenberg, lieber Kollege,
    seit mehreren Tagen verfolge ich die Nachrichten aus Israel und bin entsetzt über die Eskalation der Gewalt.
    Ich möchte, auch im Namen der Bürgerinnen und Bürger von Koblenz, mein Mitgefühl für alle betroffenen Familien ausdrücken und wünsche den Menschen Kraft und Zuversicht, die schrecklichen Ereignisse zu bewältigen.
    Wir denken an unsere Freunde in Petah Tikva und in Israel, und hoffen, dass die Situation im Nahen Osten sich bald beruhigen wird.
    In Verbundenheit, Schalom,
    Ihr
    David Langner


  • Corona-Pandemie

    Zurzeit scheint sich die Pandemie-Lage in vielen Ländern zu entspannen. Wir informieren möglichst zeitnah über die geplanten Veranstaltungen und Austauschmaßnahmen. Bleiben Sie gesund!

  • Virtueller Antrittsbesuch des Generalkonsuls der Ukraine

    Vadym Kostiuk, seit September 2020 Generalkonsul der Ukraine in Frankfurt/Main, hat sich Pandemiebedingt im Koblenzer Rathaus virtuell vorgestellt. Ein sehr informatives Gespräch führte er mit PD Dr. Margit Theis-Scholz, Dezernentin für Bildung und Kultur. Generalkonsul Kostiuk schlug eine Zusammenarbeit auf verschieden Gebieten wie Schulen, Museen, Kulturellen Veranstaltungen und Universitäten vor. Er hob im Gespräch hervor, dass die Ukraine im Bereich der Informationstechnologie über hochqualifizierte Fachkräfte verfüge. Koblenz könne künftig davon profitieren.

    Generalkonsul Kostiuk interessierte sich dafür, ob das Stadtarchiv über Dokumente verfügt, die Beziehungen zur Ukraine im Laufe der vergangenen Jahrhunderte belegen. Beigeordnete Theis-Scholz bot an, die Kontakte zu den jeweiligen angesprochenen Bereichen herzustellen und freut sich auf eine gute zukünftige Zusammenarbeit. Ein nächstes Treffen im Herbst ist avisiert.

  • Verbrauchermesse "Nivexpo" in Nevers wird erneut verschoben. Neuer Termin: 9. - 17. Oktober 2021

    Aufgrund der noch hohen Koronazahlen wird die Verbrauchermesse von Nevers auf einen späteren Termin im Herbst verschoben.

Rückblick 2020

  • Verbrauchermesse „Nivexpo“ in Nevers wird wegen der Corona-Krise verschoben - Der voraussichtliche Ersatztermin ist: 13. - 21. März 2021

    Die Stadt Koblenz beteiligt sich seit vielen Jahren mit einem Stand. An diesem Stand stellt sie sich mit Prospektmaterial, Koblenzer Bier und Wein vor. Koblenzer Firmen wie Debeka und EVM unterstützen mit Werbeartikeln. Der Freundschaftskreis Nevers-Koblenz betreut den Stand für die Dauer der Messe.

  • OB David Langner schreibt Partnerstädten - Presseartikel

    Koblenz solidarisch zu ihren Partnerstädten

    Die Stadt Koblenz ist mit ihren Partnerstädten und Partnerländern solidarisch. „Unsere Aufgabe, internationale Freundschaft und Zusammenarbeit zu fördern, gemeinsame Probleme zu lösen, ist wichtiger denn je“, teilen Oberbürgermeister David Langner und Kulturdezernentin Margit Theis-Scholz in einem Brief vom 7. April 2020 an die Partnerstädte mit. Ein positives Zeichen dieser Krise ist die Welle der Solidarität. Viele Menschen helfen einander. Einige Länder bieten anderen Ländern ihre Unterstützung an. Koblenz kann erfreulicherweise einen Beitrag dazu leisten. Zu dem Zeitpunkt wurden beispielweise zwei italienischen Covid-19-Patienten in einem Koblenzer Krankenhaus behandelt.

    Koblenz hat acht Partnerstädte und alle sind von der Pandemie getroffen. In diesen schwierigen Zeiten unterstützt und fördert Koblenz die Kontakte zu Ihren befreundeten Städten. Obwohl internationale Reisen derzeit nicht möglich sind, verbinden weiterhin Telefon, E-Mails und Videokonferenzen. Die Stadtspitze ist zuversichtlich, dass die Austauschmaßnahmen und partnerschaftlichen Projekte baldmöglichst weitergeführt werden. 

  • Schülerfahrt nach Austin/Texas verschoben wegen Corona-Krise

    Alle zwei Jahre im Wechsel reisen Gymnasiasten aus verschiedenen Gymnasien der Stadt Koblenz und Umgebung nach Austin/Texas. Die Schüler und Schülerinnen wohnen bei ihren Gastfamilien, erleben den Schulalltag in den USA und erkunden Austin und ihre Region. Der Austausch besteht seit vielen Jahren und begeistert weiterhin zahlreiche Jugendlichen. 

  • 3. Juni 2020: Empfang einer Schülergruppe aus Austin/Texas - Abgesagt wegen der Corona-Pandemie

    Der Kontakt zwischen der Schenkendorf Grundschule und der Summit Elementary School ist seit vielen Jahren eine wichtige Säule der Städtepartnerschaft. Im Juni werden wieder Kinder, Eltern und Lehrer der Partnerschule nach Koblenz reisen und einige Wochen in Gastfamilien verbringen. Am 3. Juni sollten sie im Rathaus offiziell begrüßt werden. Die Schülergruppe wird voraussichtlich nächstes Jahr nach Koblenz reisen.

  • 7. Juni 2020: Kaiserin-Augusta-Fest / Das Fest hat virtuell stattgefunden

    Jedes Jahr beteiligen sich die Freundschaftskreise mit einem gemeinsamen Stand. 2020 ist alles anders. Auch das Kaiserin-Augusta-Fest. Es fand virtuell statt.

  • 21. Juni 2020: Fête de la Musique in Nevers - Die Veranstaltung wurde abgesagt

    Üblicherweise wird die „Fête de la Musique“ in ganz Frankreich gefeiert. Unsere Partnerstadt Nevers veranstaltet zahlreiche Konzerte und Straßenmusik. Sie lädt Musiker aus Koblenz ein, die an dem Tag einen musikalischen Beitrag leisten möchten. Im Gegenzug organisiert der Freundschaftskreis Nevers-Koblenz ein Besuchsprogramm in Nevers und Umgebung für die Künstler. Leider wurde das Fest in diesem Jahr abgesagt.

  • 26. – 28. Juni 2020: Kunstreich / Der SommerKunstCamp 2020 wurde wegen der Corona-Krise abgesagt

    2020 konnte die Veranstaltung der Jukuwe „Kunstreich“ im Fort Konstantin nicht stattfinden. Jugendliche aus unseren Partnerstädten sollten dazu eingeladen werden. Verschiedene Workshops in verschiedenen Disziplinen der Bildenden Kunst wie Malerei, Graffiti, Zeichnen, Fotografie... werden üblicherweise angeboten. Die Veranstaltung soll im nächsten Jahr wieder stattfinden. Die Veranstalter schreiben:

    "Corona macht auch nicht vor Kunstreich Halt…
    Nach langer Überlegung und mit schwerem Herzen haben wir uns dazu entschlossen, Kunstreich in diesem Jahr nicht stattfinden zu lassen. Lange haben wir noch versucht einen geeigneten Ersatz zu finden, aber Kunstreich lebt nunmal von der Atmosphäre auf dem Fort und von euch in der Gemeinschaft, sodass alles andere nicht mal ansatzweise so schön gewesen wäre!
    Wir versprechen euch aber, dass wir uns im nächsten Jahr wiedersehen werden mit tollen KünstlerInnen, mit klasse Bands und langen Nächten am Lagerfeuer – ganz im Sinne des skandinavischen Flair.

    Lasst euch überraschen!
    Bis dahin: bleibt gesund und wir sehen uns in 2021!"


  • Koblenz und Partnerstädte in der Krise solidarisch - Presseartikel

    Die Corona-Pandemie hat Koblenz und ihre Partnerstädte fast gleichermaßen getroffen. In dieser Krise hat Koblenz die Kontakte zu den befreundeten Städten stets gepflegt. „Unsere Aufgabe, internationale Freundschaft und Zusammenarbeit zu fördern, gemeinsame Probleme zu lösen, ist wichtiger denn je“, teilten Oberbürgermeister David Langner und Kulturdezernentin Margit Theis-Scholz in einem Solidaritätsschreiben an die Partnerstädte im April mit. 

    Einige Bürgermeister antworteten dankbar auf das Zeichen von Koblenz. Bürgermeister Ivan Čehok aus der Kroatischen Partnerstadt Varaždin schrieb beispielsweise „Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis in der Zeit, in der die ganze Welt im Kampf gegen einen unsichtbaren Feind vereint ist. Die Stadt Koblenz und die Stadt Varaždin sind Partnerstädte, die durch langjährigen Zusammenarbeit nicht nur in guten Zeiten, sondern auch in Zeiten des Kampfes mit Covid-19 verbunden sind.“

    Bürgermeister Rami Grinberg aus der Partnerstadt Petah Tikva schilderte unter anderem die Maßnahmen, die die israelische Partnerstadt ergriff, um der Ausbreitung des Virus entgegen zu wirken. „Ich bin dankbar für die Freundschaft, die vor 20 Jahren zwischen unseren Städten im Rahmen des Partnerschaftsvertrages offiziell begann. Es besteht kein Zweifel, dass Covid-19 uns allen gezeigt hat, wie klein die Welt ist. Ich hoffe, dass das Leben in Koblenz wieder zur normalen Routine zurückkehrt. Glücklicherweise hat die israelische Regierung in Israel, als sich das Corona-Virus in ganz Europa ausbreitete, lebensrettende Maßnahmen ergriffen, die sich im Kampf gegen Covid-19 bewährt haben. Als die Epidemie in Israel begann, wurde in Petah-Tikva ein spezielles Krankenhaus zur Behandlung von Patienten mit dem Virus eröffnet, sowie Zentren, die Risikogruppen wie Holocaust-Überlebende und bedürftigen Familien mit Lebensmitteln versorgen. Nach zwei Monaten bin ich froh zu sagen, dass sich das Leben in Israel mit wenigen Einschränkungen um den Ausbruch des Virus zu verhindern wieder normalisiert.“ 

    Seit März wurden zahlreiche Projekte und Begegnungen mit den Partnerstädten abgesagt oder verschoben. Die für September geplante Jubiläumsfeier mit Petah Tikva wird beispielsweise durch eine Video-Konferenz ersetzt.


  • Mitgründerin der Partnerschaft Koblenz – Austin ist tot - Renata Anderson stirbt 84-jährig nach langer Krankheit

    “Die Stadt Koblenz hat Renata Anderson viel zu verdanken“, erklärt Oberbürgermeister David Langner in einem Kondolenzschreiben im Namen des Stadtvorstandes, des Rates und der Koblenzerinnen und Koblenzer gegenüber ihrer Familie.

    Renata Anderson war, zusammen mit dem Koblenzer Heinz Fey, der voriges Jahr nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb, Förderin und Mitgründerin der Städtepartnerschaft zwischen Koblenz und Austin, Texas. Sie engagierte sich für den Aufbau einer Städteverbindung von der ersten Stunde an. Die gebürtige Westerwälderin, die 1987 mit ihrem Ehemann Richard nach Austin gezogen war, hatte sehr gute Kontakte in Koblenz. Auch deshalb konnten Austauschmaßnahmen in vielfältigen Bereichen wie Kultur, Sport, Bildung und Wirtschaft initiiert werden.

    Dank der guten Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Koblenz entwickelte beispielsweise die Stadt Austin ein Ausbildungsprogramm nach deutschem Vorbild. Für ihre hervorragenden Dienste erhielt Anderson schon vor vielen Jahren den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. In Austin wurde sie am 23. Mai 2017 mit dem „Renata Anderson Day“ geehrt. Anstelle von Blumen bittet die Familie, ganz in ihrem Sinne, um Spenden zur Unterstützung der Austauschprogramme an die Städtepartnerschaft Austin – Koblenz. Kontakt: info@koblenz-austin.de

  • 11. – 19. Juli 2020 - Die Singschule Koblenz reist nach Italien - Konzertreise verschoben auf  Juli 2021

    Auf dem Weg zu einem großen Chorfestival in Florenz wird der Jugendkammerchor der Singschule Koblenz auch in unserer Partnerstadt Novara ein Konzert geben. Die Reise ist aufgrund von Corona auf nächstes Jahr im Juli verschoben.

  • Koblenz Marathon - Diesjährige Auflage abgesagt - Die Veranstaltung wird auf den 12.09.2021 verschoben

    Das herausragende Sportereignis ist aufgrund der Corona-Pandemie mit schwerem Herzen von den Veranstaltern abgesagt worden. Wir hoffen auf eine rege Beteiligung von Sportlern aus den Partnerstädten im nächsten Jahr.

  • September 2020: Sportvergleich in Novara - Der Vergleich ist auf nächstes Jahr verschoben

    Fußballer der Verwaltungssportgemeinschaft werden voraussichtlich erst im Frühjahr 2021 ihre langjährigen italienischen Freunde zu einem Freundschaftsspiel in Novara treffen. 

  • Fahrt der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege nach Petah-Tikva findet erst 2021 statt

    Seit 2013 besteht der Austausch zwischen der Koblenzer Schule mit der israelischen Dina Academic School of Nursing. Wegen der Corona-Pandemie werden Auszubildende und Studierende der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege des Katholischen Klinikums Koblenz-Montabaur erst 2021 in unsere Partnerstadt reisen. Dort werden sie gemeinsam im Krankenhaus tätig sein, Lehrveranstaltungen besuchen und einige Ausflüge zu bedeutenden Ziele wie Jerusalem und Yad Washem unternehmen.

  • OB David Langner spricht mit seinem amerikanischen Amtskollegen Steve Adler per Video-Konferenz am 11.12.2020

    Oberbürgermeister David Langner wird sich mit Bürgermeister Steve Adler aus der Texanischen Partnerstadt Austin per Videoschalte austauschen. Am 11. Dezember 2020, 17:30 Uhr, soll das einstündige Forum stattfinden. Es handelt sich dabei um ein neues Projekt des American Council on Germany (ACG) mit dem Titel [Virtual] Transatlantic Town Halls: German-American Mayors Forum, welches die Bürgermeister beider Länder in Gespräche einbezieht, in denen gemeinsame Herausforderungen und Chancen in ihren jeweiligen Gemeinden erörtert werden. Langner und Adler werden unter anderem darüber diskutieren, wie Ihre Städte mit der Pandemie umgehen und wie sie die Zukunft auf der Basis neuer Herausforderungen - und Chancen - angehen. Die Aufzeichnung der Video-Konferenz finden Sie unter:

    German-American Mayors Forum: A Conversation between Austin and Koblenz on Vimeo

  • 20-jähriges Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Petah-Tikva findet virtuell statt

    Das 20-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Petah Tikva, Israel, findet virtuell statt. Herr Oberbürgermeister David Langner hatte seinen Amtskollegen Rami Grinberg sowie eine kleine offizielle Delegation nach Koblenz eingeladen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Besuch abgesagt. Die Feier in Form eines Films finden Sie hier:https://www.facebook.com/koblenz.stadt/videos/3981669921863264/

  • Grußwort von Doris Leber, Ehrenvorsitzende des Freundschaftskreises Koblenz - Petah Tikva, zum 20-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft

    Grußwort von Doris Leber, Mitgründerin und Ehrenvorsitzende des Freundschaftskreises Koblenz – Petah Tikva

    ach einer vorbereitenden Sitzung findet am 21.06.1989 im Bundesarchiv unter starker Beteiligung von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens der Stadt Koblenz die Gründungsversammlung statt. Die israelische Botschaft entsendet die damalige Botschaftsrätin Judith Frost. In seinen Begrüßungsworten gibt der Vertreter des Hausherrn, der damalige Vizepräsident Prof. Dr. Kahlenberg, seiner Freude über die Wahl des Gründungsortes des Freundschaftskreises Koblenz - Petah Tikva Ausdruck: „Dort wo die Dokumente unserer unheilvollen Geschichte archiviert seien, werde nun ein Verein gegründet, der im Bewusstsein dieser Vergangenheit neue Verbindungen zum jetzigen Israel und konkret zu den Bürgern der Stadt Petah Tikva aufbauen will." Beigeordneter Gorschlüter vertieft diesen Gedanken, indem er sagt: „Verwaltungen leben zu sehr in reduziertem Denken. Partnerschaft muss durch einen freien Kreis, durch eine aktive Gruppe entstehen, deshalb brauchen wir dieses Instrumentarium des Freundschaftskreises als Ort der Vermittlung und Vernetzung von Beziehungen zwischen den beiden Städten.

    In den ersten 10 Jahren unserer Vereinsarbeit haben wir intensiv daran gearbeitet, dass die Partnerschaft zwischen Koblenz und Petah Tikva endlich zustande kommt, was aus historisch bedingten Gründen nicht ganz einfach war und entsprechender Überzeugungsarbeit bedurfte.

    Im 11. Jahr war es dann so weit: Im Juni 2000 besuchte eine Delegation von Stadträten und Funktionsträgern geleitet von Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann, die Stadt Petah Tikva, um in einem Festakt die Partnerschaftsurkunde zu unterzeichnen und auszutauschen.

    Dass diese Städtepartnerschaft nach 11 Jahren besiegelt werden konnte hängt sicherlich auch an den mithandelnden Personen. Hier sind zuerst Ayala Margalith und Jona Hatsor auf israelischer Seite zu nennen und auf deutscher Seite der ehemalige Leiter des Kulturamtes Klaus Röser, seine Mitarbeiterin Brigitte Finkemeier und der Kulturdezernent Detlef Knopp, sowie seine Vorgänger Dr. Ingrid Bátori und Hans-Peter Gorschlüter.

    Die gegenseitige Sympathie der beiden Oberbürgermeister Itzik Ochayon und Dr. Eberhard Schulte-Wissermann ebenso die beeindruckende Rede von Professor Dr. Hofmann- Göttig, die er als neugewählter Oberbürgermeister bei seinem ersten Besuch in Petah Tikva anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft gehalten hat, sind eine wichtige Voraussetzung und eine gute Basis für eine lebendige und wachsende Partnerschaft.

    Dem Freundschaftskreis war es stets ein besonderes Anliegen, dass in Koblenz ein Platz oder eine Straße den Namen unserer Partnerstadt erhalten würde. Dem damaligen Vorstandsmitglied Paul Kupp verdankt der Verein den Hinweis auf einen namenlosen Platz in der Innenstadt.

    Anlässlich des Besuches von Bürgermeister Itzik Ochayon im Mai 2006 konnte der Platz gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann, mit Stadträten, Vereinsmitgliedern und weiteren Koblenzer Bürgern feierlich seiner Bestimmung übergeben werden.

    Beim Gegenbesuch der Koblenzer Delegation im April 2007 wurde im Beisein der beiden Oberbürgermeister und zahlreicher Stadträte beider Seiten der Koblenz-Platz in Petah Tikva eingeweiht. Der damalige deutsche Botschafter in Israel, Dr. Harald Kindermann, den wir anschließend in Tel Aviv besucht haben, hat uns versichert: „Es ist schon außergewöhnlich, wenn eine israelische Stadt eine Straße oder einen Platz nach einer deutschen Stadt benennt. Dann müssen zwischen den beiden Städten schon sehr enge und vertrauensvolle Beziehungen bestehen"

    Ein ganz wichtiger Teil unserer Vereinsarbeit könnte mit „Informationen" umschrieben werden. Der Freundschaftskreis hat in den vergangenen Jahren immer wieder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Israel und Deutschland — z.B. den israelischen Botschafter in Deutschland Avi Primor, den Repräsentanten der Konrad-Adenauer-Stiftung in Jerusalem Dr. Johannes Gerster, sowie deutsche und israelische Journalisten zu Wort kommen lassen, um deren Einschätzung über die jeweils aktuelle Situation im Nahen Osten, Israel und Palästina, in Erfahrung zu bringen und auf diese Weise in Koblenz bekannt zu machen.

    Über die Sachinformationen hinaus war uns der kulturelle Austausch mit Bürgern aus Israel und Petah Tikva stets wichtig. So konnten in vielfacher Weise Künstlerinnen und Künstler aus Israel ihre Bilder und Skulpturen in Koblenz zeigen und die Unseren konnten ihre Arbeiten in Petah Tikva präsentieren.

    Israelische und palästinensische Autoren erhielten in Koblenz eine Plattform und lasen aus ihren literarischen Werken.

    In Zusammenarbeit mit dem Verein für Kammermusik konnten verschiedene Orchester aus Israel in Koblenz musizieren.

    Gemeinsam mit dem Verein der Mendelssohntage veranstalten wir jährlich ein Konzert zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur.

    Eindrücke über Land und Leute erhielten viele Bürgerinnen und Bürger aus Koblenz und Umgebung, die mit uns eine der vielen Studienreisen nach Israel und natürlich auch nach Petah Tikva unternommen haben.

    In bisher 26 Studienreisen haben sie Israel besichtigt und kennen gelernt. Ein ganz wichtiger Teil unserer Reisen galt den Menschen in Israel und vor allem in Petah Tikva, galt den Kontakten zu unseren Freunden und Besuchen bei Familien. So konnten Bande der Freundschaft neu geknüpft oder vertieft werde.

    Unvergessen bleiben auch die Begegnungen und Gespräche mit Prof. Shalom Ben Chorin in Jerusalem und Prof. Zwi Weinberg im Moshav Kfar Haroeh.

    Ein besonderes Anliegen des Vereins — für mich ein Herzensanliegen — ist der Jugendaustausch zwischen der Ben-Gurion-High-School in Petah Tikva und dem Bischöflichen-Cusanus-Gymnasium in Koblenz.

    Vor 18 Jahren hat der Freundschaftskreis diesen Jugendaustausch in Gang gebracht und unterstützt ihn mit finanziellen Mitteln.

    Naturgemäß liegt die Hauptarbeit des Jugendaustausches bei den Schulen. Hier sind zu nennen die Direktorinnen, Margalith Kedern, Revital Schapira und Sara Sagiv in Petah Tikva und die Lehrer Studiendirektor Hans Ternes und Oberstudienrat Hubert Huffer in Koblenz.

    Beim Treffen der Schülergruppen beider Gymnasien in Deutschland besuchen sie gemeinsam das Konzentrationslager Buchenwald und beim Treffen in Israel besuchen sie gemeinsam die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem. Diese Treffen finden jährlich im Wechsel statt. Von ihren Lehrern werden die Schülerinnen und Schüler auf diese Begegnungen sehr ausführlich und umfassend vorbereitet.

    Man kann diese Jugendarbeit durch die Schule nicht hoch genug einschätzen, wenn man bedenkt, welch böses Spiel die Neonazis betreiben, um mit ihren faschistischen, antidemokratischen Parolen Jugendliche zu beeinflussen.

    Zu den Arbeitsfeldern unseres Vereins gehört zweifellos auch die Erinnerungsarbeit -Erinnerung daran, was zwischen 1933 und 1945 unseren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern und dann im Verlauf des 2. Weltkrieges den Juden in ganz Europa von Naziverbrechern angetan wurde.

    Jedes Jahr zum 27. Januar — Befreiung von Auschwitz — und am 9. November — Reichspogromnacht — aber auch zu anderen Terminen im laufenden Jahr, hat der Verein Zeitzeugen eingeladen, um ihnen Gelegenheit zu geben, aus ihrem traumatisierten Leben zu berichten.

    Das Bundesarchiv in Koblenz und die Landeszentrale für politische Bildung in Mainz waren uns hierbei verlässliche Partner.

    Beispielhaft für diese Zeitzeugen möchte ich nennen: Dr. Heinz Kahn, Vorsitzender der jüdischen Kultusgemeinde in Koblenz, Trude Simonsohn, Max Mannheimer und Arno Lustiger. Alle haben das Konzentrationslager überlebt.

    Der Verein hat sich in all den Jahren bemüht, Kontakt zum Zentralrat der Juden in Deutschland herzustellen. Auf diese Weise kamen wichtige Vorträge von Ignatz Bubis, Dr. Michel Friedmann und Professor Dr. Salomon Korn zustande. In allen drei Begegnungen standen die besonderen Beziehungen zwischen Juden und Deutschen im Focus.

    Eine Veranstaltung bezüglich der Erinnerungsarbeit möchte ich hier besonders erwähnen und hervorheben: Auf Empfehlung und Vermittlung durch den Freundschaftskreis hat das Jugendtheater Koblenz die Kinderoper „Brundibar" auf dem Fort Konstantin aufgeführt.

    Einzigartig in der Welt wird diese Oper durch ihre Aufführungsgeschichte: „Brundibar" wurde 1943 im KZ Theresienstadt uraufgeführt von jüdischen Kindern, die dort interniert waren. Zwischen 1943 und 1944 sangen und spielten die Kinder die Oper 55-mal. Jedoch mussten die Rollen immer wieder neu besetzt werden, da viele der mitwirkenden Kinder in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert wurden. Nur wenige dieser Kinder haben das KZ überlebt. „Brundibar" ist das wohl tragischste Kapitel der Operngeschichte. Dieses Kapitel deutscher Geschichte darf nie in Vergessenheit geraten.

    Auf der Mitgliederversammlung am 4. März 2013 habe ich den Stab als Vorsitzende an Frau Hilde Arens weitergereicht. Ich werde aber, solange mich noch meine Füße tragen, aktiv am Vereinsleben teilnehmen.

    Ich hoffe und wünsche, dass der Freundschaftskreis Koblenz — Petah Tikva auch weiterhin seinen Beitrag dazu leistet, Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen den Menschen beider Städte zu fördern.